Medaillenspiegel (Endstand) Pl. Land G S B Su. Vollständiger Medaillenspiegel

Die 19. Leichtathletik-Weltmeisterschaften fanden vom 19. bis 27. August 2023 in der ungarischen Hauptstadt Budapest statt. Schauplatz der Wettkämpfe war primär das Nemzeti Atlétikai Központ. Die beiden Marathonläufe sowie die Wettbewerbe im Gehen wurden in den Straßen Budapests ausgetragen. Die Streckenverläufe wurden so gestaltet, dass sie an zahlreichen Sehenswürdigkeiten der ungarischen Hauptstadt vorbeiführten. Deutschland konnte bei den Weltmeisterschaften erstmals keine Medaille gewinnen.

Vergabe Neben Budapest hatten das spanische Sevilla und die kenianische Hauptstadt Nairobi Interesse an der Ausrichtung der Veranstaltung bekundet. In Nairobi waren im Juli 2017 die U18-Weltmeisterschaften ausgetragen worden, zahlreiche Nationen hatten unter anderem aufgrund von Sicherheitsbedenken jedoch auf einen Start verzichtet. Der Präsident des Afrikanischen Leichtathletikverbandes Hamad Kalkaba Malboum hatte dem Präsidenten des Leichtathletikweltverbandes Sebastian Coe Pläne vorgestellt, die Leichtathletik-Weltmeisterschaften demnächst auf dem afrikanischen Kontinent auszutragen, wobei er Algerien, Ägypten, Kenia, Marokko, Nigeria und Südafrika für wirtschaftlich stark genug hielt, ein solches Sportereignis zu organisieren. Kalkaba Malboum war allerdings der Ansicht, dass 2023 noch zu früh für eine solche Austragung sei, aber das Jahr 2025 könne dafür in Frage kommen. Im Juli 2022 erhielt dann jedoch Tokio den Zuschlag für die Ausrichtung der Weltmeisterschaften 2025.Tokyo to host 2025 World Athletics Championships, Leichtathletikweltverband am 14. Juli 2022, worldathletics.org (englisch), abgerufen am 4. September 2023

Anfang Dezember 2018 vergab der Weltleichtathletikverband die Weltmeisterschaften an Budapest.Athletics: Budapest to host 2023 world championships, Reuters am 4. Dezember 2018, reuters.com (englisch), abgerufen am 31. August 2023

Teilnehmer Für die 49 Wettbewerbe wurden 2187 Athleten und Athletinnen aus 202 Ländern gemeldet, aus Deutschland nahmen 73 Athleten und Athletinnen teil. Teilnehmer aus Russland und Belarus wurden aufgrund des Ukrainekrieges nicht zur Teilnahme zugelassen.

Teilnehmende Nationen

Stadion Im Süden Budapests wurde für die Weltmeisterschaften das Nemzeti Atlétikai Központ gebaut, das 37.326 Zuschauer fasst.

Wettbewerbe Im Wettkampfprogramm gab es keine Veränderungen gegenüber den vorangegangenen Weltmeisterschaften in Eugene. Eine Disziplin – das Gehen über 35 Kilometer – wurde für Frauen und Männer auf derselben Strecke gemeinsam ausgetragen.

So gab es weiterhin 49 Wettbewerbe, je 24 für Frauen und Männer sowie einen Mixed-Wettbewerb.

