Ernst Werner von Schönfeldt (* 23. Juni 1937 in Schweinfurt; † 19. Juli 2026) war ein deutscher Richter und FDP-Politiker. Er war Mitglied der Bremischen Bürgerschaft.
Biografie Ernst von Schönfeldt entstammte dem Meißnischen Uradel, der Familie von Schönfeld. Seine Familienlinie führt die Schreibweise Schönfeldt. Die Eltern waren der Hauptmann und Rittergutsbesitzer auf Werben bei Cottbus – seit 1464 in Familienhand – Ernst von Schönfeldt (1904–1939) und seine Frau Christa geb. von Frankenberg und Proschlitz. Christa heiratete 1945 in zweiter Ehe den Vetter, Oberst und Gutsbesitzer auf Gulben, Heinrich (Heinz) von Schönfeldt, dessen erste Ehe im Vorjahr geschieden worden war.
Ernst von Schönfeldt begann an der Philipps-Universität Marburg Rechtswissenschaft zu studieren und wurde am 30. Januar 1959 im Corps Teutonia zu Marburg aufgenommen.1530 v. Schönfeldt, Ernst, Blaubuch des Corps Teutonia zu Marburg 1825 bis 2000, S. 400.Kösener Corpslisten 1996, Gesamtverzeichnis 1919-1996, Hrsg. Hermann Kruse, Kösener Senioren-Convents-Verband, im Selbstverlag des Verbandes Alter Corpsstudenten, Bad Kösen 1998, 171/1538. Als geklammerter Fuchsmajor inaktiviert, wechselte er an die Freie Universität Berlin und die Westfälische Wilhelms-Universität Münster. Nachdem er 1964 das Referendar- und 1968 das Assessorexamen bestanden hatte, war er 1968–1975 Gerichtsassessor und Richter am Amtsgericht Bremen und am Landgericht Bremen. Für die Freie Demokratische Partei (FDP) saß er 1975–1983 in der Bremischen Bürgerschaft. Er engagierte sich in verschiedenen Deputationen. 1977–1979 war er stellvertretender FDP-Fraktionsvorsitzender. 1980–1983 war er stellvertretender Vorsitzender des Untersuchungsausschusses zu den Ausschreitungen bei der Gelöbnisfeier in Bremen 1980. 1983–1997 war er Jugendrichter und Vollstreckungsleiter am Amtsgericht Bremen. An der Deutschen Außenhandels- und Verkehrs-Akademie, einer betriebswirtschaftlichen Fachhochschule, war er Dozent. Im Ruhestand war er Wiedereinrichter eines landwirtschaftlichen Betriebs in Ermsleben, Sachsen-Anhalt.Annelene und Ernst von Schönfeldt, in: Mitteldeutsche Zeitung (4. 7. 2013), Hrsg. Mitteldeutsche Zeitung GmbH & Co. KG, Halle (Saale).
Verheiratet war er seit 1965 mit der Krankengymnastin und späteren Bürgerschaftsabgeordneten Annelene von Schönfeld geb. Rausch, Tochter des Gynäkologen Konrad Rausch und der Anneliese Sperling. Der Ehe entstammen die Zwillingsschwestern Friederike und Verena.
Siehe auch Liste der Mitglieder der Bremischen Bürgerschaft (9. Wahlperiode) Liste der Mitglieder der Bremischen Bürgerschaft (10. Wahlperiode) FDP Bremen
Literatur Norbert Korfmacher: Mitgliederverzeichnis der Bremischen Bürgerschaft 1946 bis 1996, in: Kommunalpolitik, Band 1, LIT, Münster 1997. ISBN 3-8258-3212-0. Walter von Hueck, Friedrich Wilhelm Euler: Genealogisches Handbuch des Adels, Adelige Häuser, A (Uradel), Band XIV, Band 66 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke Verlag, Limburg an der Lahn 1977, S. 432 f.
Einzelnachweise
Kategorie:Mitglied der Bremischen Bürgerschaft (ab 1945) Kategorie:Politiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Corpsstudent (20. Jahrhundert) Kategorie:Richter (Amtsgericht Bremen) Kategorie:Richter (Landgericht Bremen) Kategorie:FDP-Mitglied Ernst Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1937 Kategorie:Gestorben 2026 Kategorie:Mann