Geisbock war ein Ortsteil im Stadtteil Hand der Stadt Bergisch Gladbach im Rheinisch-Bergischen Kreis. Er bildet mittlerweile mit Duckterath einen geschlossenen Siedlungsbereich, so dass er nicht mehr als eigenständiger Ortsteil wahrgenommen wird.
Lage und Beschreibung Geisbock lag hauptsächlich in der Umgebung der heutigen Häuser Duckterather Weg 62 und 64. Auf dem Hof Duckterather Weg 64 befand sich lange Zeit eine Deckstation für Ziegen. Eine frühere Gastwirtschaft war nach dem Ortsteil benannt.
Geschichte Carl Friedrich von Wiebeking benennt die Hofschaft auf seiner Charte des Herzogthums Berg 1789 als Geisber. Aus ihr geht hervor, dass Geisbock zu dieser Zeit Teil der Honschaft Paffrath im Kirchspiel Paffrath war.Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz. Zweiter Band: Die Karte von 1789. Einteilung und Entwicklung der Territorien von 1600 bis 1794. Bonn 1898.
Unter der französischen Verwaltung zwischen 1806 und 1813 wurde das Amt Porz aufgelöst und Geisbock wurde politisch der Mairie Gladbach im Kanton Bensberg zugeordnet. 1816 wandelten die Preußen die Mairie zur Bürgermeisterei Gladbach im Kreis Mülheim am Rhein. Mit der Rheinischen Städteordnung wurde Gladbach 1856 Stadt, die dann 1863 den Zusatz Bergisch bekam.
Der Ort ist auf der Topographischen Aufnahme der Rheinlande von 1824 und auf der Preußischen Uraufnahme von 1840 als Geisbock verzeichnet. Ab der Preußischen Neuaufnahme von 1892 ist er auf Messtischblättern regelmäßig als Geisbock verzeichnet. + Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner Wohn- gebäude Kategorie Politische / kirchliche Zugehörigkeit 1822 7 Hofstelle Bürgermeisterei Gladbach, Kirchspiel Paffrath (Geisbach bezeichnet) 1830Friedrich von Restorff: Topographisch-statistische Beschreibung der Königlich Preußischen Rheinprovinz, Nicolai, Berlin und Stettin 1830 8 Hofstelle Bürgermeisterei Gladbach, Pfarrgemeinde Paffrath (Geisbach bezeichnet) 1845Uebersicht der Bestandtheile und Verzeichniß sämmtlicher Ortschaften und einzeln liegenden benannten Grundstücke des Regierungs-Bezirks Cöln : nach Kreisen, Bürgermeistereien und Pfarreien, mit Angabe der Seelenzahl und der Wohngebäude, sowie der Confessions-, Jurisdictions-, Militair- und frühern Landes-Verhältnisse. / hrsg. von der Königlichen Regierung zu Cöln [Köln], 21 3 Hofstelle Bürgermeisterei Gladbach, Gemeinde Gronau, katholische Pfarre Gladbach 1871 11 2 Hofstelle Stadt Bergisch Gladbach / Bürgermeisterei Bergisch Gladbach 1885Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1885 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Band XII), Berlin 1888. 19 3 Wohnplatz Stadt Bergisch Gladbach / Bürgermeisterei Bergisch Gladbach 1895Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1895 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Band XII), Berlin 1897. 21 4 Wohnplatz Stadt Bergisch Gladbach / Bürgermeisterei Bergisch Gladbach 1905Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1905 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Heft XII), Berlin 1909. 75 8 Wohnplatz Stadt Bergisch Gladbach / Bürgermeisterei Bergisch Gladbach, katholische Pfarre Bergisch Gladbach
Einzelnachweise
Kategorie:Ehemaliger Ortsteil von Hand (Bergisch Gladbach)