Die Liste der Stolpersteine in Schönebeck (Elbe) enthält alle Stolpersteine, die im Rahmen des gleichnamigen Kunst-Projekts von Gunter Demnig in Schönebeck (Elbe) verlegt wurden. Mit ihnen soll Opfern des Nationalsozialismus gedacht werden, die in Schönebeck lebten und wirkten. Zwischen 2011 und 2014 wurden insgesamt 79 Steine an 21 Adressen verlegt.
Verlegungen 16. März 2011: 21 Steine an fünf Adressen 25. April 2012: 26 Steine an sieben Adressen 6. Mai 2013: 16 Steine an vier Adressen 23. April 2014: 16 Steine an fünf Adressen
Liste der Stolpersteine Adresse Datum der Verlegung Person Inschrift Bild Bild des Hauses Ahornstraße 9 Erste Stolpersteine werden am 16. März verlegt. In: schoenebeck.de. März 2011. Abgerufen am 2. August 2017.Erste Stolpersteine in Schönebeck gesetzt. In: schoenebeck.de. März 2011. Abgerufen am 2. August 2017. (?–1950) Geburtsort und -datum von Hugo Hirsch sind unbekannt. Er wurde 1942 ins KZ Buchenwald deportiert und 1945 befreit. Er war der einzige Jude, der nach Kriegsende nach Schönebeck zurückkehrte. Er starb dort 1950.Häuser jüdischer Familien. Harald Bahr von Ehrenberg; abgerufen am 16. November 2022. Hier wohnte HUGO HIRSCH Jg. unbekannt verhaftet 1942 Buchenwald befreit/überlebtrahmenlos|160x160pxrahmenlos|160x160px Bahnhofstraße 4 120x120px „Stolpersteine“ zur Erinnerung. schoenebeck.de, Mai 2013; abgerufen am 2. August 2017. (1920–2004) Hans-Günther Jeruchem wurde in Unruhstadt geboren. Nach seiner Heirat nahm er den Nachnamen seiner Frau an und hieß dann Hans Jensen. 1939 floh er mit seiner Familie nach Australien. Dort starb er 2004 in Sydney.Hier wohnte HANS JERUCHUM Jg. 1920 Flucht 1939 Indien überlebtrand|160x160px225x225px (?–?) Geburtsort und -datum von Margarete Jeruchem sind unbekannt. 1939 floh sie mit ihrer Familie nach Australien. Dort starb sie 1990 in Sydney Hier wohnte MARGARETE JERUCHUM geb. Petzall Flucht 1939 Indien überlebt160x160px (1890–1965) Max Jeruchum stammte aus Lobsens und praktizierte in Schönebeck als Arzt. 1939 floh er mit seiner Familie nach Australien. Dort starb er 1965 in Sydney.Hier wohnte Dr. MAX JERUCHUM Flucht 1939 Indien überlebt160x160px (1922–2020) Ursula Jeruchem floh 1939 mit ihrer Familie nach Australien. Dort starb sie 2020 in Sydney. Hier wohnte URSULA JERUCHUM Jg. 1922 Flucht 1939 Indien überlebtrand|160x160px (1899–?) Albrecht Anton Wilmersdörfer stammte aus Bayreuth und praktizierte in Schönebeck als Arzt. Nach dem frühen Tod seiner ersten Frau Tina heiratete er 1930 ein zweites Mal. Mit seiner zweiten Frau Anna und dem Sohn aus erster Ehe floh er 1936 nach Palästina.Ulrich Meinhard: Aktion erinnert an Zeit des Rassenwahns. In: volksstimme.de. 7. Mai 2013. Abgerufen am 24. September 2013. Hier wohnte DR. ALBRECHT WILMERSDÖRFER Jg. 1899 Flucht 1936 Palästina überlebt160x160px (1905–?) Anna Wilmersdörfer floh 1936 nach Palästina. Hier wohnte ANNA WILMERSDÖRFER geb. Stein Jg. 1905 Flucht 1936 Palästina überlebt160x160px (1928–?) Michael Wilmersdörfer floh 1936 nach Palästina. Hier wohnte MICHAEL WILMERSDÖRFER Jg. 1928 Flucht 1936 Palästina überlebt160x160px Bahnhofstraße 6 120x120px (1860–1944) Adolf Schloss wurde in Friedberg geboren. Er wurde 1943 deportiert und am 10. Februar 1944 im Ghetto Theresienstadt ermordet. Hier wohnte ADOLF SCHLOSS Jg. 1860 deportiert 1943 Theresienstadt ermordet 10.2.1944160x160px160x160px (?–1944) Geburtsort und -datum von Elisabeth Schloss sind unbekannt. Sie wurde 1943 deportiert und am 10. Februar 1944 im Ghetto Theresienstadt ermordet. Hier wohnte ELISABETH SCHLOSS geb. Lange deportiert 1943 Theresienstadt ermordet 10.2.1944160x160px Bahnhofstraße 21 120x120px Neue "Stolpersteine" mit Schülerengagement verlegt. In: schoenebeck.de. April 2014. Abgerufen am 2. August 2017. (?