Rappenau (fränkisch: RabemahbE. Fuchshuber: Uffenheim, S. 168. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „rabɘmāb“.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Obernzenn im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern). Rappenau liegt in der Gemarkung Oberaltenbernheim.
Geografie Das Dorf liegt am Seebach, einen linken Zufluss der Zenn. 0,5 km nordwestlich des Ortes liegt das Waldgebiet Tellern, 0,75 km nördlich der Birkenschlag, 0,75 km nordöstlich das Flurgebiet Rumser, 1 km östlich befindet sich das Horn (). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Breitenau zur Staatsstraße 2253 (1,7 km westlich) bzw. an der Veitsmühle vorbei nach Oberaltenbernheim zur Staatsstraße 2413 (1,7 km südöstlich). Eine weitere Gemeindeverbindungsstraße verläuft nach Limbach (2,5 km nordöstlich).
Geschichte Der Ort wurde 1260 als „Rappenau“ erstmals urkundlich erwähnt, als Burggraf Konrad I. dem Deutschen Orden die Kirche in Obernzenn und das Dorf Rappenau schenkte. Während des Dreißigjährigen Krieges blieb der Ort weitestgehend verschont.Siehe Website obernzenn.de Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname Rappo.E. Fuchshuber: Uffenheim, S. 168.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Rappenau 18 Anwesen (7 Halbhöfe, 8 Viertelhöfe, 1 Sölde, 1 Lehen, Gemeindehirtenhaus). Das Hochgericht übte das Obervogteiamt Virnsberg aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte die Deutschordenskommende Virnsberg.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 124.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Rappenau dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Oberaltenbernheim und der 1811 gebildeten Ruralgemeinde Oberaltenbernheim zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 214. Am 1. Januar 1972 wurde Rappenau im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Obernzenn umgegliedert.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 91 109 105 123 100 94 90 83 90 89HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 19 19 18 18 19 20 19Quelle Angabe mit 35 Einwohnern und 6 Häusern offensichtlich falsch.
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Gertrud (Obernzenn) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Mariä Himmelfahrt (Sondernohe) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ortsteil von Obernzenn Kategorie:Ort im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Kategorie:Ersterwähnung 1260