Carl Georg Harald Schenstrøm (* 13. November 1881 in Kopenhagen; † 10. April 1942 ebenda) war ein dänischer Schauspieler. Er wurde in der Rolle des Pat des Komikerduos Pat & Patachon international bekannt.
Leben Carl Schenstrøm entstammte einer Handwerkerfamilie und erlernte den Beruf des Buchbinders. Seine Eltern Jørgen Schenstrøm (1857–1946) und Mathilde Grashoff (1861–1919) wanderten mit ihm um 1890 in die Vereinigten Staaten aus, kehrten aber schon drei Jahre später wieder nach Dänemark zurück. Als Lehrling spielte Carl Schenstrøm in einer Laiengruppe mit. Nach Abschluss der Lehre sprach er bei einem Kopenhagener Theater vor und bekam auch prompt eine Anstellung, die allerdings nur dürftig entlohnt wurde.
Von Kollegen hörte er, dass beim Film Schauspieler für kleinere Nebenrollen gesucht würden, und so gab er 1910 im – allerdings nur mäßig erfolgreichen – Streifen Peder Tordenskjold sein Debüt als Filmschauspieler. Für Schenstrøm war diese Rolle dennoch ein Erfolg: Er erhielt im selben Jahr einen Vertrag bei der Nordisk. Allerdings beschränkten sich seine Engagements zunächst auf Nebenrollen, für die er die Zeit außerhalb der Theatersaison opferte. Er trat unter anderem in August Bloms Atlantis (1913) und neben Asta Nielsen in Holger-Madsens Mod lyset (1919) auf.
1913 entdeckte der Regisseur Lau Lauritzen senior Schenstrøms Talent als Komiker und setzte ihn in einigen seiner Komödien ein. Beide wechselten nach einigen Jahren zur Produktionsgesellschaft Palladium. 1921 wurde das Komikerduo Pat und Patachon (im dänischen Original: Fyrtaarnet und Bivognen) mit dem Stummfilm Film, flirt og forlovelse aus der Taufe gehoben. Lauritzen führte Regie, Carl Schenstrøm spielte den Pat und für die Rolle des Patachon wurde Harald Madsen engagiert. Die Geschichten des Landstreicherpaars wurden in den 1920er und 1930er Jahren zu einem großen internationalen Erfolg. Schenstrøm spielte fortan fast ausschließlich diese Rolle. Sein letzter Film war 1940 I de gode, gamle dage.
Carl Schenstrøm war ab dem 29. Oktober 1910 bis zu seinem Tod mit der aus Frederiksberg stammenden Ellen Butzkowsky (1884–1964) verheiratet. Aus der Ehe ging der Sohn Helge Schenstrøm (1910–1988) hervor. Schenstrøm starb im April 1942 nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 60 Jahren. Seine Grabstätte befindet sich auf dem Bispebjerg-Kirkegard.
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