Cămărașu [] () ist eine Gemeinde im Kreis Cluj, in der Region Siebenbürgen in Rumänien.

Der Ort ist auch unter der rumänischen Bezeichnung Cămărașu-Deșert bekannt.Cămărașu bei arcanum.hu.

Geographische Lage mini|links|Lage der Gemeinde Cămărașu im Kreis Cluj Die Gemeinde Cămărașu liegt im Siebenbürgischen Becken im Osten des Kreises Cluj. Am Oberlauf des Fizeș – ein rechter Zufluss des Someșul Mic – und am Drum național 16, befindet sich das Gemeindezentrum 15 Kilometer nordwestlich von der Kleinstadt Sărmașu im Kreis Mureș und etwa 50 Kilometer östlich von der Kreishauptstadt Cluj-Napoca (Klausenburg) entfernt.

Geschichte Der Ort Cămărașu wurde erstmals 1322 urkundlich erwähnt und war im 17. Jahrhundert ein Hörigendorf der ungarischen Adelsfamilie Kemény.

Im Königreich Ungarn gehörte die heutige Gemeinde dem Stuhlbezirk Mocs in der Gespanschaft Klausenburg, anschließend dem historischen Kreis Cluj und ab 1950 dem heutigen Kreis Cluj an.

Bevölkerung Die Bevölkerung der Gemeinde entwickelte sich wie folgt: VolkszählungVarga E. Árpád: Volkszählungen 1850–2002 bei kia.hu, letzte Aktualisierung am 2. November 2008 (PDF; 1 MB; ungarisch). Ethnie Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche Andere 1850 1983 1592 251 – 140 1920 2495 2124 337 – 34 1966 4149 3667 409 1 72 2002 2782 2163 199 – 420 2011 2655 1854 153 – 648 (Roma 573) 2021 2591 1685 103 – 803 (Roma 597) Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde die höchste Einwohnerzahl und gleichzeitig die der Rumänen 1966 ermittelt. Die höchste Bevölkerungszahl der Roma wurde 2021, die der Magyaren (444) 1956 und die der Rumäniendeutschen (33) 1890 registriert.

Die Hauptbeschäftigung der Bevölkerung ist die Viehzucht und Landwirtschaft.

Sehenswürdigkeiten Die reformierte KircheAngaben zur Kirche in Cămărașu bei biserici.org (rumänisch) abgerufen am 6. September 2017. in Cămărașu, im 13. Jahrhundert errichtet, 1753 erneuert und das Herrenhaus der ungarischen Adelsfamilie Kemény im 18. Jahrhundert errichtet, stehen unter Denkmalschutz. (PDF; 12,7 MB; rumänisch). In der Kirche sind die Wappen der ungarischen Adelsfamilien Kemény, Wesselényi und Rhédei zu sehen. Zwei Massengräber und das Mahnmal der 126 ermordeten Juden aus der Kleinstadt Sărmașu (ungarisch Nagysármás) am 16. September 1944 durch ungarische Truppen, bei desteptati-va.ro (rumänisch) abgerufen am 6. September 2017. bei agero-stuttgart.de (rumänisch) abgerufen am 6. September 2017. befinden sich auf dem von den Einheimischen genannten Berg Suscut und stehen unter Denkmalschutz.

Mit dem Ort verbunden

Zsigmond Kemény (1814–1875), hier begraben, Schriftsteller, Publizist und PolitikerAngaben zu Zsigmond Kemény bei mek.oszk.hu abgerufen am 7. September 2017 (ungarisch). András Sütő (1927–2006), hier geboren, Schriftsteller

Weblinks

Cămărașu bei ghidulprimariilor.ro Cămărașu auf der Website des Kreisrates von Cluj

Einzelnachweise

Kategorie:Ersterwähnung 1322