–1942) Gustav Löwenstein betrieb in Schönebeck ein Schuhgeschäft. 1938 wurde er zeitweise im KZ Buchenwald interniert. Zuletzt teilte er sich eine Wohnung mit seiner Frau, seiner Tochter, seinem Schwiegersohn und seiner Enkelin. 1942 wurde er nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Sein genaues Todesdatum ist unbekannt. Hier wohnte GUSTAV LÖWENSTEIN Jg. 1866 ‘Schutzhaft’ 1938 Buchenwald deportiert 1942 ermordet in Auschwitz160x160px 160px|Bahnhofstraße 21 (?–1942) Geburtsort und -datum von Mathilde Löwenstein sind unbekannt. 1942 wurde sie nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Ihr genaues Todesdatum ist unbekannt. Hier wohnte MATHILDE LÖWENSTEIN geb. Holländer deportiert 1942 ermordet in Auschwitz160x160px (1890–1943) Helene Weile wurde in Schönebeck geboren. 1943 wurde sie nach Auschwitz deportiert und dort am 26. Februar 1943 ermordet.Weile Helene. Bundesarchiv, Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945; abgerufen am 24. September 2017. Hier wohnte HELENE WEILE geb. Löwenstein Jg. 1890 deportiert 1943 ermordet in Auschwitz160x160px (1928–1942) Ruth Weile wurde in Magdeburg geboren. Sie emigrierte am 12. Dezember 1938 in die Niederlande. Nach der deutschen Besetzung wurde sie aber 1942 oder 1943 nach Auschwitz deportiert und dort am 10. September 1943 ermordet.Weile, Ruth Marion. Bundesarchiv, Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945; abgerufen am 24. September 2017. Hier wohnte RUTH WEILE Jg. 1928 deportiert 1942 ermordet in Auschwitz160x160px (1886–1943) Sally Weile stammte aus Schlochau und arbeitete in Schönebeck als Kaufmann. 1938 wurde er zeitweise im KZ Buchenwald interniert. 1943 wurde er nach Auschwitz deportiert und dort am 26. Februar 1943 ermordet.Weile, Sally. Bundesarchiv, Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945; abgerufen am 24. September 2017. Hier wohnte SALLY WEILE Jg. 1886 ‘Schuthaft’ 1938 Buchenwald deportiert 1943 ermordet in Auschwitz160x160px Bahnhofstraße 24 120x120px (1921–?) Heinz Lewin konnte 1937 in die Vereinigten Staaten emigrieren. Hier wohnte HEINZ LEWIN Jg. 1921 Flucht 1937 USA160x160px160x160px (1878–1943) Else Cohn wurde 1878 in Woldenberg Nm. geboren. Sie war mit Michael Lewin verheiratet. Das Paar hatte einen Sohn und eine Tochter. 1942 wurde sie ins Ghetto Theresienstadt deportiert, wo sie 1943 ermordet wurde. Hier wohnte HILDE LEWIN deportiert 1942 Theresienstadt ermordet 1943160x160px (1920–?) Hilde Lewin konnte 1937 in die Vereinigten Staaten emigrieren. Hier wohnte HILDE LEWIN Jg. 1920 Flucht 1937 USA160x160px (1867–1943) Michael Lewin stammte aus Grätz und betrieb in Schönebeck ein Textilgeschäft. Am 2. Dezember 1942 wurde er über Magdeburg ins Ghetto Theresienstadt deportiert, wo er am 18. September 1943 den Tod fand.Lewin, Michael. Bundesarchiv, Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945; abgerufen am 24. September 2017. Hier wohnte MICHAEL LEWIN Jg. 1887 deportiert 1942 Theresienstadt ermordet 18.9.1943160x160px Bahnhofstraße 32 120x120px (1901–1942) Bertold Mannes stammte aus Leopoldshall und arbeitete in Schönebeck als Ankäufer bei der Firma Marcus & Co. Er hatte Karten für eine Übersiedelung nach Shanghai erworben, verkaufte diese jedoch an Otto Waldbaum (Salzer Straße 8). Eine spätere Fluchtmöglichkeit bot sich ihm nicht mehr. 1938 war er zeitweise im KZ Buchenwald interniert. Am 