Die Wahl zur Volkskammer der DDR 1976 war die Wahl zur 7. Volkskammer der DDR und fand am 17. Oktober 1976wahlrecht.de - Wahlsystem der DDR-Volkskammerwahlen, abgerufen am 6. Juni 2015. statt. Sie war eine Scheinwahl. Es konnte lediglich über die Einheitsliste der Nationalen Front abgestimmt werden. Die Wahl hatte auf die Stärke der Fraktionen keinen Einfluss. Deren Größe wurde im Voraus festgelegt. Das Wahlrecht der DDR erlaubte auf dem Papier die öffentliche Kontrolle der Wahlauszählung. In der Praxis fand dies aus Angst vor Repressionen nicht statt.
Aufgrund des Viermächte-Status der Stadt Berlin wurden die 66 Abgeordneten von Ost-Berlin indirekt durch den Magistrat von Ost-Berlin bestimmt.
Wahlergebnis Die Wahlbeteiligung lag nach offiziellen Angaben mit 11.262.946 abgegebenen Stimmen bei 11.425.194 registrierten Wählern bei 98,58 %. 2616 Stimmen wurden als ungültig gewertet. Damit wurden 99,86 % Zustimmung (11.245.023 Stimmen) zum Wahlvorschlag der Nationalen Front gezählt, 17923 Personen oder 0,14 % hatten demnach gegen ihn gestimmt., Inter-Parliamentary Union (ipu.org), PDF, englisch, 15,3KB
Partei/Gruppe Akronym Sitze Sozialistische Einheitspartei Deutschlands SED 127 Freier Deutscher Gewerkschaftsbund FDGB 68 Christlich-Demokratische Union Deutschlands CDU 52 Liberal-Demokratische Partei Deutschlands LDPD 52 Demokratische Bauernpartei Deutschlands DBD 52 National-Demokratische Partei Deutschlands NDPD 52 Freie Deutsche Jugend FDJ 40 Demokratischer Frauenbund Deutschlands DFD 35 Kulturbund KB 22
Siehe auch Liste der Mitglieder der Volkskammer der DDR (7. Wahlperiode)
Literatur Gerhard A. Ritter, Meredith Niehuss: Wahlen in Deutschland 1946–1991, ISBN 3-406-35207-3, S. 189.
Weblinks
Einzelnachweise
#1976 Ddr Volkskammerwahl