Ebersbach ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Wilhelmsdorf im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern). Die Gemarkung Ebersbach hat eine Fläche von 5,416 km². Sie ist in 475 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 11402,06 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Oberalbach und Trabelshof.

Geografie Das Dorf liegt an zwei namenlosen Bächen, beide linke Zuflüsse des Albachs, der wiederum ein linker Zufluss der Mittleren Aurach ist. 0,33 km nordwestlich des Ortes liegt das Flurgebiet Röten, dahinter liegt das Waldgebiet Hohe Birker. Im Nordosten liegt der Sauweiher, 0,5 km dahinter das Waldgebiet Bastei.

Die Kreisstraße NEA 11/ERH 15 führt an Oberalbach vorbei nach Brunn (2,3 km westlich) bzw. nach Oberreichenbach (2 km nordöstlich). Die NEA 21 führt an der Unteralbachermühle vorbei nach Wilhelmsdorf zur Staatsstraße 2244 (2 km südlich).

Geschichte Der Ort wurde 1361/64 im burggräflichen Salbuch als „Eberspach“ erwähnt. Zu dieser Zeit unterstand der Ort dem burggräflichen Amt Schauerberg. Nach dessen Auflösung kam der Ort zum neu geschaffenen Amt Emskirchen.H. Sponholz (Hrsg.): Landkreis Neustadt an der Aisch, S. 91.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Ebersbach sechs Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Fraischvogteiamt Emskirchen-Hagenbüchach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Kasten- und Jurisdiktionsamt Emskirchen. Grundherren waren das Fürstentum Bayreuth (Kasten- und Jurisdiktionsamt Emskirchen: 1 Hof, 1 Wirtshaus, 1 Schmiede; Klosteramt Münchaurach: 1 Gut, 1 Tropfhäuslein) und das Rittergut Wilhelmsdorf (1 Haus).H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 91.

Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justizamt Markt Erlbach und Kammeramt Emskirchen. Im Jahre 1810 kam Ebersbach an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde es dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Oberreichenbach und der 1813 gegründeten Ruralgemeinde Eckenberg zugeordnet. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Ebersbach, zu der Oberalbach und Trabelshof gehörten.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 226. Diese war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Markt Erlbach zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Ipsheim. Die freiwillige Gerichtsbarkeit über ein Anwesen hatte bis 1848 das Patrimonialgericht Wilhelmsdorf.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 199. Ab 1862 gehörte Ebersbach zum Bezirksamt Neustadt an der Aisch (1939 in Landkreis Neustadt an der Aisch umbenannt) und ab 1856 zum Rentamt Markt Erlbach (1919–1929: Finanzamt Markt Erlbach, 1929–1972: Finanzamt Neustadt an der Aisch, seit 1972: Finanzamt Uffenheim). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Markt Erlbach (1879 in das Amtsgericht Markt Erlbach umgewandelt), von 1959 bis 1972 war das Amtsgericht Fürth zuständig, seitdem ist es das Amtsgericht Neustadt an der Aisch. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 5,376 km².

Am 1. Juli 1971 wurde Ebersbach im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Wilhelmsdorf eingemeindet.

Baudenkmal Steinkreuze, wohl spätmittelalterlich, Sandstein. 1. Etwa 1 km nördlich des Ortes an einem Waldweg westlich von Trabelshof. Bis an die Arme versunken. – 2. Rest eines Steinkreuzes an der Straße von Ebersbach nach Oberreichenbach bei der Abzweigung Oberalbach.R. Strobel: Landkreis Neustadt an der Aisch. S. 58f.

Einwohnerentwicklung Gemeinde Ebersbach Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 141 172 177 175 152 153 151 146 160 154 131 131 128 125 128 123 122 113 107 170 160 151 142 128HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 25 25 24 29 27 24 20 22 24 Quelle Für die Gemeinde Ebersbach zuzüglich der Einwohner von Oberalbach (S, S. 65) und Trabelshof (S. 92).

Ort Ebersbach Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2020Einwohner 56 63 60 57 57 46 54 64 67 52 62 58Häuser 10 11 11 9 8 8 10 11 Quelle

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Kilian (Emskirchen) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Wilhelmsdorf (Mittelfranken) Kategorie:Ort im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim) Kategorie:Ersterwähnung 1361 Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim