Die Playoffs um den Stanley Cup des Jahres 1988 begannen am 6. April 1988 und endeten am 26. Mai 1988 mit dem 4:0-Erfolg der Edmonton Oilers über die Boston Bruins. Die Oilers gewannen somit ihren vierten Titel in den letzten fünf Jahren und stellten mit ihrem Kapitän Wayne Gretzky auch den mit der Conn Smythe Trophy ausgezeichneten Most Valuable Player dieser post-season. Gretzky wurde damit zum dritten Spieler nach Bernie Parent und Bobby Orr, dem diese Ehrung zweimal zuteilwurde (erstmals 1985). Darüber hinaus führte „The Great One“ auch die Scorerliste der Playoffs an und stellte mit 31 Vorlagen einen bis heute gültigen Rekord in den Stanley-Cup-Playoffs auf. Bis heute unerreicht sind auch die nur zwei Niederlagen, die die Oilers bei 16 benötigten Siegen zum Stanley-Cup-Gewinn hinnehmen mussten. Zuletzt gelang dies 1977 den Canadiens de Montréal, wobei allerdings zwölf Siege zum Titelgewinn ausreichten. Die Boston Bruins hingegen mussten die vierte Finalniederlage in Folge hinnehmen, zuletzt unterlagen sie 1978 den Canadiens de Montréal (2:4).
Zum ersten Mal seit 1978 erreichte das Franchise der Colorado Rockies/New Jersey Devils wieder die Playoffs, sodass die zu diesem Zeitpunkt längste Serie von neun Spielzeiten ohne Playoff-Teilnahme endete.
Modus Nachdem sich aus jeder Division die vier punktbesten Teams qualifiziert haben, starten die im K.-o.-System ausgetragenen Playoffs. Dabei trifft der jeweilige Erste auf den Vierten und der Zweite auf den Dritten einer jeden Division, sodass in den ersten zwei Runden die Divisionssieger ausgespielt werden. Diese treten in der Folge im Conference-Finale um den Einzug ins Stanley-Cup-Finale an.
Alle Serien jeder Runde werden im Best-of-Seven-Modus ausgespielt, das heißt, dass ein Team vier Siege zum Erreichen der nächsten Runde benötigt. Das höher gesetzte Team hat dabei in den ersten beiden Spielen Heimrecht, die nächsten beiden das gegnerische Team. Sollte bis dahin kein Sieger aus der Runde hervorgegangen sein, wechselt das Heimrecht von Spiel zu Spiel. So hat die höher gesetzte Mannschaft in den Spielen 1, 2, 5 und 7, also vier der maximal sieben Spiele, einen Heimvorteil. Der Sieger der Prince of Wales Conference wird mit der Prince of Wales Trophy ausgezeichnet und der Sieger der Campbell Conference mit der Clarence S. Campbell Bowl.
Bei Spielen, die nach der regulären Spielzeit von 60 Minuten unentschieden bleiben, folgt die Overtime. Sie endet durch das erste erzielte Tor (Sudden Death).
