Hechelbach (fränkisch: HächlbaE. Fuchshuber: Uffenheim, S. 83. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „hæχlbɒ“.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Obernzenn im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern). Hechelbach liegt in der Gemarkung Unteraltenbernheim.

Geografie Durch das Dorf fließt der Hechelbach, ein linker Zufluss der Zenn. Unmittelbar westlich des Ortes grenzt das Waldgebiet Herrlohe an, 0,5 km südwestlich liegt der Weinberg, 0,75 km nordwestlich liegt das Flurgebiet Alte Eiche. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt am Schafhof vorbei nach Limbach (2 km nordwestlich) bzw. nach Unteraltenbernheim zur Staatsstraße 2413 (0,9 km südlich).

Geschichte Der Ort wurde in einer Schenkungsurkunde aus dem Jahr 1294 als „Hegelbach“ erstmals erwähnt, als Konrad IV. von Nürnberg und seine Frau Agnes dem Deutschen Orden die Burg Virnsberg mit Eingehörungen, darunter auch Hechelbach, übereignete. Der Ort bestand ursprünglich aus drei großen Höfen. Erst 1879 wurden durch Erbteilung zwei dieser Höfe in neun Hofstellen zerschlagen. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname Hegilo.E. Fuchshuber: Uffenheim, S. 83 f.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Hechelbach acht Anwesen (3 Höfe, 4 Lehen, Gemeindehaus). Das Hochgericht übte das Obervogteiamt Virnsberg aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte die Deutschordenskommende Virnsberg.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 100.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Hechelbach dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Oberaltenbernheim und der 1811 gebildeten Ruralgemeinde Oberaltenbernheim zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde es in die neu gebildete Ruralgemeinde Unteraltenbernheim umgemeindet.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 216. Am 1. Mai 1978 wurde Hechelbach im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Obernzenn eingemeindet.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 55 61 68 59 54 57 49 68 47 48 48HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 12 9 12 11 10 9 9 11Quelle

Religion Der Ort ist evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Martin (Unteraltenbernheim) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Mariä Himmelfahrt (Sondernohe) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ortsteil von Obernzenn Kategorie:Ort im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Kategorie:Ersterwähnung 1294