Die Oberflächengüte ist ein Ausdruck für die Rauheit in der Oberflächenprüfung, üblicherweise im Zusammenhang mit einem Fertigungsverfahren oder einer Oberflächenveredelung. Gängige Angaben der Rautiefe sind: Mittenrauwert (arithmetisches Mittel der Abweichungen von der Mittellinie) in µm Gemittelte Rautiefe (Mittelwert aus oft 5 gemessenen Rautiefen) in μm. Die Messung solcher Parameter erfolgt mit einem Tastschnittgerät (spezielle Bauformen werden z. B. Perthometer genannt).
Einflüsse auf die Oberflächenrauheit bei spanender Fertigung sind: Zerspanungseigenschaften des Werkstoffes Schneidstoff und Verschleißzustand Schneidgeometrie: Schneidenradius Schnittwerte: Vorschub, Schnittgeschwindigkeit Kühlschmierung Maschinensteifigkeit und Elastizität von Werkzeug, Spannmittel und Werkstück Formabweichungen an Führungen und Werkzeugen.
Erreichbare Mittenrauwerte Ra Die erreichbaren Mittenrauwerte in μm verschiedener Fertigungsverfahren bei besonderer Sorgfalt (Klammerwerte sind Durchschnittswerte bei normaler Sorgfalt. Diese Richtwerte können von Fall zu Fall abweichen)www.technisches-zeichnen.net, Tabelle: Fertigungsverfahren und erreichbare Oberflächenrauhigkeit. Abgerufen am 14. Juni 2021.
Gießen in Sandform: 12,5 (25) in Kokille: 3,0 (12,5) Druckguss: 0,8 (6,3) Sintern: (6–12) Bohren: 1,6 (12,5) Fräsen: 0,6 (3,2) Feilen: 0,4 (3,2) Drehen Längs-: 0,2 (3,2) Plan-: 0,4 (6,3) Hobeln, Stoßen: 0,2 (6,3) Schaben: 0,2 (3,2) Reiben: 0,2 (0,8) Schleifen: 0,012 (0,4) Honen, Läppen: 0,006 (0,1)
Ältere Bezeichnungen und visuelles Erkennen der Rautiefe Bezeichnung Ra (µm) Merkmal geschruppt 3,2 bis 25 Riefen fühlbar und mit dem Auge sichtbargeschlichtet 1,6 bis 3,2 Riefen mit dem Auge noch sichtbarfeingeschlichtet 0,8 bis 1,6 Riefen mit dem Auge nicht mehr sichtbar
Einzelnachweise
Kategorie:Werkstoffeigenschaft Kategorie:Oberflächenstrukturen