mini|Skigebiet Parsenn. Blick vom Dischmatal mini|Skigebiet Parsenn Parsenn ist ein Ski- und Wandergebiet oberhalb von Davos und wird von der Davos Klosters Bergbahnen AG betrieben. Der Name geht auf die Alpweide unterhalb des Gotschnagrates zurück.https://elexikon.ch/parsenn Die Parsennbahn war die zweite ausgesprochene Sportbahn (Bahn, die nur auf Sportler als Fahrgäste ausgerichtet ist) der Schweiz, heute gibt es 102 Kilometer Piste. Seit 1924 findet hier das Parsenn-Derby statt.

Geschichte mini|links|Parsenn mit Wasserscheidi zum Weissfluhjoch, historisches Luftbild von Werner Friedli (1950) mini|Bau der Parsennbahn 1931 mini|Die heutige Parsennbahn im nur für diese Bahn entwickelten Kabinendesign mini|Parsennbahn zweite Sektion mini|Skilift Hauptertälli

1903: Erstmalige Nutzung der Parsenn-Abfahrt mit Ski von der Weissflue durch Oscar Schuster und den Davoser Bergführer Johann Engi.Joachim Schindler, unter Mitarbeit von Bernd Arnold und Frank Richter: Oscar Schuster (1873-1917) - Bergsteiger, Alpinist, Erschließer, Arzt, Publizist. In der Reihe: Monografien Sächsisches Bergsteigen. Herausgeber: Sächsischer Bergsteigerbund, Dresden 2013, S. 215 1931: Bau der 1. Sektion der Standseilbahn Davos Dorf – Höhenweg 1932: Bau der 2. Sektion Höhenweg – Weissfluhjoch mit dem Restaurant auf dem Weissfluhjoch.ca. 61.000 Fahrgäste wurden bereits transportiert. Die Kapazität beträgt 350 Personen pro Stunde. 1936: Markante Frequenzsteigerung auf ca. 235.000 Personen im Jahr. 1937: Verdoppelung der Transportkapazität bei der Standseilbahn von 350 auf 700 Pers./h. 1942/43: Bau des Eidgenössischen Institutes für Schnee- und Lawinenforschung auf dem Weissfluhjoch 1955: Eröffnung der Luftseilbahn Weissfluhjoch–Weissfluhgipfel 1961: Betriebseröffnung der Luftseilbahn Parsennhütte–Weissfluhjoch. Damit entsteht eine Verbindung zum seit 1950 bestehenden Skigebiet des Gotschna. 1967: Gründung der Sportbahnen Pischa AG, welche als Tochter geführt wird. 1972: Einweihung der neuen Talstation in Davos Dorf 1979: Betriebseröffnung der inzwischen wieder eingestellten Verbindungsbahn auf den Strelapass – zeitweilig entsteht neben der Parsenn- und der Gotschnabahn über die Schatzalp ein dritter Zubringer ins Skigebiet 1982: Betriebseröffnung der Verbindungsluftseilbahn Joch-Express 1987: Eröffnung der Gondelbahn Schifer–Weissfluhjoch in zwei Sektionen mit einer Transportkapazität von je 1700 Pers./h 1994: In Zusammenarbeit mit der Gotschnabahn wird eine der ersten Beschneiungsanlage der Region gebaut. Im selben Jahr wird das Zutrittssystem auf ein berührungsloses Handsfree-System umgestellt. 1996: Ankauf von einer Mehrheitsbeteiligung von 57 % an den Bergbahnen Rinerhorn. 1996: Eröffnung der Mountainbike Downhillstrecke Weissfluhjoch – Klosters. Die 14 km lange Strecke verzeichnet im ersten Jahr rund 500 Biker. 1998: Eröffnung einer zweiten MTB-Downhillstrecke vom Weissfluhjoch in die Parsennhütte. Total werden in diesem Sommer rund 1200 Biker transportiert. 2002: Die 1. Sektion der Parsennbahn wird umfassend erneuert. Dabei wird die Spur von 800 mm auf 1200 mm verbreitert und die maximale Geschwindigkeit von 6 m/s auf 10 m/s erhöht. Die Kapazität ins Parsenngebiet erhöht sich auf 2200 Pers./h. Wegen des hohen Tempos der Bahn wird sie auch Alpen-Ferrari genannt. 2006: Fertigstellung des Speichersees Totalp. Mit einem Fassungsvermögen von knapp 100.000 m³ ist er das Herzstück der Beschneiungsanlage im Parsenngebiet. 2010: Inbetriebnahme nach Sanierung der 2. Sektion der Parsennbahn. 2017: Inbetriebnahme 6er Sessellift Furka Zipper, ersetzt alten Furka-Doppelskilift von 1972.

