Straßenhof (fränkisch: SchdrasahofE. Fuchshuber: Uffenheim, S. 194. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „šdrasɘhōf“.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Obernzenn im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern). Straßenhof liegt in der Gemarkung Urphertshofen.

Geografie Der Weiler ist ringsum von Wald umgeben: Im Nordwesten Obernzenner Gemeindewald, im Südwesten Haidschlag, im Süden Altenschlag, im Osten Furtholz. Straßenhof liegt an der Staatsstraße 2245, die nach Oberdachstetten zu einer Anschlussstelle der Bundesstraße 13 (2,7 km südwestlich) bzw. nach Wippenau führt (3,5 km südöstlich).

Geschichte Straßenhof wurde 1755 von der Familie Seckendorff-Aberdar an der alten Handelsstraße von Nürnberg nach Rothenburg, der sog. „Hochstraße“, erbaut. 1770 wurde dieser an Johann Dößler verkauft. 1852 kaufte die Familie Seckendorff-Gutend den Straßenhof für 10.000 Gulden. Der Straßenhof diente als Herberge für Reisende.E. Fuchshuber: Uffenheim, S. 194.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Straßenhof zwei Anwesen. Das Hochgericht übte das Rittergut Obernzenn aus. Grundherren waren das Rittergut Obernzenn-Gutend (1 Haus) und das Rittergut Obernzenn-Aberdar (1 Haus).H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim. S. 133.

Im Rahmen des Gemeindeediktes wurde Straßenhof dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Urphertshofen und der 1810 gebildeten Ruralgemeinde Urphertshofen zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3863: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Leutershausen 1810. Zitiert nach Die freiwillige Gerichtsbarkeit hatte bis 1848 über das eine Anwesen das Patrimonialgericht Obernzenn-Aberdar und über das andere Anwesen das Patrimonialgericht Obernzenn-Gutend inne.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 217. Am 1. Januar 1974 wurde Urphertshofen im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Obernzenn eingemeindet.

Ehemaliges Baudenkmal Gasthaus; eingeschossiger verputzter Massivbau des 18. Jahrhunderts von sechs zu drei Achsen mit einseitigem Krüppelwalm; über der Haustür Kartusche mit Seckendorffschem WappenH. K. Ramisch: Landkreis Uffenheim, S. 185. Denkmalschutz mittlerweile aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 11 20 16 14 13 22 14 14 12 9 10HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 2 3 3 3 3 2 4 4Quelle

Religion Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach St. Gertrud (Obernzenn) gepfarrt, die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Dionysius (Virnsberg) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ortsteil von Obernzenn Kategorie:Weiler im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Kategorie:Erbaut in den 1750er Jahren