mini|Choko Iida (1947) Chōko Iida (; geb. 17. April 1897 in Asakusa, Tokio; gest. 26. Dezember 1972) war eine japanische Filmschauspielerin. Sie ist bekannt für ihre Rollen als alte Frau aus dem Volke und als ältere Tante, trat in insgesamt 325 Filmen auf. Sie war mit dem Kameramann Hideo Shigehara (; 1905–1967) verheiratet.

Leben und Wirken Iida Chōko wurde in Asakusa, Tōkyō, geboren. Nachdem sie die Oberschule ohne Abschluss verlassen hatte, arbeitete sie im Kaufhaus Matsuzakaya. Aber bald schloss sie sich der Nakamura-Matsugoro-Filmgesellschaft an. 1922 wechselte sie zur Shōchiku-Filmgesellschaft, wo ihre schauspielerischen Fähigkeiten von einem Shōchiku-Direktor wahrgenommen wurden.

Ihr Debüt machte sie 1923 in „Die sterbende Ehefrau“. Dann erschien sie in „Das Portemonnaie“ (, Gamaguchi; 1924) und in „Nutzlose Meinung“ (, Goiken muyō) in Zusammenarbeit mit Jun Arai (; 1890–1943). Nach ihrer Hochzeit mit Shigehara spielte sie die Hauptrolle in einer Reihe von Filmen von Gosho Heinosuke (; 1902–1981), darunter „Die Schildkröte“ (おかめ, Okame; 1927), „Das Bad in der fließenden Welt“ (, Ukiyo-buro; 1929) und „Weil ich als Frau geboren wurde“ (, Onna to umareta kara nya; 1934).

Später spielte Iida zusammen mit Takeshi Sakamoto (; 1899–1974) in „Eine Laune“ (Dekigokoro), „Eine Geschichte vom Treibgras“ (Ukigusa Monogatari), „Eine Herberge in Tōkyō“ (Tōkyō no yado) und in anderen Filmen in einer erfolgreichen Reihe des Regisseurs Yasujirō Ozu.

Iida erhielt 1963 die japanische Ehrenmedaille und 1967 den Orden des Heiligen Schatzes 4. Klasse. Sie starb 1972 an Lungenkrebs im Alter von 75 Jahren.

Filmografie (Kleine Auswahl) (Filme unter Ozu sind mit einem ◎ gekennzeichnet) 1923: Die sterbende Ehefrau (, Shi ni iku tsuma) ihr erster Filmauftritt 1928: Ein Körper wunderschön (, Nikutaibi) ◎ 1929: Schatz-Berg (, Takara no yama) ◎ 1929: Tage der Jugend (, Gakusei romansu Wakaki hi) ◎ 1929: Ich habe promoviert, aber… (, Daigaku wa deta keredo) ◎ 1931: Der Chor von Tokio (, Tōkyō no gasshō) ◎ 1931: Dame und Schnurrbart (, Shukujo to hige) ◎ 1932: Wo sind deine Jugendträume jetzt? (, Seishun no yume ima izuko) ◎ 1932: Bis wir uns wiedertreffen (, Mata au hi made) ◎ 1933: Eine Laune (, Dekigokoro) ◎ 1934: Eine Mutter sollte geliebt werden (, Haha o kowazuya) ◎ 1934: Eine Geschichte über Wasserpflanzen (, Ukigusa monogatari) ◎ 1935: Ein unschuldiges Dienstmädchen (, Hakoiri musume) ◎ 1935: Eine Herberge in Tokyo (, Tōkyō no yado) ◎ 1936: Hochschule ist ein schöner Platz (, Daigaku yoitoko) ◎ 1936: Der einzige Sohn (, Hitori musuko) ◎ 1937: Was hat die Dame vergessen? (, Shukujo wa nani o wasureta ka) ◎ 1941: Die Geschwister Toda (, Toda-ke no kyōdai) ◎ 1947: Bericht des Gentlemans aus einfachem Hause (, Nagaya shinshi roku) ◎ 1948: Engel der Verlorenen (, Yoidore tenshi) 1955: Die ewigen Brüste (, Chibusa yo eien nare) 1958: Der Rikschamann ( Muhōmatsu no isshō) 1970: Das ist mein Himmel! Junger Anführer (, Ore no sora daze! Waka taishō) 1971: Tamegoro (, Yaruzomite ore Tamegorō), ihr letzter Film, der nicht fertiggestellt werden konnte

Fernsehen Iida trat auch in zahlreichen Fernsehserien auf.

Literatur Shochiku (Hrsg.): Iida Choko. In: Ozu Yasujiro – Shin hakken. Kodansha, 2002. ISBN 978-4-06-256680-3.

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