Public Health Schweiz ist ein nationaler Fachverband, der sich für optimale Rahmenbedingungen für die Gesundheit der Bevölkerung in der Schweiz einsetzt.https://public-health.ch/de/ (abgerufen am 7. August 2017). Der Verein entstand 1972 aus der Fusion der Schweizerischen Gesellschaft für Präventivmedizin und der Schweizerischen Gesellschaft für Sozialmedizin.Jean Martin Schweizerische Ärztezeitung 2013, Vol 94, Nr. 5, S. 198. Er ist eine unabhängige Plattform für Fachfragen im Bereich Public Health.Statuten Public Health Schweiz vom 1. Januar 2016, Artikel 2. Der Verein hatte per 31. Dezember 2024 insgesamt 739 Mitglieder, darunter 610 Einzelmitglieder, 110 Kollektivmitglieder und 19 Gönnermitglieder.Public Health Schweiz Jahresbericht 2024 (PDF; 6,1 MB)

Ziel Public Health Schweiz hat das Ziel, zum Erreichen und Erhalten eines möglichst guten Gesundheitszustands in der Schweiz beizutragen. Die Arbeit des Fachverbands basiert auf wissenschaftlichen Grundlagen und fördert den interprofessionellen und interdisziplinären Austausch zwischen Personen und Organisationen, die sich für die Weiterentwicklung und Verbesserung der öffentlichen Gesundheit in der Schweiz einsetzen.Strategie von Public Health Schweiz (2013), S. 2.

Aktivitäten mini|Bundesrat Alain Berset und Public Health Schweiz-Präsidentin Ursula Zybach an der Swiss Public Health Conference 2016. Public Health Schweiz beteiligt sich an der öffentlichen Diskussion zu Public Health-Themen und bezieht Stellung zu gesundheitspolitischen Ereignissen.Leserbrief von Corina Wirth, Geschäftsführerin von Public Health Schweiz, zum Thema «Rauchen heisst leben», NZZ am Sonntag, 11. Juni 2017. Zudem bietet der Fachverband verschiedene Veranstaltungen, die den gesundheitspolitischen Diskurs fördern und Mitgliedern und anderen im Gesundheitsbereich tätigen Personen die Möglichkeit geben, sich auszutauschen und zu vernetzen. Wichtig sind in diesem Zusammenhang insbesondere die jährlich stattfindende Swiss Public Health Conference und verschiedene Symposien zu Themen der öffentlichen Gesundheit.

Swiss Public Health Conference Die Swiss Public Health Conference ist eine Veranstaltung für Public-Health-Fachleute in der Schweiz. 2016 wurde die Konferenz erstmals gemeinsam von Public Health Schweiz und der Swiss School of Public Health (SSPH+) organisiert. Jedes Jahr wird eine für die öffentliche Gesundheit relevante Thematik aufgegriffen und im Konferenzprogramm umgesetzt.

Symposien Mit den von Public Health Schweiz organisierten Symposien werden aktuelle Themen aufgegriffen und Fachdiskussionen angestossen. Neben Inputs aus Wissenschaft und Berufspraxis bieten diese Veranstaltungen die Möglichkeit, sich zu vernetzen.. Pro Mente Sana, 10. Juli 2017.

Organisation und Struktur Public Health Schweiz setzt sich aus den folgenden Organen zusammen: Mitgliederversammlung, Fachrat, Vorstand, Fachgruppen und Revisionsstelle. Die operative Leitung von Public Health Schweiz wird von der Geschäftsstelle übernommen, die die jeweiligen Organe in der Umsetzung ihrer Beschlüsse unterstützt.Statuten Public Health Schweiz vom 1. Januar 2016, Artikel 22. Aktuelle Präsident von Public Health Schweiz ist seit Juni 2022 Thomas Steffen.

Die Fachgruppen sind Zusammenschlüsse von Mitgliedern von Public Health Schweiz, die ein Fachthema, eine berufliche Funktion oder einen beruflichen Abschluss gemeinsam haben. Sie erarbeiten Grundlagendokumente, arbeiten mit externen Organisationen zusammen und geben bei Public Health Schweiz fachrelevante Inputs für Stellungnahmen, Diskussionen und weitere Aktivitäten.Statuten Public Health Schweiz vom 1. Januar 2016, Artikel 23ff. Inhaltliche Schwerpunkte der Fachgruppen sind Epidemiologie, Ernährung, Kinder- und Jugendgesundheit, Mental Health, Gesundheitsförderung und Global Health.

Geschichte Die öffentliche Gesundheit hat in der Schweiz eine lange Tradition, die bis in die Zeit der Aufklärung zurückgeht. 1761 veröffentlichte der Lausanner Arzt Auguste Tissot das Werk Avis au peuple sur sa santé, das sich in Folge in ganz Europa verbreitete und in 17 Sprachen übersetzt wurde. Der Zürcher Stadtarzt Hans Caspar Hirzel brachte das Buch 1762 in deutscher Übersetzung unter dem Titel Anleitung für das Landvolk in Absicht auf seine Gesundheit heraus.Brigitte Ruckstuhl, Elisabeth Ryter: Von der Seuchenpolizei zu Public Health. Öffentliche Gesundheit in der Schweiz seit 1750. Chronos Verlag, Zürich 2017, ISBN 978-3-0340-1388-8, S. 19. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich langsam die professionalisierte akademische Medizin. Zwischen 1860 und 1910 war die Hochblüte der Hygiene und daraus entwickelte sich das Fach der öffentlichen Gesundheitspflege. Seine Vertreter gründeten schon früh eigene Fachgesellschaften. 1899 wurde die Schweizerische Gesellschaft für Schulgesundheitspflege gegründet.Ruckstuhl, S. 106 Aus dieser Vorläuferorganisation entstand 1920 die Schweizerische Gesellschaft für Gesundheitspflege, daraus später die Schweizerische Gesellschaft für Präventivmedizin. Diese fusionierte 1972 mit der Schweizerischen Gesellschaft für Sozialmedizin zur Schweizerischen Gesellschaft für Sozial- und Präventivmedizin. Sie wurde 1996 zur Schweizerischen Gesellschaft für Prävention und Gesundheitswesen und 2005 zu Public Health Schweiz.Ignazio Cassis, Markus Kaufmann: Schweiz. Ärztezeitung 2005; 86: Nr. 24, S. 1446.

Weblinks Webseite Public Health Schweiz Public Health Schweiz auf myScience.ch

Einzelnachweise

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