Die Wahl zur Volkskammer der DDR 1958 war die Wahl zur 3. Volkskammer der DDR und fand am 16. November 1958wahlrecht.de - Wahlsystem der DDR-Volkskammerwahlen, abgerufen am 6. Juni 2015. statt. Sie war eine Scheinwahl. Es konnte lediglich über die Einheitsliste der Nationalen Front abgestimmt werden. Die Wahl hatte auf die Stärke der Fraktionen keinen Einfluss. Deren Größe wurde im Voraus festgelegt. Das Wahlrecht der DDR erlaubte auf dem Papier die öffentliche Kontrolle der Wahlauszählung. In der Praxis fand dies aus Angst vor Repressionen nicht statt.
Aufgrund des Viermächte-Status der Stadt Berlin wurden die 66 Abgeordneten von Ost-Berlin indirekt durch den Magistrat von Ost-Berlin bestimmt. Gemeinsam mit der Volkskammerwahl fand die Bezirkstagswahlen in der DDR 1958 statt.
Wahlergebnis Die Wahlbeteiligung lag nach offiziellen Angaben bei 98,90 %. Dem Wahlvorschlag der Nationalen Front stimmten 99,87 % zu, 0,13 % der Stimmen waren ungültig.
Partei/Gruppe Akronym Sitze Sozialistische Einheitspartei Deutschlands SED 117 Freier Deutscher Gewerkschaftsbund FDGB 55 Christlich-Demokratische Union Deutschlands CDU 52 Liberal-Demokratische Partei Deutschlands LDPD 52 Demokratische Bauernpartei Deutschlands DBD 52 National-Demokratische Partei Deutschlands NDPD 52 Freie Deutsche Jugend FDJ 29 Demokratischer Frauenbund Deutschlands DFD 29 Kulturbund KB 18 Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe VdgB 12
Siehe auch Liste der Mitglieder der Volkskammer der DDR (3. Wahlperiode)
Literatur Gerhard A. Ritter, Meredith Niehuss: Wahlen in Deutschland 1946–1991, ISBN 3-406-35207-3, S. 189.
Weblinks
Einzelnachweise
#1958 Ddr Volkskammerwahl