Odal ist der Name einer Pagan-Metal-Band aus Thüringen. Der Band wird aufgrund ihres Namens, ihrer Labelzugehörigkeit und kontroverser Aussagen in Interviews eine Verbindung zum Rechtsextremismus nachgesagt.

Bandgeschichte Odal wurde von Sänger und Gitarrist Taaken 1999 zunächst als Nebenprojekt von der Band Aske gegründet. Jedoch überwarf sich Taaken mit Bandgründer Svart und die Band löste sich auf. Nach mehreren EPs erschien 2002 das Debütalbum Sturmes Brut über Darkland Records. Anschließend wechselte Odal zu Christhunt Productions, wo die beiden Alben ...wilde Kraft und Zornes Heimat erschienen.

2016 erschien das vierte Album Geistes Unruh über Eisenwald Tonschmiede. Am 23. April 2021 folgte das aktuelle, fünfte Album Welten Mutter.

Stil Musikalisch ist Odal an Darkthrone angelehnt. Weitere musikalische Einflüsse sind Isvind, Immortal, Moonblood, Burzum, Venom, Emperor, Satyricon und Mayhem. Textlich behandelt die Band Themen wie Heidentum, germanischen Vorfahren und Schlachten.

Kontroverse Nach Ansicht Hans Peter Kilguss lässt sich das Demo Germansk aus dem Jahr 2000 rechtsextremistisch deuten: Dort würden die üblichen rechtsextremen Chiffren verwendet werden: das Sonnenrad sei hier gleichzusetzen mit dem Hakenkreuz und die „Plage aus dem Süden“ stünde für das Judeo-Christentum. Kritisiert wurde zudem die Zusammenarbeit mit dem Label Christhunt Productions, welches auch offen rechtsextremistische Bands unter Vertrag hielt.

Aufgrund des Bandnamens, der auf den historischen Rechtsbegriff Odal zurückgeht, wurden von Kritikern zudem Assoziationen zur gleichnamigen Odal-Rune gezogen (einer abweichenden Variante der historischen Othala-Rune) die in der NS-Zeit und später als Kennzeichen rechtsextremistischer Organisationen diente. Allerdings findet sich die Rune selbst nicht in der Darstellung der Band und namentlich wird häufig (insbesondere im englischsprachigen Raum) nicht von der historischen Variante unterschieden, da die Bezeichnung als Odal-Rune noch auf eine etymologische Interpretation Jacob Grimms zurückgeht.

Des Weiteren wurden provokante und misanthropische Äußerungen Taakes in verschiedenen Fanzines zum Anlass genommen, ihm ein ausländerfeindliches und antisemitisches Weltbild anzulasten.

Die Band widersprach den Anschuldigungen, zuletzt im Januar 2021 folgend:

Nebenprojekte Neben Odal war und ist Taaken außerdem in diversen weiteren Bands aktiv, so bei Wolfsschrei, Barastir und Raven’s Empire, bei der sein Bruder Raven am Gesang mitwirkt. Er ist außerdem Kopf des Labels Irminsul Vertrieb beziehungsweise Irminsul Records, auf dem unter anderem Bands wie The Martyrium und viele seiner Sideprojekte erschienen, sowie des gleichnamigen Fanzines.

Diskografie Studioalben 2002: Sturmes Brut (CD; Darkland Records) 2005: … Wilde Kraft (CD; Christhunt Productions) 2008: Zornes Heimat (CD; Christhunt Productions) 2016: Geistes Unruh (CD/12"; Eisenwald Tonschmiede) 2021: Welten Mutter (CD; Eisenwald Tonschmiede)

EPs 2001: Germansk (MC; Eigenveröffentlichung) 2001: Traitor (CD; Eigenveröffentlichung) 2002: Fimbul Winter (7"; Christhunt Productions) 2003: Einst verehrt von allen (CD; Christhunt Productions) 2016: Der Dunkelheit Reiter (12"; Black Devastation Records)

Splits 2003: Odal / Raven’s Empire - Einst verehrt von allen / Vae Victis (7"; Christhunt Productions) 2004: Odal / Surturs Lohe - Und auf Erden tobt die Schlacht / Enter the Fields of Clear Blue Sky (7"; Christhunt Productions) 2004: Branstock / Cultus / Odal / Deathgate Arkanum (Lied: Des Wodans Zorn) (10"; Heidens Hart) 2009: Odal / Sõjaruun (Lied: Veitstanz) (7"; Black Devastation Records)

Kompilationen 2007: On Old Paths (CD; Klaxon Records) 2009: … Wilde Kraft / Einst verehrt von allen (LP; Christhunt Productions) 2013: Discography Box 2013 (10xCD; Fallen-Angels Productions)

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Einzelnachweise

Kategorie:Pagan-Metal-Band Kategorie:Deutsche Band