Pulvermühle ist ein Gemeindeteil der Kreisstadt Neustadt an der Aisch im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern). Pulvermühle liegt in der Gemarkung Birkenfeld.

Geografie Die einstige Einöde lag am Schweinachbach, einem rechten Zufluss der Aisch (). Mittlerweile ist die Pulvermühle in der Karl-Eibl-Straße (Bundesstraße 470) aufgegangen und umfasst das gesamte Industriegebiet mit Bahnhof.

Geschichte Der Ort (benannt nach einer 1708 zum unmittelbaren Herrschaftsbesitz gehörenden PulvermühleM. Döllner: Entwicklungsgeschichte der Stadt Neustadt an der Aisch bis 1933, S. 156.) wurde um 1735 als „Pulvermühl“ erstmals schriftlich erwähnt.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die 1698 durch den birkenfeldischen Klosterverwalter Johann Freuding errichtete PulvermühleM. Döllner: Entwicklungsgeschichte der Stadt Neustadt an der Aisch bis 1933, S. 339. zur Realgemeinde Birkenfeld. Die Mühle hatte das brandenburg-bayreuthische Klosteramt Birkenfeld als Grundherrn.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 83. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Bayreuth erhielt die Pulvermühle die Hausnummer 39 des Ortes Birkenfeld.

Im Geographischen statistisch-topographischen Lexikon von Franken (1801) wird der Ort folgendermaßen beschrieben:

Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justizamt Dachsbach und Kammeramt Neustadt. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Pulvermühle dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Schauerheim und der 1813 gegründeten Ruralgemeinde Birkenfeld zugeordnet.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 183.

Ein seit 1888 bestehendes Sägewerk auf der Pulvermühle wurde 1902 zur Gebr. Selz’sche Holzverarbeitungsfabrik.M. Döllner: Entwicklungsgeschichte der Stadt Neustadt an der Aisch bis 1933, S. 502.

Am 1. Januar 1972 wurde Pulvermühle im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Neustadt an der Aisch eingemeindet.

Baudenkmäler Bahnhof, Empfangsgebäude Allee zwischen Stadt und Bahnhof

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 18 18 9 12 7 6 15 57 29 15 HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1961 als Wohngebäude. 2 2 2 1 3 1 2 Quelle

Religion Der Ort ist evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Katharina (Schauerheim) gepfarrt. Die Katholiken sind nach St. Johannis Enthauptung (Neustadt an der Aisch) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ortsteil von Neustadt an der Aisch Kategorie:Ersterwähnung 1735 Kategorie:Ort an der Aisch Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim