Die Albonabahn II ist eine Luftseilbahn (Einseilumlaufbahn) in Stuben am Arlberg (Gemeinde Klösterle) im österreichischen Bundesland Vorarlberg. Die Talstation liegt im Gebiet der Alpe Rauz und führt auf den Albonasattel.

Die Albonabahn II verbindet eine Talstation auf mit einer Bergstation in Die Anlage befindet sich im Eigentum der Stubner Fremdenverkehrs-GmbH.Webseite Flexenbahn GmbH. - Kontakt und Ski Arlberg investiert 45 Millionen Euro in vier neue Seilbahnprojekte, Vorarlberg Online, 18. Februar.

Name Der Name der Seilbahn ist vom Albonagrat übernommen, zu welchem die Sektion II der beiden Bahnen, Albonabahn I und II, führt. Des Weiteren gibt es auf der Albona auch die Doppelsesselbahn Albonagrat, diese Sesselbahn überwindet auf einer Länge von 954 m einen Höhenunterschied von 309 hm. und dient zur Erschließung von Pisten im Bereich des Albonagrats. Der Name Albona wird in der Region für weitere geographische Objekte als Namensbestandteil verwendet, z. B.: Albonabach oder Albona Alpe.

Geschichte Ab 1949 wurden in Stuben auf private Initiative Schlepplifte errichtet. 1949 ein Pendellift für je drei Personen am Gitzibühel, 1953 ein Pendellift im Bereich des Oberen Angers, der 1956 durch einen heute noch bestehenden Schlepplift ersetzt wurde (auch: Walchlift nach einem der Initiatoren, Adolf Walch).Christof Thöny in 60 Jahre Albonabahn, S. 15, 27.

Am 28. Mai 1956 hatten die Proponenten der späteren Gesellschaft um eine eisenbahnrechtliche Bewilligung angesucht. Die erforderliche Begehung fand am 30. Juni 1956 statt und am 27. Juli 1956 wurde im Hotel Mondschein die konstituierende Sitzung der Albonabahn Gesellschaft m.b.H. abgehalten und im selben Jahre die Albonabahn als Einersessellift gebaut. Die eisenbahnrechtliche Verhandlung fand am 14. März 1957 statt und am 13. April wurde die Bahn von den Initiatoren Emil Walch, Hansl Steiner und Bürgermeister Karl Brändle in Betrieb genommen.Christof Thöny in 60 Jahre Albonabahn, S. 4 und 16. Betriebsleiter war damals Erich Berthold.60 Jahre Albonabahn, vol.at, 20. April 2017. Wegen der großen Bodenabstände bestand aus eisenbahnrechtlichen Gründen formal zuerst eine Betriebsgemeinschaft mit der Muttersbergseilbahn in Bludenz, wodurch die Anlagen der Albonabahn I und II dem Bundesministerium für Verkehr unterstellt wurde.Christof Thöny in 60 Jahre Albonabahn, S. 19. 1963 wurde erstmals die Albonabahn auch im Sommer betrieben.Christof Thöny in 60 Jahre Albonabahn, S. 21.

Im Jahr 1964 wurde zur Entlastung der Albonabahn II ein Schlepplift vom Grünen Bühel zum Seeli gebaut, der ein Jahr später bis zur Mittelstation verlängert und als Kurvenlift ausgeführt wurde.Christof Thöny in 60 Jahre Albonabahn, S. 27. Zehn Jahre später durch den Schlepplift Sonnleiten ersetzt60 Jahre Albonabahn, vol.at, 20. April 2017, der wiederum 1984 durch den Albonagrat-Doppelsesselbahn ersetzt wurde.Christof Thöny in 60 Jahre Albonabahn, S. 22.

Im Jahre 1978 kam es aufgrund der dringend notwendigen Investitionen zum Schulterschluss mit neuen Gesellschaftern und eine gemeinsame neue Betriebsgesellschaft wurde gegründet,60 Jahre Albonabahn, vol.at, 20. April 2017 und Christof Thöny in 60 Jahre Albonabahn, S. 22. die Stubener Fremdenverkehrsgesellschaft, Erich Brunner wurde Geschäftsführer.Christof Thöny in 60 Jahre Albonabahn, S. 4 und 23 f. 1983 erfolgte der Neubau der Sektion I der Albonabahn zu einer Doppelsesselbahn, 1985 der Neubau der Sektion II. Am 13. März 1988 wurde die Talstation der Albonabahn, Sektion I, von einer Staublawine beschädigt und daraufhin die Sprengseilbahnen Albona Ost und Albona West gebaut.60 Jahre Albonabahn, vol.at, 20. April 2017 und Christof Thöny in 60 Jahre Albonabahn, S. 24. Im selben Jahr wurde auch die Albona Gratstube eröffnet.Christof Thöny in 60 Jahre Albonabahn, S. 27. Bei der Albona-Mittelstation wurde 1991 das Restaurant neu eröffnet.60 Jahre Albonabahn, vol.at, 20. April 2017 und Christof Thöny in 60 Jahre Albonabahn, S. 27.

