mini|Die Sugi-Allee zwischen Imaichi und Nikkō Die Nikkō Kaidō () ist eine der Fünf Fernstraßen. Sie nutzt zunächst die Ōshū Kaidō und zweigt von dieser in Utsunomiya ab und endete dann auf einer extra angelegten Straße in Nikkō.

Geschichte Die Straße wurde um 1617 fertig, damit in Nikkō die prächtige Grabanlage Tokugawa Ieyasus leicht besucht werden konnte. Später kam noch die Grabanlage für Tokugawa Iemitsu dazu.

Fürst Matsudaira Masatsuna (; 1576–1648), der den ersten drei Tokugawa-Shogunen u. a. als Kommissar (, Bugyō) für den Bau des Tōshō-gū gedient hatte, ließ 50.000 Sugi pflanzen, um die letzten Kilometer der Straße nach Nikkō damit zu säumen. Heute sind noch 13.600 Bäume mit einem Durchmesser von mindestens 30 cm vorhanden. Die Allee ist weltweit die längste Allee dieser Art und ist in Japan als einziges Objekt doppelt ausgezeichnet, nämlich als Besondere Nationale Geschichtsspur (, Kuni no tokubetsu shiseki) und als Besonderes Naturdenkmal (, Tokubetsu tennen kinenbutsu) registriert.

Stationen mini|Wichtige Edo-zeitliche Landstraßen um/nach Nikkō: Im Osten trennten sich in Utsunomiya die Nikkō Kaidō (in rot) und die Ōshū Kaidō nach Norden; im Süden führte die Nakasendō von der Hauptstadt nach Westen, eine der Nebenrouten war die Nikkō Reiheishi Kaidō, die von Westen in Kuragano von der Nakasendō abzweigte und am Ende der Nibu-dōri () folgte, die in Oyama von der Oshū/Nikkō Kaidō abzweigte. Eine alternative Route von Süden war die Nikkō Wakiōkan („Nikkō-Nebenroute“) von Hachiōji über Tatebayashi an der Nakasendō und dann ab Tomita auf dem gleichen Weg wie die Reiheishi Kaidō nach Nikkō. Nr. Kanji Ort Kreis Provinz heutige Gemeinde heutige Präfektur – Nihonbashi (Edo) Toshima Musashi Chūō (Tokyo) Tokyo 1 Senju-shuku Adachi Adachi (Tokyo) 2 Sōka-shuku Sōka Saitama 3 Koshigaya-shuku Saitama Koshigaya 4 Kasukabe-shuku Kasukabe 5 Sugito-shuku Katsushika Sugito 6 Satte-shuku Satte 7 Kurahashi-shuku Kuki 8 Nakada-shuku Shimousa Koga Ibaraki 9 Koga-shuku 10 Nogi-shuku Tsuga Shimotsuke Nogi Tochigi 11 Mamada-shuku Oyama 12 Oyama-shuku 13 Shinden-shuku 14 Koganei-shuku Shimotsuke 15 Ishibashi-shuku 16 Susumenomiya-shuku Kawachi Utsunomiya 17 Utsunomiya-shuku 18 Tokujirō-shuku 19 Ōzawa-shuku Tsuga Nikkō 20 Imaichi-shuku 21 Hatsuishi-shuku – Nikkō Tōshō-gū

Literatur Tochigi-ken no rekishi sampo henshū iinkai (Hrsg.): Nikko Suginamiki. In: Tochigi-ken no rekishi sampo. Yamakawa Shuppan, 2008. ISBN 978-4-634-24609-6. S. 115.

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