Tanzenhaid ist ein Gemeindeteil des Marktes Emskirchen im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern). Tanzenhaid liegt in der Gemarkung Hohholz.

Geografie Der Weiler liegt auf einer Waldlichtung und ist von zahlreichen Teichen umgeben: Striegelweiher und Herrenweiher (NW), Tambacher Fischteich (N), Tanzhaidteiche (O und S), Stadelweiher (SW). Im Nordwesten liegt das Herrenholz, im Norden das Langholz und im Süden das Bettelhütlein. Wirtschaftswege führen nach Hohholz zur Staatsstraße 2414 (2 km westlich), nach Emelsdorf (1,7 km nordwestlich) und nach Oberreichenbach zur Kreisstraße ERH 28 (1,6 km südöstlich).

Geschichte Der Ort wurde um 1136 als „Tancenhoge“ erstmals schriftlich erwähnt. Am 24. Mai 1753 kam der Ort in den Besitz der Grafen von Pückler-Limpurg.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 26.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Tanzenhaid 8 Anwesen. Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte die Herrschaft Brunn aus. Grundherren waren die Herrschaft Brunn (1 Kellerhof, 5 Güter, 1 Hirtenhaus) und das bambergische Amt Herzogenaurach (1 Hof).H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 133.

Im Geographischen statistisch-topographischen Lexikon von Franken (1799) wird der Ort folgendermaßen beschrieben:

Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justizamt Markt Erlbach und Kammeramt Emskirchen. Der Herrensitz Tanzenhaid wurde 1812 abgerissen. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Tanzenhaid dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Brunn und der 1813 gegründeten Ruralgemeinde Brunn zugeordnet. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde es in die neu gebildete Ruralgemeinde Hohholz umgemeindet. Für die freiwillige Gerichtsbarkeit und die Polizei war bis 1833 das Patrimonialgericht, von 1833 bis 1848 das Pflegamt Brunn zuständig.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 201. Am 1. Januar 1972 wurde Brunn im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Emskirchen eingemeindet.

Baudenkmäler Haus Nr. 3: Hofhaus eines ehemaligen Herrensitzes Haus Nr. 8: Forsthaus

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 46 16 22 17 11 11 9 13 7 2 2HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 8 4 3 3 3 2 3 3Quelle

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Egidien (Oberreichenbach) gepfarrt, seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist die Pfarrei St. Georg (Brunn) zuständig.

Wanderwege Durch Tanzenhaid führt der Fernwanderweg Rangau-Querweg.

Mit dem Ort verbundene Persönlichkeiten Albert Constantin von Schwerin (* 1870, † 1956 in Tanzenhaid), Jurist, Landwirt, Legationsrat Enole Marie von Mendelssohn-Bartholdy (* 1879, † 1947 in Tanzenhaid), Ehefrau von Albert Constantin von Schwerin

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ortsteil von Emskirchen Kategorie:Weiler im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Kategorie:Ersterwähnung 1136