Wettkampfplan Mmorgens Aabends Q Qualifikation V Vorlauf ½ Halbfinale F Finale

+ Männer Datum → Sa19. So20. Mo21. Di22. Mi23. Do24. Fr25. Sa26. So27. Wettkampf ↓ M A M A A A M A M A M A M A M A 100 m Q V ½ F 200 m V ½ F 400 m V ½ F 800 m V ½ F 1500 m V ½ F 5000 m V F 10.000 m F Marathon F 110 m Hürden V ½ F 400 m Hürden V ½ F 3000 m Hindernis V F 4 × 100 m V F 4 × 400 m V F 20 km Gehen F 35 km Gehen F Weitsprung Q F Dreisprung Q F Hochsprung Q F Stabhochsprung Q F Kugelstoßen Q F Diskuswurf Q F Hammerwurf Q F Speerwurf Q F Zehnkampf F F+ Frauen Datum → Sa19. So20. Mo21. Di22. Mi23. Do24. Fr25. Sa26. So27. Wettkampf ↓ M A M A A A M A M A M A M A M A 100 m V ½ F 200 m V ½ F 400 m V ½ F 800 m V ½ F 1500 m V ½ F 5000 m V F 10.000 m F Marathon F 100 m Hürden V ½ F 400 m Hürden V ½ F 3000 m Hindernis V F 4 × 100 m V F 4 × 400 m V F 20 km Gehen F 35 km Gehen F Weitsprung Q F Dreisprung Q F Hochsprung Q F Stabhochsprung Q F Kugelstoßen Q F Diskuswurf Q F Hammerwurf Q F Speerwurf Q F Siebenkampf F F

+ Mixed Datum → Sa19. So20. Mo21. Di22. Mi23. Do24. Fr25. Sa26. So27. Wettkampf ↓ M A M A A A M A M A M A M A M A 4 × 400 m V F

