Viișoara [] (veraltet Agârbiciu; , ) ist eine Gemeinde im Kreis Cluj in der Region Siebenbürgen in Rumänien.

Geographische Lage miniatur|links|Lage der Gemeinde Viișoara im Kreis Cluj Die Gemeinde Viișoara besteht aus zwei Dörfer und liegt östlich des Flusses Arieș auf einer Fläche von etwa 6100 Hektar im Westen des Siebenbürgischen Beckens im Südosten des Kreises Cluj. Das Gemeindezentrum befindet sich am Fluss Arieș und an der Kreisstraße (Drum județean) DJ 150, welche von der Nationalstraße DN 15 in Câmpia Turzii (Jerischmarkt) abzweigt. Der Ort Viișoara liegt zwei Kilometer nordöstlich von der Stadt Câmpia Turzii; von der Kreishauptstadt Cluj-Napoca (Klausenburg) etwa 40 Kilometer südwestlich entfernt.

Geschichte Der Ort Viișoara wurde erstmals, nach unterschiedlichen Angaben, 1311Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2. oder 1318 unter der Bezeichnung EgerhegyAngaben auf der Website der Gemeinde, abgerufen am 19. August 2017 (rumänisch). urkundlich erwähnt. Archäologische Grabungen, drei Kilometer nördlich von Viișoara auf dem Areal von den Einheimischen Dealului Bărbos (ung. Szakálashegy) genannt, deutet nach Angaben von J. Téglás auf eine Besiedlung der Region in die Römerzeit zurück. Weitere Funde aus dem gleichen Zeitraum wurden bei La Cărămidă (ung. Téglásfar) und am Fuße des Berges Dealul cu foc (ung. Égöfö) gemacht.Repertoriul Arheologic al României – Viișoara, abgerufen am 18. August 2023 (rumänisch). Im eingemeindeten Dorf Urca (ung. Mezőörke) wurde nach Angaben von M. Roska ein archäologischer Fund aus der Spätbronzezeit gemacht.Repertoriul Arheologic al României – Urca, abgerufen am 18. August 2023 (rumänisch).

Im Mittelalter war das heutige Viișoara von Magyaren besiedelt und gehörte zum Herrenhof im heutigen Dorf Luncani. Um 1600 wurde der Ort zerstört, 1617 siedelte der siebenbürgische Fürst Gabriel Bethlen hier 36 Hofreiter mit militärischen Freiheiten an. 1764 wurde der Ort vom Husarengrenzregiment einverleibt, 1850 wurde dessen Jahrmarktsrecht an die heutige Kleinstadt Luduș übergeben.

Im Königreich Ungarn gehörte die heutige Gemeinde dem Stuhlbezirk Torda in der Gespanschaft Torda-Aranyos, anschließend dem historischen Kreis Turda und ab 1950 dem heutigen Kreis Cluj an.

Bevölkerung Die Bevölkerung der Gemeinde entwickelte sich wie folgt: VolkszählungVarga E. Árpád: Volkszählungen 1850–2002 bei kia.hu, letzte Aktualisierung am 2. November 2008 (PDF; 1 MB; ungarisch). Ethnie Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche Andere 1850 2951 1431 1231 2 285 1930 4673 2644 1716 6 307 1977 7098 4951 1811 - 336 2002 5852 3858 1417 1 576 2011 5493 3501 1229 - 763 (Roma 486) 2021 5668 3505 931 2 1230 (Roma 854) Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde die höchste Einwohnerzahl 1977, gleichzeitig die der Rumänen ermittelt. Die höchste Bevölkerungszahl der Magyaren (1842) wurde 1966, die der Roma 2021 und die der Rumäniendeutsche (74) 1890 registriert.

Sehenswürdigkeiten Die reformierte Kirche in Viișoara, errichtet im 18. Jahrhundert, steht unter Denkmalschutz.Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (rumänisch; PDF; 12,7 MB)

Weblinks

Viișoara bei ghidulprimariilor.ro Viișoara auf der Website des Kreisrates von Cluj

Einzelnachweise

Kategorie:Ersterwähnung im 14. Jahrhundert