Okko Bekker (* 30. Juli 1947 in HeidelbergOKKO. Kaleisdoscope-Music. Abgerufen am 24. August 2020.) ist ein niederländischer Musiker und Musikproduzent.

Leben Bekkers Eltern stammten aus den Niederlanden. Bekkers musikalische Talente wurden früh gefördert. Mit sieben Jahren lernte er Klavier zu spielen, später kamen Gitarre, Sitar und Trompete dazu. Mit 21 Jahren machte er eine Schauspielausbildung und trat nebenbei als Straßenmusiker auf, um sich Geld zur Ausbildung dazu zu verdienen.

In den 1960er Jahren lernte er in Hamburg den jungen deutschen Musiker Asmus Tietchens kennen, mit dem er immer wieder zusammenarbeitete.Okko (Bekker) (Hamburg). Kurzbiografie (engl.) auf Krautrock-Musikzirkus.de. Abgerufen am 25. September 2017.Friederike Gräff: Der Geräuschkomponist. In: taz vom 14. November 2006. Abgerufen am 25. September 2017. Seine frühe Zusammenarbeit mit Tietchens ist auf dem wiederveröffentlichten Album Adventures in Sound dokumentiert. Nach intensiven musikalischen und technischen Studien wandte sich Bekker der ethnomusikologischen Richtung und der elektronischen Musik zu. Als Solo-Musiker debütierte er 1971 mit dem Album Sitar & Electronics, eine Mischung im Stil der Musik des bengalischen Musikers Ananda Shankar mit den damals typischen „Synth goes Classic“-Sounds. Als Studiomusiker arbeitete er in verschiedenen Hamburger Musikstudios, u. a. mit Achim Reichel. Von 1976 bis 1978 war er Bandmitglied der Studio-Band Liliental.LILIENTAL - Liliental - CD 1978. CD-Infos mit Hintergrundinformation zum Musikprojekt Liliental. Abgerufen am 25. September 2017.Liliental. Cue-records.com. Abgerufen am 25. September 2017. 1977 wirkte er als Gitarrist beim Album Cluster & Eno der deutschen Krautrock-Band Cluster mit.KurzInfo und Diskographie: Cluster. Rezensator.de. Abgerufen am 25. September 2017. Außerdem bildete er gemeinsam mit Lorenz Westphal, Berry Sarluis, Chris Hermann und Wolfgang Timpe die Comedy-Music-Band „Okko, Lonzo, Berry, Chris und Timpe“.Tobi Thomsen: Wohnhäuser der Promis: In Erinnerung an Politiker, Musiker, Sänger, Sportler, Schauspieler, Künstler. Seite 199. Hamburg 2016. ISBN 978-3-7412-9073-2.

Später komponierte er eigene Lieder und trat 1977 bei einem Show-Konzert von Freddy Quinn auf. Als Filmkomponist verfasste er in den 1990er Jahren die Musik für verschiedene filmische Werke und Comedy-Shows des mit ihm befreundeten Komikers Otto Waalkes, in denen er teilweise auch als Schauspieler auftrat.Holger Waernecke: Der Galeerentrommler: Skurrile und andere Geschichten. Abgerufen am 25. September 2017. So komponierte Bekker z. B. den Song Talk to me, welcher Anfang der 1990er Jahre als Titelmelodie der NDR Talk Show verwendet wurde, sowie später diverse Lieder für die Zeichentrickserie SpongeBob Schwammkopf.

Bekker lebt in Hamburg.

Filmografie Schauspieler 1978: Einmal vor und Revue 1979: Maryland 1992: Otto – Der Liebesfilm 2004: 7 Zwerge – Männer allein im Wald

Filmkomponist 1987: Boran – Zeit zum Zielen 1992: Otto – Der Liebesfilm 1993: Ottifanten 1995: Otto – Die Serie 2000: SpongeBob Schwammkopf

Diskografie (Auswahl) 1971: Okko: Sitar & Electronics 1971: Okko: Yoga für Millionen 1977: Okko-Solo 1978: mit Liliental: Liliental

Weblinks

Okko Bekker – Diskografie auf Discogs OKKO: SITAR & ELECTRONICS – Tondokument

Einzelnachweise

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