Willy Lersch (* 7. Januar 1914 in Eschweiler; † 1. Mai 2006 in Bad Tölz) war ein deutscher Industriemanager. Er war Vorstand und Aufsichtsrat der Buchtal GmbH in Schwarzenfeld, Aufsichtsratsvorsitzender der Krones AG, Präsident der IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim und Vorsitzender des früheren Fachverbandes Baukeramik. Baustoff Markt, 5. Mai 2006.
Leben Lersch wurde geboren als Sohn des Karl und der Sidonie Lersch, geborene Gösset .
Er absolvierte eine Ausbildung zum Bankkaufmann und stieß 1939 zur Aufbau-Mannschaft von Gottfried Cremer (1906–2005), der 1937 die Buchtal AG, Keramische Betriebe der Reichswerke „Hermann Göring“ gegründet hatte. Lersch war katholisch, heiratete 1944 Ilse Limberger. Aus der Ehe entstammte der der Sohn Hannes Lersch.Lersch, Karl. In: Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. Schmidt-Römhild, 2006, S. 820.
Nach der Rückkehr aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft 1949 kehrte er als Direktionsassistent und Prokurist zurück in das Unternehmen. 1955 wurde er zum kaufmännischen Vorstand an der Seite von Helmut Lehmann (1918–2010) in dessen Funktion als technischer Vorstand bestellt. Gemeinsam führten sie die Buchtal GmbH, Keramische Betriebe Schwarzenfeld, zu einem führenden Unternehmen in der Baukeramik-Branche und zu einem der bedeutendsten Exportunternehmen in ganz Ostbayern. 1986 wechselte er nach 31 Jahren in den Aufsichtsrat, aus dem er Mitte der 1990er Jahre ausschied. Lersch war auch Aufsichtsratsvorsitzender der Krones AG von 1985 bis 1995 und war Mitglied in weiteren Aufsichtsräten und Beiräten.Benjamin Tietz: Ehemaliger Buchtal-Vorstand im Alter von 92 Jahren verstorben; Trauer um Willy Lersch. Onetz, 3. Mai 2006.
Von 1970 bis 1976 bis war er 1. Vorsitzender des Fachverbandes Baukeramik und Spaltplatten, von 1974 bis 1986 Präsident der IHK Regensburg.Liste der Präsidenten auf der Seite der IHK Er war stellvertretender Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes Niederbayern/Oberpfalz, Vorstandsmitglied des Deutschen Wasserstraßen- und Schiffahrtsvereins Rhein-Main-Donau(DWSV) mit Sitz in Nürnberg sowie Kuratoriumsmitglied des Vereins der Freunde der Universität Regensburg.
Willy Lersch wohnte in Schwarzenfeld-Kögl. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof in Schwarzenfeld.
Publikationen Die Industrie Ostbayerns. In: Die Oberpfalz, Nr. 66, 1978, S. 177–182. Kammerarbeit in einem Problemgebiet. Aus Ansprachen des Präsidenten der Industrie- u. Handelskammer Regensburg in der Wahlperiode 1974/1978. IHK Regensburg, 1979. Was die Wirtschaft heute bewegt. Aus Ansprachen des Präsidenten der Industrie- und Handelskammer Regensburg in der Wahlperiode 1978/1982. IHK Regensburg, 1983
Literatur Lersch, Willy. In: Taschenbuch des Öffentlichen Lebens. Bundesrepublik Deutschland und Organisationen der Europäischen Gemeinschaften. Bd. 35, Festland Verlag, 1985, S. 344. Lersch, Willy. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 758.
Ehrungen 1974: Gemeindliche Verdienstmedaille in Gold, Markt Schwarzenfeld 1980: Matthäus-Runtinger-Medaille, Stadt RegensburgMatthäus-Runtinger-Medaille, Stadt Regensburg Ehrenpräsidentschaft der IHK Regensburg Bayerischer Verdienstorden 1983: Bundesverdienstkreuz 1. Klasse
Einzelnachweise
Kategorie:Industriemanager Kategorie:Aufsichtsratsvorsitzender (Deutschland) Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse Kategorie:Träger des Bayerischen Verdienstordens Kategorie:Person (Landkreis Schwandorf) Kategorie:Person (Regensburg) Kategorie:Schwarzenfeld Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1914 Kategorie:Gestorben 2006 Kategorie:Mann