Dora Hennig (eigentlich Dorothea) (* 1. Juni 1902 in Mainz als Dorothea Maurer; † 11. März 1989 ebenda) war eine deutsche Hausangestellte, Industriearbeiterin und Politikerin (SPD).

Leben Hennig wuchs in der Hafenstraße in Mainz-Neustadt auf und besuchte die Volksschule Mainz. Sie arbeitete dann als Haushaltshilfe. Digitalisat Während des Ersten Weltkriegs war sie Industriearbeiterin in der Rüstungsindustrie und danach bis 1936 in der Metallindustrie tätig. 1925 wurde sie Mitglied im Deutschen Metallarbeiterverbandes. Während des Zweiten Weltkriegs war sie bei der Reichsbahn dienstverpflichtet.

Sie war seit 1927 Mitglied der SPD. 1946 bis 1969 gehörte sie dem Stadtrat von Mainz an. 1951 wurde sie in den zweiten Landtag Rheinland-Pfalz gewählt, dem sie eine Wahlperiode lang bis 1955 angehörte. Im Landtag war sie Mitglied im Ausschuss für Sozialpolitik und Fragen der Vertriebenen und dem Petitionsausschuss. Daneben war sie im Stadtrat für ihre Fraktion im Kulturbereich und der Schulpolitik tätig. Im Jahr 1950 wurde sie als eine von drei Frauen in den Bezirksvorstand Rheinhessen der SPD gewählt und hatte den Vorsitz im Bezirksfrauenausschuss, dem Vorläufer der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) inne. Sie engagierte sich weiter in der Arbeiterwohlfahrt.

Auszeichnungen Freiherr-vom-Stein-Plakette (1962) Gutenberg-Statuette (1967) Ehrenring der Stadt Mainz (1969)

Literatur Der Präsident des Landtags Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Die Stellvertreter des freien Volkes: Die Abgeordneten der Beratenden Landesversammlung und des Landtags Rheinland-Pfalz von 1946 bis 2015, 2016, ISBN 3-658-04751-8, S. 285–286.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Landtagsabgeordneter (Rheinland-Pfalz) Kategorie:Stadtrat (Mainz) Kategorie:SPD-Mitglied Kategorie:Politiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Ehrenringträger der Stadt Mainz Kategorie:Träger der Freiherr-vom-Stein-Plakette (Rheinland-Pfalz) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1902 Kategorie:Gestorben 1989 Kategorie:Frau