mini|Étienne Maria und Christine Louise Kolbe, Doppelporträt der Geschwister durch ihren Vater, Heinrich Christoph Kolbe, um 1820, Von der Heydt-Museum, Wuppertal Étienne Maria Kolbe, auch Maria Stephan Kolbe (* 1. Januar 1809 in Paris;Thea Vignau-Wilberg: Spätklassizismus und Romantik. Vollständiger Katalog. Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Gemäldekataloge, Band IV, Hirmer, München 2003, ISBN 3-7774-8520-9, S. 287. † 21. Oktober 1834 in Elberfeld, heute Wuppertal), war ein deutscher Porträtmaler.

Leben Kolbe, einziger Sohn des Porträtmalers Heinrich Christoph Kolbe und dessen französischer Ehefrau Marie Thérèse, geborene Planchon,Walter Cohen: Rheinische Malerei in der Biedermeierzeit. Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf 1926, S. 35. kam 1811 als Kleinkind mit seinen Eltern und seiner Schwester Christine Louise (1807–1855) aus Paris nach Düsseldorf, wo die Familie ein Haus in der Carlstadt bezog. Ersten Malunterricht dürfte er bereits als Knabe von seinem Vater, der ein bekannter Bildnismaler des Rheinlandes war, erhalten haben.Bettina Baumgärtel, Sabine Schroyen, Lydia Immerheiser, Sabine Teichgröb: Verzeichnis der ausländischen Künstler und Künstlerinnen. Nationalität, Aufenthalt und Studium in Düsseldorf. In: Bettina Baumgärtel (Hrsg.): Die Düsseldorfer Malerschule und ihre internationale Ausstrahlung 1819–1918. Michael Imhof Verlag, Petersberg 2011, ISBN 978-3-86568-702-9, Band 1, S. 434. Nach der Schulausbildung besuchte er in den Jahren 1829 bis 1831 die Kunstakademie Düsseldorf, wo er unter seinem Vater die 2. Malklasse besuchteVgl. Nr. 7716–7718 im , Webseite im Portal archive.nrw.de (Landesarchiv Nordrhein-Westfalen). und sich zu einem Porträtmaler entwickelte. In den Jahren 1831/1832 diente er als Einjährig-Freiwilliger beim preußischen Militär, aus dem er als Fähnrich der Reserve entlassen wurde. Da Kolbe bereits am 21. Oktober 1834 in Elberfeld an einem „Nervenfieber“,Nordrhein-Westfälisches Personenstandsarchiv Rheinland, Brühl, Standesamt Wuppertal-Elberfeld, Sterbeurkunde Nr. 1087 vom 21. Oktober 1834; Todesanzeige in der Elberfelder Zeitung vom 22. Oktober 1834. wohl Typhus, starb, ist sein Œuvre klein. Es wird vermutet, dass Kolbe zuletzt anstelle seines erkrankten Vaters Porträtaufträge ausführte.Horst Heidermann: Heinrich Christoph Kolbe und die Bildnismaler des Wuppertaler Bürgertums. Beitrag in der Zeitschrift Geschichte im Wuppertal, Jg. 18, S. 32, veröffentlicht im Portal bgv-wuppertal.de (; 418 kB), abgerufen am 18. August 2017. 1832 schuf er das Bildnis Frau Schreiner, heute Museum Kunstpalast, um 1833 ein Bildnis seines Vaters.Martina Sitt: Auch ein Bild braucht einen Anwalt. Walter Cohen – Leben zwischen Kunst und Recht. Deutscher Kunstverlag, München 1994, S. 92. Dessen klassizistische Porträtauffassung Davidscher Prägung setzte Kolbe bei gleichzeitiger Verfeinerung der Technik fort.Kolbe, Etienne Maria. In: Wolfgang Hütt: Die Düsseldorfer Malschule 1819–1869. E. A. Seemann, Leipzig 1984, S. 286.

Literatur

Weblinks Etienne Maria Kolbe, Werke in den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen

Einzelnachweise

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