Sportliche Leistungen Das Leistungsniveau war auch bei diesen Weltmeisterschaften ausgesprochen hoch. Es gab einen neuen Weltrekord: 4-mal-400-Meter-Staffel, Mixed: 3:08,80 min – USA (Justin Robinson, Rosey Effiong, Matthew Boling, Alexis Holmes), Finale Außerdem wurden in sieben Wettbewerben neun Kontinentalrekorde aufgestellt: 400-Meter-Lauf, Männer: 44,26 s (Europarekord) – Matthew Hudson-Smith (Großbritannien), Halbfinale 4-mal-400-Meter-Staffel, Männer: 2:59,05 min (Asienrekord) – Indien (Muhammed Anas, Amoj Jacob, Muhammed Ajmal Variyathodi, Rajesh Ramesh), Vorlauf Stabhochsprung, Männer: 6,00 m (Asienrekord) – Ernest John Obiena (Philippinen), Finale 400-Meter-Hürdenlauf, Frauen: 53,56 s (Asienrekord) – Kemi Adekoya (Bahrain), Vorlauf 400-Meter-Hürdenlauf, Frauen: 53,39 s (Asienrekord) – Kemi Adekoya (Bahrain), Halbfinale 400-Meter-Hürdenlauf, Frauen: 53,09 s (Asienrekord) – Kemi Adekoya (Bahrain), Finale 4-mal-100-Meter-Staffel, Frauen: 41,90 min (Afrikarekord) – Elfenbeinküste (Murielle Ahouré-Demps, Marie-Josée Ta Lou, Jessika Gbai, Maboundou Koné), Vorlauf 20-km-Gehen, Frauen: 1:27:16 h (Ozeanienrekord) – Jemima Montag (Australien) Speerwurf, Frauen: 65,47 m (Südamerikarekord) – Flor Ruíz (Kolumbien), Finale Des Weiteren gab es in fünfzehn Disziplinen sechzehn Weltjahresbestleistungen. In elf Wettbewerben wurden dreizehn Weltmeisterschaftsrekorde aufgestellt. In 25 Disziplinen waren 56 neue oder egalisierte Landesrekorde zu verzeichnen. Zwei Sportler und vier Sportlerinnen gewannen mehr als einen Weltmeistertitel: Noah Lyles (USA) – 100-Meter-Lauf, 200-Meter-Lauf und 4-mal-100-Meter-Staffel Álvaro Martín (Spanien) – 20-km-Gehen und 35-km-Gehen Sha'Carri Richardson (USA) – 100-Meter-Lauf und 4-mal-100-Meter-Staffel Faith Kipyegon (Kenia) – 1500-Meter-Lauf und 5000-Meter-Lauf Femke Bol (Niederlande) – 400-Meter-Hürdenlauf und 4-mal-400-Meter-Staffel der Frauen María Pérez García (Spanien) – 20-km-Gehen und 35-km-Gehen Folgende Sportler hatten bereits früher Gold bei Weltmeisterschaften errungen: Noah Lyles (USA) – 200-Meter-Lauf, Wiederholung seiner Erfolge von 2019 und 2022/außerdem Weltmeister über 100 Meter 2023 sowie mit der 4-mal-100-Meter-Staffel 2019 und 2023 – damit jetzt sechsfacher Weltmeister Yulimar Rojas (Venezuela) – Dreisprung, Wiederholung ihrer Erfolge von 2017, 2019 und 2022 – damit jetzt vierfache Weltmeisterin Shericka Jackson (Jamaika) – 200-Meter-Lauf, Wiederholung ihres Erfolgs von 2019/außerdem Weltmeisterin mit der 4-mal-400-Meter-Staffel der Frauen 2015 sowie mit der 4-mal-100-Meter-Staffel 2019 – damit jetzt vierfache Weltmeisterin Faith Kipyegon (Kenia) – 1500-Meter-Lauf, Wiederholung ihrer Erfolge von 2017 und 2022/außerdem 2023 Weltmeisterin über 5000 Meter – damit jetzt vierfache Weltmeisterin Joshua Cheptegei (Uganda) – 10.000-Meter-Lauf, Wiederholung seiner Erfolge von 2019 und 2022 – damit jetzt dreifacher Weltmeister Grant Holloway (USA) – 110-Meter-Hürdenlauf, Wiederholung seiner Erfolge von 2019 und 2022 – damit jetzt dreifacher Weltmeister Karsten Warholm (Norwegen) – 400-Meter-Hürdenlauf, Wiederholung seiner Erfolge von 2017 und 2019 – damit jetzt dreifacher Weltmeister Jakob Ingebrigtsen (Norwegen) – 5000-Meter-Lauf, Wiederholung seines Erfolgs von 2022 – damit jetzt zweifacher Weltmeister Soufiane el-Bakkali (Marokko) – 3000-Meter-Hindernislauf, Wiederholung seines Erfolgs von 2022 – damit jetzt zweifacher Weltmeister Armand Duplantis (Schweden) – Stabhochsprung, Wiederholung seines Erfolgs von 2022 – damit jetzt zweifacher Weltmeister Ryan Crouser (USA) – Kugelstoßen, Wiederholung seines Erfolgs von 2022 – damit jetzt zweifacher Weltmeister Katie Moon (USA) – Stabhochsprung, Wiederholung ihres Erfolgs von 2022 – damit jetzt zweifache Weltmeisterin Chase Ealey (USA) – Kugelstoßen, Wiederholung ihres Erfolgs von 2022 – damit jetzt zweifache Weltmeisterin Daniel Ståhl (Schweden) – Diskuswurf, Wiederholung seines Erfolgs von 2019 – damit jetzt zweifacher Weltmeister Katarina Johnson-Thompson (Großbritannien) – Siebenkampf, Wiederholung ihres Erfolgs von 2019 – damit jetzt zweifache Weltmeisterin Danielle Williams (Jamaika) – 100-Meter-Hürdenlauf, Wiederholung ihres Erfolgs von 2015 – damit jetzt zweifache Weltmeisterin Gudaf Tsegay (Äthiopien) – 10.000-Meter-Lauf/außerdem 2022 Weltmeisterin über 5000 Meter – damit jetzt zweifache Weltmeisterin Marileidy Paulino (Dominikanische Republik) – 400-Meter-Lauf/2022 außerdem Siegerin mit der 4-mal-400-Meter-Mixed-Staffel – damit jetzt zweifache Weltmeisterin Vernon Norwood (USA) – 4-mal-400-Meter-Staffel der Männer, Wiederholung seines Erfolgs von 2022 – damit jetzt zweifacher Weltmeister Trevor Bassitt (USA) – 4-mal-400-Meter-Staffel der Männer, Wiederholung seines Erfolgs von 2022 – damit jetzt zweifacher Weltmeister Rai Benjamin (USA) – 4-mal-400-Meter-Staffel der Männer, Wiederholung seines Erfolgs von 2019 – damit jetzt zweifacher Weltmeister

Vorbemerkung zu den Resultaten Die Zeiten, Weiten und Punkte der jeweils acht Disziplinbesten sind in den folgenden Tabellen wie üblich aufgeführt.