Qualifizierte Teams Prince of Wales Conference Adams Division (A1) (A2) (A3) (A4)
Patrick Division (P1) (P2) (P3) (P4) Clarence Campbell Conference Norris Division (N1) (N2) (N3) (N4)
Smythe Division (S1) (S2) (S3) (S4)
Playoff-Baum
Division-Halbfinale Prince of Wales Conference (A1) Canadiens de Montréal – (A4) Hartford Whalers
(A2) Boston Bruins – (A3) Buffalo Sabres
(P1) New York Islanders – (P4) New Jersey Devils
(P2) Washington Capitals – (P3) Philadelphia Flyers
Clarence Campbell Conference (N1) Detroit Red Wings – (N4) Toronto Maple Leafs
(N2) St. Louis Blues – (N3) Chicago Blackhawks
(S1) Calgary Flames – (S4) Los Angeles Kings
(S2) Edmonton Oilers – (S3) Winnipeg Jets
Division-Finale Prince of Wales Conference Canadiens de Montréal (A1) – (A2) Boston Bruins
(P2) Washington Capitals – (P4) New Jersey Devils
Clarence Campbell Conference (N1) Detroit Red Wings – (N2) St. Louis Blues
(S1) Calgary Flames – (S2) Edmonton Oilers
Conference-Finale Prince of Wales Conference (A2) Boston Bruins – (P4) New Jersey Devils
Clarence Campbell Conference (S2) Edmonton Oilers – (N1) Detroit Red Wings
Stanley-Cup-Finale (S2) Edmonton Oilers – (A2) Boston Bruins
Stanley-Cup-Sieger Stanley-Cup-Sieger80px|Logo der Edmonton OilersEdmonton OilersTorhüter: Grant Fuhr, Bill Ranford
Verteidiger: Jeff Beukeboom, Randy Gregg, Charlie Huddy, Kevin Lowe, Marty McSorley, Craig Muni, Steve Smith
Angreifer: Keith Acton, Glenn Anderson, Geoff Courtnall, Wayne Gretzky (C), Dave Hannan, Mike Krushelnyski, Jari Kurri, Normand Lacombe, Craig MacTavish, Kevin McClelland, Mark Messier, Craig Simpson, Esa Tikkanen Cheftrainer: Glen Sather General Manager: Glen Sather
Beste Scorer Abkürzungen: GP = Spiele, G = Tore, A = Assists, Pts = Punkte, +/− = Plus/Minus, PIM = Strafminuten; Fett: Bestwert Spieler Team GP G A Pts +/− PIM Wayne Gretzky Edmonton 19 12 31 43 +9 16 Mark Messier Edmonton 19 11 23 34 +9 29 Jari Kurri Edmonton 19 14 17 31 +15 12 Esa Tikkanen Edmonton 19 10 17 27 +2 72 Ken Linseman Boston 23 11 14 25 +4 56 Glenn Anderson Edmonton 19 9 16 25 +5 49 Bob Probert Detroit 16 8 13 21 +8 51 Ray Bourque Boston 23 3 18 21 +16 26 Patrik Sundström New Jersey 18 7 13 20 +7 14 Adam Oates Detroit 16 8 12 20 −2 6 Die beste Plus/Minus-Statistik erreichte Randy Gregg von den Edmonton Oilers mit einem Wert von +17.
Beste Torhüter Die kombinierte Tabelle zeigt die jeweils drei besten Torhüter in den Kategorien Gegentorschnitt und Fangquote sowie die jeweils Führenden in den Kategorien Shutouts und Siege.
Abkürzungen: GP = Spiele, Min = Eiszeit (in Minuten), W = Siege, L = Niederlagen, GA = Gegentore, SO = Shutouts, Sv% = gehaltene Schüsse (in %), GAA = Gegentorschnitt; Fett: Bestwert; Sortiert nach Gegentorschnitt.Erfasst werden nur Torhüter mit 180 absolvierten Spielminuten. Spieler Team GP Min W L GA SO Sv% GAA Brian Hayward Montréal 4 230 2 2 9 0 89,3 2,35 Réjean Lemelin Boston 17 1025 11 6 45 1 89,5 2,64 Grant Fuhr Edmonton 19 1136 16 2 55 0 88,4 2,91 Pete Peeters Washington 12 653 7 5 34 0 89,5 3,12 Glen Hanlon Detroit 8 431 4 3 22 1 87,1 3,07 Sean Burke New Jersey 17 999 9 8 57 1 88,9 3,42 Greg Stefan Detroit 10 528 5 4 32 1 86,4 3,64
Weblinks Stanley-Cup-Playoffs 1988 auf hockey-reference.com Alle Boxscores der Playoffs (PDF; 1,5 MB) auf bigmouthsports.com
Einzelnachweise
#1988 Kategorie:Eishockeyveranstaltung 1988