Brachbach (fränkisch: BrochbaE. Fuchshuber: Uffenheim, S. 23. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „bråxbɒ“.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Obernzenn im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern). Brachbach liegt in der Gemarkung Oberaltenbernheim.
Geographie Der Weiler liegt am Brachbach, einem rechten Zufluss der Zenn. Eine Gemeindeverbindungsstraße verläuft an Esbach vorbei nach Sondernohe zur Kreisstraße AN 21 (2,4 km östlich) bzw. nach Obernzenn zur Staatsstraße 2253 (1,7 km westlich). Eine weitere Gemeindeverbindungsstraße führt zur Staatsstraße 2413 (1,2 km nordöstlich) zwischen Unternzenn (1,2 km westlich) und Oberaltenbernheim (0,9 km östlich).
Geschichte Der Ort wurde 1285 im Rothenburger Ächtbuch als „Brapach“ erstmals urkundlich erwähnt.Siehe Website obernzenn.de Das Bestimmungswort des ursprünglichen Gewässernamens ist braht (ahd. für Lärm, Geschrei) oder aber eine Ableitung von brahjan (ahd. für einkerben, zeichnen, markieren). Beides würde eine Eigenschaft des Baches bezeichnen.E. Fuchshuber: Uffenheim, S. 23 f.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bildete Brachbach mit Esbach eine Realgemeinde. In Brachbach gab es sieben Anwesen (3 Höfe, 1 Halbhof, 1 Dreiachtelhof, 1 Sechzehntelhof, Gemeindehirtenhaus). Das Hochgericht übte das Obervogteiamt Virnsberg aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte die Deutschordenskommende Virnsberg inne.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 84.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Brachbach dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Sondernohe und der 1811 gebildeten Ruralgemeinde Sondernohe zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde es nach Oberaltenbernheim umgemeindet.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 214. Am 1. Januar 1972 wurde Brachbach im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Obernzenn eingemeindet.
Einwohnerentwicklung von Brachbach und Esbach Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 74 76 70 71 66 71 68 58 59 46 49 HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 13 12 12 13 11 12 11 11Quelle Brachbach: 40 Einwohner, 6 Häuser; Esbach: 36 E., 6 H. Brachbach: 27 Einwohner; Esbach: 19 E. Brachbach: 27 Einwohner, 7 Wohngebäude; Esbach: 22 E., 5 Wgb.
Ehemalige Baudenkmäler Haus Nr. 10: eingeschossiges, massives, verputztes Wohnstallhaus; im Keilstein des profilierten Hausteintürrahmens Deutschordenskreuz und Bezeichnung „IMLD 1726“H. K. Ramisch: Landkreis Uffenheim, S. 54. Denkmalschutz mittlerweile aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen. Haus Nr. 11: ähnlich Haus Nr. 10; im Sturz des Hausteintürrahmens in Kartusche Deutschordenskreuz und Bezeichnung „I B T B 1724“
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Gertrud (Obernzenn) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Mariä Himmelfahrt (Sondernohe) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ortsteil von Obernzenn Kategorie:Weiler im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Kategorie:Ersterwähnung 1285