Zusätzlich sind Besonderheiten mit verschiedenen Kürzeln benannt: : Weltrekord : Championshiprekord Kontinentalrekorde (: area records) – AS: Asienrekord/SR: Südamerikarekord/OZ: Ozeanienrekord : nationaler Rekord DR: deutscher Rekord : Weltjahresbestleistung e: egalisiert : disqualifiziert : nicht am Start (did not start) : Wettkampf nicht beendet (did not finish) NM: ohne gültigen Versuch nicht in der Wertung (no measure) w: Rückenwindunterstützung über dem erlaubten Limit von 2,0 m/s IWR: Internationale Wettkampfregeln TR: Technische Regeln Mit übernommen aus den Quellenangaben wurden auch personenbezogene Bestleistungen: : persönliche Bestleistung : Saisonbestleistung In Bezug auf die personenbezogenen Bestleistungen besteht Unsicherheit, ob diese auf dem aktuellen Stand sind und den Realitäten entsprechen. Bei den Veranstaltungen vergangener Jahre sind im Hinblick auf diese Angaben viele Fehler aufgetreten, sodass sie in zahlreichen Artikeln zu Leichtathletikveranstaltungen weggelassen wurden. Hier sind sie zumindest zunächst einmal mit aufgelistet.

Resultate Männer 100 m mini|hochkant=1.4|alt=Der dreifache Weltmeister Noah Lyles in Jubelpose|

Platz Athlet Land Zeit (s) 1 Noah Lyles 9,83   2 Letsile Tebogo 9,88  3 Zharnel Hughes 9,88 4 Oblique Seville 9,88 5 Christian Coleman 9,92 6 Abdul Hakim Sani Brown 10,04 7 Ferdinand Omanyala 10,07 8 Ryiem Forde 10,08 Finale: 20. August, 19:10 UhrWind: ±0,0 m/s

Teilnehmer aus deutschsprachigen Ländern: – ausgeschieden im siebten Vorlauf (Rang 41 in 10,31 s/Wind: −0,1 m/s) – ausgeschieden im siebten Vorlauf (Rang 46 in 10,43 s/Wind: −0,1 m/s)

200 m

Platz Athlet Land Zeit (s) 1 Noah Lyles 19,52 2 Erriyon Knighton 19,75 3 Letsile Tebogo 19,81 4 Zharnel Hughes 20,02 5 Kenneth Bednarek 20,07 6 Andre De Grasse 20,14 7 Alexander Ogando 20,23 8 Andrew Hudson 20,40 9 Joseph Fahnbulleh 20,57 Finale: 25. August, 21:54 UhrWind: Wind: −0,1 m/s

Teilnehmer aus deutschsprachigen Ländern: – ausgeschieden im ersten Halbfinale (Rang 21 in 20,67 s/Wind: −0,1 m/s) – ausgeschieden im dritten Vorlauf (Rang 25 in 20,51 s/Wind: −1,4 m/s)

400 m mini|hochkant=1.4|alt=Antonio Watson setzte sich in einem engen Rennen über 400 Meter durch.|

Platz Athlet Land Zeit (s) 1 Antonio Watson 44,22 2 Matthew Hudson-Smith 44,31 3 Quincy Hall 44,37 4 Vernon Norwood 44,39 5 Sean Bailey 44,96 6 Håvard Bentdal Ingvaldsen 45,08 7 Wayde van Niekerk 45,11 Kirani James Finale: 24. August, 21:34 Uhr

Teilnehmer aus deutschsprachigen Ländern: – ausgeschieden im sechsten Vorlauf (Rang 4 in 45,34 s) – ausgeschieden im fünften Vorlauf (Rang 5 in 45,69 s) –

800 m mini|hochkant=1.6|alt=Die Läufer im Finale über 800 Meter|

Platz Athlet Land Zeit (min) 1 Marco Arop 1:44,24 2 Emmanuel Wanyonyi 1:44,53 3 Ben Pattison 1:44,83 4 Adrián Ben 1:44,91 5 Slimane Moula 1:44,95 6 Tshepiso Masalela 1:45,57 7 Bryce Hoppel 1:46,02 Djamel Sedjati Finale: 26. August, 20:32 Uhr

Keine Teilnehmer aus deutschsprachigen Ländern

1500 m