mini|hochkant|Wappen derer von Sulingen Die Herren von Seulingen (ursprünglich Sulingen) waren ein altes niedersächsisches Adelsgeschlecht in Seulingen bei Duderstadt.
Geschichte Eine erste Erwähnung gibt es 1130 für einen Caspar von Seulingen. Ob er sich später von Mützschefahl nannte und das selbige Adelsgeschlecht gründete ist nicht belegt, vermutet wird aber eine Stammesverwandtschaft beider Adelsfamilien.Zeitung für den Deutschen Adel. Nordhausen und Leipzig, Dritter Jahrgang 1842, Erstes Semester, Seite 463 Begütert waren sie in Seulingen, Duderstadt, Westerode und weiteren Orten im Eichsfeld. Ein Hartmann von Sulingen war 1342 Burgmann zu Gieboldehausen.RIplus Regg. EB Mainz 1,2 n. 4799, in: Regesta Imperii Online, URI: http://www.regesta-imperii.de/id/f02bed6a-47c3-484c-beca-46ee4d3424a5 Abgerufen am 11. August 2017. Die Familie ist vermutlich im 15. Jahrhundert ausgestorben.
Vertreter des Adelsgeschlechtes Bei Johann Georg Leuckfeld werden folgende Mitglieder der Familie Seulingen nach Generationen aufgelistet: Brüder Gottfried und Dietrich von Seulingen (1230) Heinrich (1251), Sohn von Dietrich Söhne von Gottfried: Hartmann (1241, 1258) Reiner (1259, 1283), Ritter Werner (1278), wohnte in Duderstadt mit den Söhnen Johann und Jakob Reinecke, Hermann (1329) und Albrecht (1329), Söhne von Hartmann Herwig, Ernst und Lippold (1361), Söhne von Hermann Hermann und Heinrich (1361), Söhne von Herwig verkaufen ihren Zehnten in Westerode sowie Anna (1367) und Antonia (1416) im Kloster Katlenburg Als weitere Vertreter der Adelsfamilie sind nachgewiesen: Heinrich von Seulingen (1181)Johann Wolf: Politische Geschichte des Eichsfeldes. Göttingen 1805, Seite 103 (LXXVII) Albert von Sulingen (1310)Johann Wolf: Politische Geschichte des Eichsfeldes. Göttingen 1805, Seite 56 Hartmann (vermutlich Hermann) von Sulingen (1391), Propst im Stift PöhldeJohann Wolf: Eichsfeldisches Urkundenbuch nebst der Abhandlung von dem Eichsfeldischen Adel. Göttingen 1819 (Abhandlung von dem Eichsfeldischen Adel, als Beitrag zu dessen Geschichte. Seite 53) Hartmann von Sulingen (1342), Burgmann zu GieboldehausenRIplus Regg. EB Mainz 1,2 n. 4799, in: Regesta Imperii Online, URI: abgerufen am 22. August 2017 Jutta von Sulingen (1436), die Witwe von Heinrich überträgt die Gerechtigkeiten des Vorweks Marsfeld an Erzbischof DietrichGerhard Rexhausen: Die herrschaftlich-kurmainzische Rhumemühle in Gieboldehausen. In: Eichsfelder Heimatzeitschrift. 55. Jahrgang 2011, Seite 402
Wappen Im Wappen führen die von Seulingen drei aufgerichtete Säulen. Das Ortswappen von Seulingen ist davon abgeleitet.
Literatur Johann Georg Leuckfeld: Antiqvitates Poeldenses. Oder Historische Beschreibung des vormahligen Stiffts Voelde, Praemonstratenser Ordens, Worinnen von dieses Closters Nahmen, Stifftungs-Zeit, Landes-Gegend ... Aus raren Archiven und Schriften zusammen getragen und ... erläutert. Wolfenbüttel 1707; (über die Adelsgeschlechter Sulingen, Rieme, Bockelnhagen, Esplingerode S. 124–130) Bayerische Staatsbibliothek München. Th. Petersen: Vom adligen Geschlecht der Herren von Seulingen. in: Goldene Mark – Verlag Mecke Duderstadt, 10. Jg. (1959) S. 6–13
Einzelnachweise
Seulingen Kategorie:Eichsfelder Adel