Bahnanlagen Folgende Bahnanlagen sind im Parsenngebiet zu finden:

Anlagenname Strecke Typ Baujahr und Erneuerung Höhen­differenz Länge Kapazität Personen pro Stunde Kapazität pro Fahrzeug Hersteller BetriebWinter BetriebSommer Parsennbahn (1. Sektion) Davos Dorf – Höhenweg Standseilbahn (1931) 2002 658 m 1889 m 2200 (135) 200 Von RollDoppelmayr Ja Ja Parsennbahn (2. Sektion) Höhenweg – Weissfluhjoch (1932) 2010 445 m 2074 m 970 (135) 110 Von RollDoppelmayrGangloff Ja Ja Gipfelbahn Weissfluhjoch – Weissfluhgipfel LuftseilbahnPendelbahn (1955) 1983 181 m 683 m 1100 60 Garaventa Ja Ja Parsennhüttenbahn Weissfluhjoch – Parsennhütte (1961) 1987 463 m 2390 m 675 80 Garaventa JaJochexpress (2011 zurückgebaut) Weissfluhjoch – Totalpsee 1982 130 m 445 m 720 60 GaraventaHauptertällibahn (2018 zurückgebaut) Strelapass – Haupter Tälli 1980 87 m 1714 m 30 350 Küpfer Gotschnabahn (1. Sektion) Klosters Platz – Gotschnaboden (1950) 1987 609 m 1965 m 1200 125 Von Roll Ja Ja Gotschnabahn (2. Sektion) Gotschnaboden – Gotschnagrat (1950) 1987 506 m 971 m 1400 100 Ja Ja Schiferbahn (1. Sektion) Schifer – Obersäss Gondelbahn 1987 454 m 1745 m 1700 6 Von Roll Ja Schiferbahn (2. Sektion) Obersäss – Weissfluhjoch 1987 647 m 3600 m 1700 6 Ja Parsenn Rapid Höhenweg – Weissfluhjoch Sesselbahn 2000 445 m 1989 m 2600 6 Garaventa Ja Gruobenalp Gruobenalp – Gotschnagrat 1995 215 m 1087 m 1200 4 Garaventa Ja Schwarzseealp Schwarzseealp – Gotschnagrat 1995 438 m 1558 m 1000 2 Garaventa Ja Meierhoftäli Meierhoftäli-Wasserscheide 1995 373 m 1601 m 1900 4 Garaventa Ja Furka – Zipper Parsennhütte – Parsennfurgga (1957) 1972 2017 380 m 1500 m 2500 6 Doppelmayr Ja Totalp Parsennhütte-Weissfluhjoch 1998 473 m 2316 m 2400 4 Garaventa Ja Seetälli Parsennhütte – SeetälliSkilift 1983 301 m 1120 m 1100 2 Garaventa Ja Parsennmäder Parsennmeder – Gotschnagrat 1957 324 m 1145 m 1000 2 Oehler Ja Hauptertälli Hauptertälli – Wasserscheidi 1971 180 m 1033 m 1100 2 Garaventa Ja Kreuzweg Kreuzweg – Parsennfurgga 1971 105 m 365 m 900 2 Garaventa Ja

Literatur Manfred Hunziker: Ringelspitz/Arosa/Rätikon, Alpine Touren/Bündner Alpen. Verlag des SAC 2010, ISBN 978-3-85902-313-0, S. 388.

Weblinks

Offizielle Website gangloff.com: Parsennbahn, 2. Sektion, Höhenweg – Weissfluhjoch (abgerufen am 19. November 2013)

Einzelnachweise

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