Ciesina [] () ist ein Dorf in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren, das zur Gmina Pisz (Stadt- und Landgemeinde Johannisburg) im Powiat Piski (Kreis Johannisburg) gehört.
mini|Dorfausfahrt Ciesina Geographische Lage Ciesina liegt am Südrand der Johannisburger Heide () im östlichen Süden der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 24 Kilometer südwestlich der Kreisstadt Pisz ().
Geschichte Im Jahr 1758 wurde das nach 1820 Erdtmann genannte DorfDietrich Lange: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Erdmannen als Schatullsiedlung gegründet.Erdmannen bei Familienforschung Sczuka Zwischen 1874 und 1945 war das Dorf in den Amtsbezirk Turoscheln () eingegliedert.Rolf Jehke: Amtsbezirk Turoscheln/Mittenheide Er gehörte – umbenannt 1938 in Amtsbezirk Mittenheide – zum Kreis Johannisburg im Regierungsbezirk Gumbinnen (ab 1905 Regierungsbezirk Allenstein) in der preußischen Provinz Ostpreußen.
Am 28. Juli 1875 schlossen sich die Nachbargemeinden Hirschtal (polnisch Jelonek) und Erdmannen zur neuen Landgemeinde Erdmannen zusammen. Die Einwohnerzahl im Jahr 1910 betrug 501, im Jahr 1933 noch 420 und 1939 nur noch 387.
Aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags stimmte die Bevölkerung im Abstimmungsgebiet Allenstein, zu dem Erdmannen, am 11. Juli 1920 über die weitere staatliche Zugehörigkeit zu Ostpreußen (und damit zu Deutschland) oder den Anschluss an Polen ab. In Erdmannen stimmten 360 Einwohner für den Verbleib bei Ostpreußen, auf Polen entfielen keine Stimmen.Herbert Marzian, Csaba Kenez: „Selbstbestimmung für Ostdeutschland – Eine Dokumentation zum 50 Jahrestag der ost- und westpreussischen Volksabstimmung am 11. Juli 1920“; Herausgeber: Göttinger Arbeitskreis, 1970, S. 73
Im Jahr 1945 wurde in Kriegsfolge das gesamte südliche Ostpreußen an Polen überstellt. Davon war auch Erdmannen betroffen und erhielt die polnische Namensform Ciesina. Heute ist das Dorf Sitz eines SchulzenamtesSołtysi w Gminie Pisz () und somit eine Ortschaft im Verbund der Stadt- und Landgemeinde Pisz (Johannisburg)im Powiat Piski (Kreis Johannisburg), bis 1998 der Woiwodschaft Suwałki, seitdem der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig. Die Einwohnerzahl belief sich 2011 auf 234.Ciesina bei Polska w liczbach
Religion Kirche mini|Verwaiste Grabstelle auf dem aus deutscher Zeit stammenden Friedhof in Ciesina Erdmannen war bis 1945 in die evangelische Kirche TuroschelnWalther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente. Göttingen 1968, S. 492. (1938–1945 Mittenheide, ) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Evangelischen Kirche der Altpreußischen Union sowie in die römisch-katholische Kirche Johannisburg im Bistum Ermland eingepfarrt.
Heute gehört Ciesina katholischerseits zur Pfarrkirche Turośl im Bistum Ełk der Römisch-katholischen Kirche in Polen. Die evangelischen Einwohner orientieren sich zur Kirchengemeinde in der Stadt Pisz innerhalb der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.
Schule Im Jahre 1763 wurde Erdmannen Schulort.
Verkehr Ciesina liegt an einer Nebenstraße, die von Rozogi (Friedrichshof) über Kwiatuszki Wielkie (Groß Blumenau) nach Karpa (Karpa, 1938–1945 Karpen) führt. Innerorts endet eine von Rosocha (Jägerswalde) über Karwica Mazurska (Bahnhof Kurwien) kommende Nebenstraße. Eine Bahnanbindung besteht nicht.
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Einzelnachweise
Kategorie:Gemeindegründung 1758 Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Pisz