Gaius Papirius Carbo Arvina († 82 v. Chr.) war ein römischer Politiker zu Beginn des 1. Jahrhunderts v. Chr.

Er war der Sohn des gleichnamigen Konsuls und ein unerschütterlicher Vertreter der Aristokratie. Als solcher arbeitete er gegen die Reformversuche der Kreise um Marcus Livius Drusus und Lucius Licinius Crassus.

Carbo amtierte im Jahr 90 v. Chr. als Volkstribun. Die lex Plautia Papiria, die ihm manchmal zugeschrieben wird, wurde erst im Folgejahr 89 v. Chr. von seinem gleichnamigen Vetter Gaius Papirius Carbo eingebracht. Im Jahr 83 v. Chr. war Carbo Arvina vermutlich Praetor.T. Robert S. Broughton: The Magistrates of the Roman Republic. Band 2: 99–31 B.C. (= Philological Monographs. Band 15,2). American Philological Association, New York 1952, S. 63 und Anmerkung 3 auf S. 65. Wie sein Vater wird er als ein ausgezeichneter Redner geschildert. Er wurde von Anhängern des Gaius Marius 82 v. Chr. getötet.

Quellen Cicero, Pro Archia 4 Velleius Paterculus: Römische Geschichte. Historia Romana. Übersetzt und lateinisch/deutsch herausgegeben von Marion Giebel. Reclam, Stuttgart 2004, ISBN 3-15-008566-7, Stelle 2, 26 (lateinischer Text mit englischer Übersetzung). Appian: Bürgerkriege. Deutsche Übersetzung: Römische Geschichte, Teil 2: Die Bürgerkriege. Herausgegeben von Otto Veh/Wolfgang Will. Stuttgart 1989, ISBN 3-7772-8915-9, Stelle 1, 88 (englische Übersetzung).

Literatur

Wolfram Letzner: Lucius Cornelius Sulla. Versuch einer Biographie. Münster u. a. 2000, ISBN 3-8258-5041-2, S. 120.

Einzelnachweise

Kategorie:Volkstribun Kategorie:Politiker (Römische Republik) Carbo Arvina, Gaius Papirius Kategorie:Geboren im 2. Jahrhundert v. Chr. Kategorie:Gestorben 82 v. Chr. Kategorie:Mann