Esbach (fränkisch: EsbaE. Fuchshuber: Uffenheim, S. 56. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „esbɒ“.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Obernzenn im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern). Esbach liegt in der Gemarkung Oberaltenbernheim.

Geografie Der Weiler liegt am Brachbach, ein rechter Zufluss der Zenn. 1 km südöstlich des Ortes erhebt sich der Brachberg (). Eine Gemeindeverbindungsstraße verläuft nach Sondernohe zur Kreisstraße AN 21 (2 km südöstlich) bzw. an Brachbach vorbei nach Obernzenn zur Staatsstraße 2253 (2,3 km westlich).

Geschichte Der Ort wurde in einer Schenkungsurkunde aus dem Jahr 1294 als „Espach“ erstmals erwähnt, als Konrad IV. von Nürnberg und seine Frau Agnes dem Deutschen Orden die Burg Virnsberg mit Eingehörungen, darunter auch Esbach, übereignete.Siehe Website www.obernzenn.de Der Ortsname bedeutet Espenwald (Espe + Kollektivsuffix ahi).E. Fuchshuber: Uffenehim, S. 56 f.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bildete Brachbach mit Esbach eine Realgemeinde. In Esbach gab es sechs Anwesen (2 Höfe, 2 Halbhöfe, 1 Viertelhof, 1 Sölde). Das Hochgericht übte das Obervogteiamt Virnsberg aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte die Deutschordenskommende Virnsberg inne.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 95.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Esbach dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Sondernohe und der 1811 gebildeten Ruralgemeinde Sondernohe zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde es nach Oberaltenbernheim umgemeindet.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 214. Am 1. Januar 1972 wurde Esbach im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Obernzenn eingemeindet.

Einwohnerentwicklung von Brachbach und Esbach Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 74 76 70 71 66 71 68 58 59 46 49 HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 13 12 12 13 11 12 11 11Quelle Brachbach: 40 Einwohner, 6 Häuser; Esbach: 36 E., 6 H. Brachbach: 27 Einwohner; Esbach: 19 E. Brachbach: 27 Einwohner, 7 Wohngebäude; Esbach: 22 E., 5 Wgb.

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Gertrud (Obernzenn) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Mariä Himmelfahrt (Sondernohe) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ortsteil von Obernzenn Kategorie:Weiler im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Kategorie:Ersterwähnung 1294