Dietrich Heinrich Ehlermannsowie: Dedensen Gümmer / Heimatfreunde auf Exkursion / Freiherr von Rössing kennt die wechselvolle Geschichte des Stemmer Rittergutes, in: Wunstorfer Stadtanzeiger, Ausgabe-Nr. 34A vom 20. August 2009; auf der Seite der Zeitschrift (* circa 1771Landeskirchliches Archiv Hannover, Kirchenkreis Burgwedel, Kirchenbuch Bissendorf 1844–1850, Begräbnisse 1847, Nr. 36 (76 Jahre alt)o.V.: Stemmen auf der Seite barsinghausen.de [o. O., o. D.], zuletzt abgerufen am 14. August 2017; † 17. September 1847 in BissendorfLandeskirchliches Archiv Hannover, Kirchenkreis Burgwedel, Kirchenbuch Bissendorf 1844–1850, Begräbnisse 1847, Nr. 36) war ein Königlich Hannoverscher Oberkommerzienrat, Besitzer des Ritterguts Stemmen, Getreidehändler und Stärkefabrikant.Diedrich Heinrich Kuhlmann: Durch das Ableben des Herrn Ober-Commerzien-Raths D. H. Ehlermann ..., Doppelannonce vom 27. und 28. September 1847 in der Tageszeitung Deutsche Allgemeine Zeitung, Jahrgang 1847, S. 2403;https://books.google.de/books?id=gUxJAAAAcAAJ&pg=PA2403 Digitalisat über Google-Bücher

Leben Bereits kurz nach dem Ende der sogenannten „Franzosenzeit“ und in den frühen Jahren des Königreichs Hannover erwarb der aus Bissendorf in der Wedemark stammendeGustav Stölting, Börries von Münchhausen: Die Rittergüter der Fürstentümer Calenberg, Göttingen und Grubenhagen. Beschreibung, Geschichte, Rechtsverhältnisse und 121 Abbildungen. Auf Beschluß der Ritterschaft und unter Mitwirkung der einzelnen Besitzer (in Frakturschrift), Hannover: Sachse & Heinzelmann, 1912, S. 143–146; Vorschau über Google-Bücher Dietrich Heinrich Ehlermann im Jahr 1816 von einem Mitglied der Familie von Münchhausen das Rittergut Stemmen nebst allem Zubehör für 39.000 Taler.

1817 schenkte Ehlermann der Dorfschaft Bissendorf 400 Reichstaler zur Anstellung eines zweiten Schullehrers für die Jugend, versehen mit einer zwischen Ehlermann und dem örtlichen Pfarrer sowie den Haushaltsvorständen der Dorfgemeinschaft vereinbarten detaillierten Auflage etwa zur Speisung oder Brennstoffversorgung der Lehrer durch die Schüler und Eltern, wobei arme Kinder von "Schulgeld" und anderen Lehrerabgaben befreit sein sollten. In der Folge konnten ab 1817 zwei Lehrer in Bissendorf beschäftigt werden, 1817 an zwei Lehrer, „von denen der eine zugleich Küster und Organist war“.Heinrich Henstorf: Chronik von Bissendorf, Hannover: Verlag Hannoverscher Anzeiger Madsack & Co., 1939; passim; 2. Auflage, zzgl. eines Vorworts von 1985, digitale Neuauflage, hrsg. von Christa und Friedrich Lüddecke, Neustadt/Evensen, 2004; als Word-Dokument auf der Seite wedemark-chroniken.de, zuletzt abgerufen am 15. August 2017

Ebenfalls im Jahr 1818 begann Ehlermann als Montanunternehmer tätig zu werden: Am Stemmer Berg ließ er ein Bergwerk zur Förderung von Steinkohle anlegen. Bei einer ersten Probe-Schurf stießen die von Ehlermann engagierten Bergleute in 45 Metern Tiefe zwar auf ein 29 cm mächtiges und damit immerhin abbauwürdiges Kohlenflöz. Allerdings verfolgte Ehlermann den dortigen Kohlenabbau nicht weiter, erst knapp ein Jahrzehnt später begann der Abbau 1826 von Staats wegen unter Leitung des seinerzeit noch jungen Steigers namens Stopp.

Nunmehr zum Königlichen Oberkommerzienrat ernannt, konnte sich Ehlermann den Erwerbsabsichten des welfischen Königshauses hinsichtlich des Stemmer Rittergutes erfolgreich widersetzen.

In den ersten Jahren der Industrialisierung fand sich bereits 1845 ein Inserat von D. H. Ehlermann & Kuhlmann in der Hannoverschen Zeitung vom 27. November des Jahres:

Das Adreßbuch der königlichen Haupt- und Residenzstadt Hannover für 1847 verzeichnet den Oberkommerzienrat und Inhaber einer Getreidehandlung und Stärkefabrik unter der an der Kreuzkirche Hannovers gelegenen Adresse An der Kreuzkirche 8,Vergleiche das Digitalisat des Adressbuches auf der Seite der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek (GWLB) dieselbe Adresse wie die des in der Firma genannten Mitinhabers Diedrich Heinrich Kuhlmann.Vergleiche die Daten des Adressbuches von 1847

Nachdem Dietrich Heinrich Ehlermann jedoch im September 1847 gestorben war, kündigte Kuhlmann in der Deutschen Allgemeinen Zeitung die „in Gemeinschaft mit den Erben des Verstorbenen“ abgesprochene Liquidation des Unternehmens an, um zum Folgetag, den 28. November 1847, die alleinige Inhaberschaft der unter der Firma D. H. Ehlermann & Kuhlmann fortgeführten Getreide- und Stärkefabrik zu annoncieren.

Einzelnachweise

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