Der Artikel Hörfunk und Fernsehen in der Mongolei behandelt den Rundfunk der Mongolei in Vergangenheit und Gegenwart. Reguläre Hörfunksendungen für die Allgemeinheit gibt es in dem Land seit 1934.
Anfänge bis 1990 Der Hörfunk begann in der Mongolei mit Unterstützung der Sowjetunion, zunächst am 1. Mai 1931 als Drahtfunk, dann am 1. September 1934 drahtlos. Gesendet wurde auf Langwelle 1060 m und Kurzwelle 52 m; die Stationsansage lautete: „Achtung, es spricht das Radio-Komitee!“ (später „Es spricht Ulan-Bator!“). 1976 () Es gab auch Programme auf Chinesisch, Russisch und (für die kasachische Minderheit im Westen des Landes) Kasachisch. 1958 wurde der Zentrale Radioclub () gegründet, Vorläufer des heutigen Amateurfunkverbands MRSF,Mongolian Radio Sport Federation der ab 1960 die Klubstation JT1KAA betrieb.
Zwischen 1960 und 1981 erhielt Radio Ulaanbaatar stärkere Sendeanlagen im AM-Bereich; dies ermöglichte die Einrichtung eines zweiten Programms (1994, „Blauer Himmel“ genannt, dann „Goldener Fonds“, 2017 eingestellt) und im September 1964 einen eigenen Auslandsdienst (seit 1997 „Stimme der Mongolei“). Senderbetreiber ist RTBN (Radio and Television Broadcasting Network).rtbn.gov.mn/about/ mit Karte
Pausenzeichen:World radio handbook for listeners 1959, S. 115 Ort Koordinaten Verwaltungs-einheit Einrichtungs-jahr Frequenzen Chonchor Ulaanbaatar 1960 164 kHz (1. Programm)7260 kHz (2. Programm) Ölgii Bajan-Ölgii 1965 209 kHz (1. Programm) Altai Gobi-Altai 1978 227 kHz (1. Programm)4830 kHz (2. Programm) Dalandsadgad Ömnö-Gobi 1978 209 kHz (1. Programm) Tschoibalsan Dornod 1978 209 kHz (1. Programm) Mörön Chöwsgöl 1981 882 kHz (1. Programm)4895 kHz (2. Programm)Kai Ludwig:
Radio Moskau richtete 1946 einen Mongolisch-Dienst ein (beendet 2013), Radio China International 1964.
mini|TV- und Radioprogramm 1990 Das mongolische Fernsehen startete am 27. September 1967 den Regelbetrieb (Ulaanbaatar Kanal R2). Hauptnachrichtensendung war ab 1975 ; siehe auch (2009) („Zeitgeschehen“, in Anlehnung an die sowjetische ; heute „Rad der Zeit“). Ab 1970 wurde in der Hauptstadt auch sowjetisches Fernsehen über das Orbita-System empfangen und terrestrisch weiterverbreitet (Kanal R4).
Vorsitzende des Informations- und Rundfunkkomitees (Bezeichnung wechselnd; 1979: ; 1957–1990 unter Einschluss der Nachrichtenagentur ): 1964–1971: S. Dschalan-Aadschaw 1972–1982: S. Pürewdschaw 1983–1989: L. Dzantaw
Die Mongolei war Mitglied der OIR/OIRT.
Nach 1990 Nach 1990 entstand in der Mongolei ein duales Rundfunksystem. 1992 startete UBS TV (damals noch in Trägerschaft der Stadt Ulaanbaatar, 2007 voll privatisiert). Als erster nichtstaatlicher Anbieter erhielt der Hörfunksender („Weißer Falke“) 1993 Sendezeit bei Radio Ulaanbaatar eingeräumt. 1994 begann Eagle TV zu senden (anfangs in Trägerschaft einer christlich-missionarischen Stiftung aus den USA). Erster kommerzieller Anbieter war 1995 die Gesellschaft mit FM 107 ( „Radio Neues Jahrhundert“) und TV25. 1998 wurde ein Gesetz über die Medienfreiheit erlassen. = Law of Mongolia on freedom of media (1998);siehe auch UNESCO: Assessment of media development in Mongolia (PDF [1,82 MB], 2016). 1999 wurde die Zulassung der Veranstalter geregelt; = Law of Mongolia on radio wave (1999). zuständig ist die Communications Regulatory Commission of Mongolia (CRC).www.crc.gov.mn/home/en
Im Januar 2016 gab es 131 Fernseh- und 69 Hörfunk-Anbieter in der Mongolei, darunter:Media Ownership Monitor Mongolia;journalism.mn: , , (2010/11). Aggregator LLC: (zuvor FM, FM; 1998) Ekh Elgen Nutag LLC: FM 96.6 (2003) Gegeen Dalai Group: TV5 (2003) Mass Agency Group: ETV (2010); FM 99.7radio.asuult.net/radio_99.7 (2007), (1997) Media Holding: TV9 (2003); FM 103.6 (2003) Media Group: NTV (2006); FM 107 (1999) Mongol Mass Media LLC: Eagle News TV (2011); FM 91.1 Mongol News Group: TV25 (1996)tv25.mn Salkhi Entertainment: www.1045.mn (2001) Seruuleg Construction: TV8 (2006); FM 104 (1997) Ulaanbaatar Television: UBS TV (1992); VIP 90.5 FM www.ab957.mn (2009)
Außerhalb der Hauptstadt sind nur relativ wenige Veranstalter ansässig.UNESCO: The Mongolian media landscape: sector analysis (PDF [1,6 MB], April 2007);journalism.mn: ;radio-asia.org: FM radio stations in Mongolia
mini|MNB-Logo; Textvariante: Auch für den staatlichen Anbieter gab es Veränderungen: Er erhielt 2005 eine neue rechtliche Grundlage = Law of Mongolia on public radio and television (2005) und heißt seitdem Mongolisches Nationales Öffentliches Radio und Fernsehen (; englisch: Mongolian National Broadcaster, MNB).www.mnb.mn Am 1. Mai 2008 startete sein Hörfunkprogramm P3 (seit Einstellung von im Oktober 2017 faktisch das zweite Hörfunkprogramm), am 11. Juli 2011 ein zweites Fernsehprogramm (hier auch Nachrichten auf Burjatisch und Tuwinisch), am 5. März 2018 der Sportkanal MNB , am 20. Dezember 2018 das englischsprachige Fernsehprogramm MNB World und am 25. Mai 2020 der Familienkanal MNB .
Seit 1991 ist MNB Mitglied der ABU, ebenso TV5 seit 2007. 2013 erfolgte der Übergang auf DVB-T2.
Nach einer Erhebung von 2014 lag bei den Nachrichten-Sendungen des Fernsehens MNB vorn; die erfolgreichsten Fernsehserien stammten aus Korea.24th JAMCO Online International Symposium (2016): Mongolian National Public Radio and Television (MNB) and TV viewership report in Mongolia
Einzelnachweise