Helmut Lehmann (* 2. März 1918 in Jena; † 29. August 2010) war ein deutscher Maschinenbauingenieur, Direktor und Vorstand der Buchtal GmbH (Keramische Werke) in Schwarzenfeld in der Oberpfalz sowie Präsident der Deutschen Keramischen Gesellschaft.

Leben Helmut Lehmann war der Sohn des Rechtswissenschaftlers Heinrich Lehmann.Begrüßungsansprache von Direktor H. Lehmann anläßlich der Übernahme des Amtes als Vorsitzender der Vorstandes der DKG am 30. September 1975 in Luxemburg. In: Berichte der Deutschen Keramischen Gesellschaft, Bd. 53, Verlag der Deutschen Keramischen Gesellschaft, 1976, S. 27.

Nach der Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft machte er zunächst eine Lehre als Schlosser bei Ford in Köln und studierte dann Maschinenbau. 1955 wurde er zum technischen Vorstand an der Seite von Willy Lersch (1914–2006) in dessen Funktion als kaufmännischer Vorstand bestellt. Gemeinsam führten sie Buchtal zu einem führenden Unternehmen in der Baukeramik-Branche und zu einem der bedeutendsten Exportunternehmen in ganz Ostbayern. 1975 wurde er Präsident der Deutschen Keramischen Gesellschaft (DKG), ein Amt, das er zwölf Jahre lang innehatte. 1984 ging er als Buchtal-Vorstand in den Ruhestand.

Lehmann war in zahlreichen Vereinen des Landkreises Schwandorf engagiert, war unter anderem über zwei Jahrzehnte lang Leiter der Hegegemeinschaft Schwarzenfeld und 17 Jahre lang Vorsitzender der Kreisgruppe Nabburg des Bayerischen Jagdverbandes, Gründungsmitglied der Tennisabteilung des FC Schwarzenfeld und treibende Kraft bei der Gründung des Golf- und Landclubs „Oberpfälzer Wald“. Lehmann gründete auch die Rotary-Clubs Schwandorf und Amberg.

Anlässlich seines Todes würdigte ihn die stellvertretende Landrätin und Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder (SPD) als „eine der prägendsten Unternehmerpersönlichkeiten des Landkreises“.Claudia Völkl: Abschied vom jahrzehntelangen Buchtal-Vorstand Helmut Lehmann. Soziale Verantwortung vorgelebt. Ein großes Herz für die Region. Onetz, 3. September 2010. Seine Urne wurde auf seinen Wunsch auf hoher See beigesetzt. Helmut Lehmann lebte in Schwarzenfeld und war Rotatier. Aus der Ehe mit seiner Frau Lieselotte Lehmann, geborene Plate, gingen zwei Kinder hervor.Lehmann, Helmut. In: Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. Schmidt-Römhild, 1976, S. 995.

Ehrungen 1976: Bayerischer Verdienstorden 1983: Bundesverdienstkreuz 1. Klasse 1987: Rieke-Ring der Deutschen Keramischen Gesellschaft Umweltschutzmedaille 24. Januar 2008: Ehrenbürgerschaft der Gemeinde Schmidgaden Landkreisverdienstmedaille in Gold des Landkreises Schwandorf Bürgerverdienstmedaille in Gold des Marktes Schwarzenfeld Ehrenbruch des Bayerischen Jagdverbands Ehrenmitgliedschaften: Trachtenverein Trisching, Schützengemeinschaft „Kleeblatt“ Frotzersricht, Schützengemeinschaft „Hubertus“ Knölling, Freiwillige Feuerwehren Dürnsricht, Högling, Schmidgaden und Wolfring, Imkerverein Schwarzenfeld, Bayerischer Jagdverband Kreisgruppe Nabburg Mitglied auf Lebenszeit des Deutschen MuseumsMitglieder auf Lebenszeit. In: Jahresbericht 1999. Deutsches Museum (Hrsg.), München 2000, S. 110.

Einzelnachweise

Kategorie:Industriemanager Kategorie:Maschinenbauingenieur Kategorie:Person (Landkreis Schwandorf) Kategorie:Schwarzenfeld Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse Kategorie:Träger des Bayerischen Verdienstordens Kategorie:Ehrenbürger von Schmidgaden Kategorie:Person (Deutsches Museum) Kategorie:Person (Rotary International) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1918 Kategorie:Gestorben 2010 Kategorie:Mann