Hörhof (fränkisch: HäahofE. Fuchshuber: Uffenheim, S. 93. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „hęɘhōf“.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Obernzenn im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern). Hörhof liegt in der Gemarkung Unteraltenbernheim.

Geografie Unmittelbar südlich der Einöde mündet der Augraben als linker Zufluss in den Kemmathbach, einen rechten Zufluss der Zenn. 0,5 km südöstlich des Ortes liegt das Waldgebiet Wolfsklinge. Die Kreisstraße AN 21/NEA 38 führt nach Sondernohe (1,2 km südlich) bzw. an der Binsmühle vorbei nach Unteraltenbernheim zur Staatsstraße 2413 (1,5 km nordöstlich).

Geschichte Der Ort wurde 1294 als „zu der Herde“ erstmals urkundlich erwähnt, 1509 erstmals „Hoff zu der Herde“ und 1580 „Hehrhof“. Das Bestimmungswort ist herte (mhd. für Härte, Strenge) und bezieht sich auf die Bodenbeschaffenheit. Tatsächlich befindet sich Hörhof auf einem harten mit Steinen durchsetzten Keuperboden.E. Fuchshuber: Uffenheim, S. 93 f.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Hörhof zur Realgemeinde Limbach. In Hörhof gab es ein Anwesen. Das Hochgericht übte das Obervogteiamt Virnsberg aus. Das Anwesen hatte die Deutschordenskommende Virnsberg als Grundherrn.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 102.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Hörhof dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Sondernohe und der 1811 gebildeten Ruralgemeinde Sondernohe zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde er in die neu gebildete Ruralgemeinde Unteraltenbernheim umgemeindet.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 216. Am 1. Mai 1978 wurde Hörhof im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Obernzenn eingemeindet.

Baudenkmal Feldkapelle

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 7 9 8 9 11 12 6 6 4HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 1 1 1 1 1 1Quelle

Religion Der Ort ist evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Martin (Unteraltenbernheim) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Mariä Himmelfahrt (Sondernohe) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ortsteil von Obernzenn Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Kategorie:Ersterwähnung 1294