Die Playoffs um den Stanley Cup des Jahres 1986 begannen am 9. April 1986 und endeten am 24. Mai 1986 mit dem 4:1-Erfolg der Canadiens de Montréal über die Calgary Flames. Die Canadiens gewannen damit ihren 23. Titel der Franchise-Geschichte und stellten zudem mit ihrem Torhüter Patrick Roy den mit der Conn Smythe Trophy ausgezeichneten Most Valuable Player dieser post-season. Die unterlegenen Flames hingegen standen in ihrem ersten Stanley-Cup-Finale. Zugleich markierte dieses Finale das erste Mal seit 1967, dass sich im Endspiel zwei kanadische Teams gegenüberstehen; damals besiegten die Toronto Maple Leafs die Canadiens de Montréal. Jedoch kam es bereits 1989 zur Wiederauflage der Finalpaarung, aus der dann Calgary siegreich hervorging. Die Scorerliste führten unterdessen Bernie Federko und Doug Gilmour von den St. Louis Blues an, die bereits im Conference-Finale gescheitert waren; dies wurde erst 1999 wiederholt.

Bis heute (Stand: Playoffs 2025) markieren die Playoffs 1986 das letzte Mal, dass sich alle aktiven kanadischen Teams für die post-season qualifizierten.

Modus Nachdem sich aus jeder Division die vier punktbesten Teams qualifiziert haben, starten die im K.-o.-System ausgetragenen Playoffs. Dabei trifft der jeweilige Erste auf den Vierten und der Zweite auf den Dritten einer jeden Division, sodass in den ersten zwei Runden die Divisionssieger ausgespielt werden. Diese treten in der Folge im Conference-Finale um den Einzug ins Stanley-Cup-Finale an.

Die Serien der ersten Runde werden im Best-of-Five-, die Serien aller folgenden Runden im Best-of-Seven-Modus ausgespielt, das heißt, dass ein Team ab der zweiten Runde vier Siege zum Weiterkommen benötigt; in der ersten Runde drei. Das höher gesetzte Team hat dabei in den ersten beiden Spielen Heimrecht, die nächsten beiden das gegnerische Team. Sollte bis dahin kein Sieger aus der Runde hervorgegangen sein, wechselt das Heimrecht von Spiel zu Spiel. So hat die höher gesetzte Mannschaft in den Spielen 1, 2, 5 und 7, also vier der maximal sieben Spiele, einen Heimvorteil. Der Sieger der Prince of Wales Conference wird mit der Prince of Wales Trophy ausgezeichnet und der Sieger der Campbell Conference mit der Clarence S. Campbell Bowl.

Bei Spielen, die nach der regulären Spielzeit von 60 Minuten unentschieden bleiben, folgt die Overtime. Sie endet durch das erste erzielte Tor (Sudden Death).

Qualifizierte Teams Prince of Wales Conference Adams Division (A1) (A2) (A3) (A4)

Patrick Division (P1) (P2) (P3) (P4) Clarence Campbell Conference Norris Division (N1) (N2) (N3) (N4)

Smythe Division (S1) (S2) (S3) (S4)

Playoff-Baum

Division-Halbfinale Prince of Wales Conference (A1) Nordiques de Québec – (A4) Hartford Whalers

(A2) Canadiens de Montréal – (A3) Boston Bruins

(P1) Philadelphia Flyers – (P4) New York Rangers

(P2) Washington Capitals – (P3) New York Islanders

Clarence Campbell Conference (N1) Chicago Black Hawks – (N4) Toronto Maple Leafs

(N2) Minnesota North Stars – (N3) St. Louis Blues

(S1) Edmonton Oilers – (S4) Vancouver Canucks

(S2) Calgary Flames – (S3) Winnipeg Jets

Division-Finale Prince of Wales Conference (A2) Canadiens de Montréal – (A4) Hartford Whalers

(P2) Washington Capitals – (P4) New York Rangers

Clarence Campbell Conference (N3) St. Louis Blues – (N4) Toronto Maple Leafs

(S1) Edmonton Oilers – (S2) Calgary Flames

Conference-Finale Prince of Wales Conference (A2) Canadiens de Montréal – (P4) New York Rangers

Clarence Campbell Conference (S2) Calgary Flames – (N3) St. Louis Blues

Stanley-Cup-Finale (S2) Calgary Flames – (A2) Canadiens de Montréal

Stanley-Cup-Sieger Stanley-Cup-Sieger120px|Logo der Canadiens de MontréalCanadiens de MontréalTorhüter: Doug Soetaert, Patrick Roy

Verteidiger: Chris Chelios, Gaston Gingras, Rick Green, Mike Lalor, Craig Ludwig, Tom Kurvers, Larry Robinson, Petr Svoboda

Angreifer: Serge Boisvert, Guy Carbonneau, Kjell Dahlin, Lucien DeBlois, Bob Gainey (C), John Kordic, Claude Lemieux, David Maley, Mike McPhee, Mats Näslund, Chris Nilan, Stéphane Richer, Steve Rooney, Brian Skrudland, Bobby Smith, Mario Tremblay, Ryan Walter

Cheftrainer: Jean Perron  General Manager: Serge Savard

Beste Scorer Abkürzungen: GP = Spiele, G = Tore, A = Assists, Pts = Punkte, +/− = Plus/Minus, PIM = Strafminuten; Fett: Bestwert Spieler Team GP G A Pts +/− PIM Doug Gilmour St. Louis 19 9 12 21 +3 25 Bernie Federko St. Louis 19 7 14 21 +2 17 Joe Mullen Calgary 21 12 7 19 −3 4 Wayne Gretzky Edmonton 10 8 11 19 −1 2 Mats Näslund Montréal 20 8 11 19 −1 4 Al MacInnis Calgary 21 4 15 19 +10 30 Lanny McDonald Calgary 22 11 7 18 +5 30 Paul Reinhart Calgary 21 5 13 18 −2 4 Greg Paslawski St. Louis 17 10 7 17 +4 13 Pierre Larouche NY Rangers 16 8 9 17 −5 0 Die beste Plus/Minus-Statistik erreichte Börje Salming von den Toronto Maple Leafs mit einem Wert von +13.

Beste Torhüter Die kombinierte Tabelle zeigt die jeweils drei besten Torhüter in den Kategorien Gegentorschnitt und Fangquote sowie die jeweils Führenden in den Kategorien Shutouts und Siege.

Abkürzungen: GP = Spiele, Min = Eiszeit (in Minuten), W = Siege, L = Niederlagen, GA = Gegentore, SO = Shutouts, Sv% = gehaltene Schüsse (in %), GAA = Gegentorschnitt; Fett: Bestwert; Sortiert nach Gegentorschnitt.Erfasst werden nur Torhüter mit 180 absolvierten Spielminuten. Spieler Team GP Min W L GA SO Sv% GAA Mike Liut Hartford 8 439:29 5 2 14 1 93,8 1,91 Patrick Roy Montréal 20 1214:56 15 5 39 1 92,3 1,93 Pete Peeters Washington 9 541:15 5 4 24 0 90,5 2,66 Greg Millen St. Louis 10 583:11 6 3 29 0 91,1 2,98 Ken Wregget Toronto 10 605:48 6 4 32 1 90,1 3,17 John Vanbiesbrouck NY Rangers 16 896:52 8 8 49 1 89,7 3,28

Weblinks Stanley-Cup-Playoffs 1986. hockey-reference.com Alle Boxscores der Playoffs. (PDF; 1,2 MB) bigmouthsports.com

#1986 Kategorie:Eishockeyveranstaltung 1986