mini|St. Peter-Paul-Kirche mini|Blick auf die Kirche Die Peter-Paul-Kirche im oberschlesischen Pyskowice (Peiskretscham) ist eine evangelische Filialkirche. Die Kirche im neugotischen Stil stammt aus dem späten 19. Jahrhundert und ist den hll. Peter und Paul geweiht. Die Peter-Paul-Kirche gehört der Evangelisch-Augsburgischen Gemeinde in Gliwice an. Sie liegt an der Ulica Sienkiewicza 8 am südwestlichen Rand der Altstadt.
Geschichte Peiskretscham hatte sich um 1560 der Reformation angeschlossen; die aus dem 15. Jahrhundert stammende Nikolauskirche war bis 1629 evangelisch. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden die Protestanten von Peiskretscham durch Geistliche aus Gleiwitz betreut, später aus Groß Strehlitz. Mit dem Bau einer evangelischen Kirche in Tost im Jahr 1876 wurde eine gemeinsame evangelische Gemeinde für Tost und Peiskretscham gegründet, die zum Kirchenkreis Gleiwitz der Kirchenprovinz Schlesien gehörte. Die Zahl der Protestanten stieg in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stark an.
1894 wurde Grundstein für eine evangelische Kirche in Peiskretscham gelegt. Am 6. Januar 1897 wurde die Kirche durch Generalsuperintendent David Erdmann eingeweiht. Im selben Jahr wurden zwei Glocken in Bochum angefertigt sowie eine Orgel durch die Schweidnitzer Orgelbaufirma Schlag & Söhne eingebaut. Neben der Kirche wurde ein evangelischer Friedhof eingerichtet. 1926 zählte die Stadt 514 Protestanten.
Architektur Die Peter-Paul-Kirche ist ein neogotisches Bauwerk mit einer Fassade aus rotem Ziegelstein mit einem freistehenden Kirchturm.
Literatur Dietmar Neß: Schlesisches Pfarrerbuch. Fünfter Band: Oberschlesien Ostoberschlesien Ostschlesien. Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2015, S. 33 f. 35–38.
Weblinks
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