14. April 1942 wurde er über Magdeburg zunächst ins Ghetto Warschau und im Juni 1942 weiter nach Treblinka deportiert, wo er ermordet wurde.Mannes, Benjamin Bertold. Bundesarchiv, Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945; abgerufen am 24. September 2017. Hier wohnte BERTOLD MANNES Jg. 1901 ‘Schuthaft’ 1938 Buchenwald deportiert 1942 Ghetto Warschau 1942 Treblinka ermordet160x160px160x160px (1904–1942) Gertrude Mannes stammte aus Hannover. Am 14. April 1942 wurde sie über Magdeburg zunächst ins Ghetto Warschau und im Juni 1942 weiter nach Treblinka deportiert, wo sie ermordet wurde.Mannes, Rosa Gertrud. Bundesarchiv, Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945; abgerufen am 24. September 2017. Hier wohnte GERTRUDE MANNES geb. Mendels Jg. 1904 deportiert 1942 ermordet in Treblinka160x160px Calbesche Straße 54 rahmenlos|120x120px (1939–?) Christa Lederer überlebte den Zweiten Weltkrieg zusammen mit ihrem Bruder in einem Versteck.Ulrich Meinhard: Fünf weitere Orte des Gedenkens. In: volksstimme.de. 14. März 2014. Abgerufen am 24. September 2017. Hier wohnte CHRISTA LEDERER Jg. 1939 versteckt gelebt überlebtrahmenlos|160x160px (1908–?) Frieda Lederer wurde 1943 ins KZ Bergen-Belsen deportiert und überlebte ihre Gefangenschaft. Hier wohnte FRIEDA LEDERER geb. Berg Jg. 1908 deportiert 1943 Bergen-Belsen befreit/überlebtrahmenlos|160x160px (1908–1943) Leo Lederer wurde 1941 nach Auschwitz deportiert, wo er 1943 ermordet wurde. Hier wohnte LEO LEDERER Jg. 1908 deportiert 1941 ermordet 1943 Auschwitzrahmenlos|160x160px (1942–?) Peter Lederer überlebte den Zweiten Weltkrieg zusammen mit seiner Schwester in einem Versteck. Hier wohnte PETER LEDERER Jg. 1942 versteckt gelebt überlebtrahmenlos|160x160px Dr.-Tolberg-Straße 4a rahmenlos|120x120px (1886–?) Martin Happ stammte aus Pleschen und arbeitete in Schönebeck als Rechtsanwalt. Später zog er nach Berlin. Am 4. März 1943 wurde er von dort aus nach Auschwitz deportiert und ermordet. Sein genaues Todesdatum ist unbekannt.Happ, Martin. Bundesarchiv, Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945; abgerufen am 24. September 2017. Hier wohnte DR. MARTIN HAPP Jg. 1896 deportiert 1943 ermordet in Auschwitzrahmenlos|160x160pxrahmenlos|160x160px (1892–?) Sophie Happ wohnte zunächst mit ihrem Mann in Schönebeck und zog mit ihm später nach Berlin. Am 4. März 1943 wurde sie von dort aus nach Auschwitz deportiert und ermordet. Ihr genaues Todesdatum ist unbekannt.Happ, Sophie. Bundesarchiv, Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945; abgerufen am 24. September 2017. Hier wohnte SOPHIE HAPP geb. Bach Jg. 1892 deportiert 1943 ermordet in Auschwitzrahmenlos|160x160px (1926–1936) Wera Happ konnte 1934 nach Italien emigrieren. Dort starb sie 1936. Hier wohnte WERA HAPP Jg. 1926 Flucht 1934 Italien tot 1936rahmenlos|160x160px (1919–?) Wolfgang Happ konnte 1934 in die Vereinigten Staaten emigrieren. Hier wohnte WOLFGANG HAPP Jg. 1919 Flucht 1934 USA überlebtrahmenlos|160x160px Elbstraße 19 120x120px (1922–?) Adolf Bary floh mit seiner Familie zunächst in die Tschechoslowakei und später nach Frankreich. Er überlebte den Krieg. Hier wohnte ADOLF BARY Jg. 1922 Flucht 1942 Tschechoslowakei Frankreich versteckt/überlebt160x160px (?–1945) Geburtsort und -datum von Charlotte Bary sind unbekannt. Sie floh mit ihrer Familie zunächst in die Tschechoslowakei und später nach Frankreich. Dort starb sie 1945 in Paris. Hier wohnte CHARLOTTE BARY geb. Eichenbaum Jg. 1896 Flucht 1942 Tschechoslowakei Frankreich tot 1945 Paris160x160px (1874–1944)