2016 erfolgte mit dem Bau der Kabinenbahn Albonabahn II und der Flexenbahn von der Alpe Rauz der letzte große Modernisierungsschritt. Der Neubau der Albonabahn II war Teil einer Gesamtinvestition von 45 Millionen Euro für weitere Verbesserungen und Seilbahnanlagen (mit Flexenbahn und Trittkopfbahn I und II sowie Umbau Übungshangbahn). Dadurch wurde am Arlberg das größte zusammenhängende Skigebiet in Österreich geschaffen.Webseite Flexenbahn GmbH. und „Gratisbier bei der letzten Bergfahrt“, Vorarlberger Nachrichten vom 16./17. April 2016, S. A4. In weiterer Folge (nach dem Bau der Albonabahn II) ist auch daran gedacht, die Sektion I der Albonabahn zu erneuern.Aufrüstung auf der Albona, vol.at, 23. März 2009.

Technische Daten mini|Talstationen Albonabahn II, Flexenbahn, Valfagehrbahn und Rauzlift Die Talstation der Albonabahn II ist ein Komplex mit der Talstation der Valfagehrbahn und der Flexenbahn. Das Zugangsniveau der Albonabahn II befindet sich etwa 25 m unter dem Niveau der Einstiege Valfagehrbahn auf der Ebene des Zuganges zum Rauzlift und zum Personenaufzug zur Flexenbahn. Das Talstationsgebäude ist eine zweigeschoßige Stahlkonstruktion mit flach geneigten Dächern und einer Rundumverglasung. Im Untergeschoß befindet sich der Fahrbetriebsmittelbahnhof. Die Bergstation liegt auf Gebiet des Bundeslandes Tirol. Die Landesgrenze verläuft zwischen dem Bergstationsgebäude und der obersten Stütze. Die Bergstation wurde beim Bau der 10er Kabinenbahn geringfügig südöstlicher als bei der Doppelsesselbahn gebaut.Bauverhandlungsprotokoll, S. 8 f. Albonabahn II mini|Bergstation mini|Blick von der Bergstation Talstation: Alpe Rauz auf 1636 m Bergstation: Albonasattel im Bundesland Tirol auf 2320 m Eigentümer: Stubner Fremdenverkehrs-Gesellschaft m.b.H. Hersteller: Doppelmayr, Wolfurt Seilbahntyp: 10er - Einseil-Umlaufbahn (MGD) Ausrichtung der Anlage: weitgehend von Nord (Talstation) nach Süd (Bergstation) Errichtung: 2016 Eröffnung: 2. Dezember 2016 Höhenunterschied: 684 m Streckenlänge: 2060 m Horizontale Länge: 2048 m Anzahl der Stützen: 13 Größter Bodenabstand: 22,50 m Maximale Förderleistung: 2000 Pers/h Durchschnittliche Fahrzeit: 6 min Fahrgeschwindigkeit Strecke: 6,0 m/s Seilhersteller: Teufelberger Spannstation Förderseil: Talstation (hydraulisch regelbar) Antriebsstation: Bergstation Antriebsart: elektrisch Betriebsmittel: CWA OMEGA IV-10 SI mit Sitzheizung Personen pro Betriebsmittel: 10 Garagierung: Unterflur in der Talstation Fahrtrichtung: gegen den Uhrzeigersinn Saisonzeit: WinterbetriebDaten teilweise aus: Lift-World.info, Albonabahn II.

Vorgängeranlagen 2er Sessellift von 1985 mini|Luftbild des Streckenverlaufs der Albonabahnen alt und neuDie 10er-Einseilumlaufbahn Albonabahn II ersetzt den bisherigen gleichnamigen Zweier-Sessellift Albonabahn II, dessen Talstation befand sich im Bereich der Bergstation Albonabahn I. Die Bergstation befand sich am gleichen Punkt, an dem die heutige Gondelbahn endet. Die Anlage wurde erst im Frühling 2017 abgetragen, da er während der Bauphase noch für den Materialtransport verwendet wurde (bei der Bergstation bleibt das Untergeschoß bestehen, da in diesem die Trafostation untergebracht ist).Aufrüstung auf der Albona, vol.at, 23. März 2009. Talstation: Albona-Mittelstation auf 1824 m Bergstation: Albonasattel im Bundesland Tirol auf 2323 m Eigentümer: Stubner Fremdenverkehrs-GmbH Hersteller: Doppelmayr, Wolfurt Seilbahntyp: Doppelsessellift (2-CLF) Ausrichtung der Anlage: weitgehend von Nord (Talstation) nach Süd (Bergstation) Errichtung: 1985 Eröffnung: 1985 Stilllegung: 24. April 2016 Höhenunterschied: 499 m Streckenlänge: 1417 m Mittlere Neigung: 36,8 % größte Neigung: 103,2 % Anzahl der Stützen: 17 Maximale Förderleistung: 1440 Pers/h Durchschnittliche Fahrzeit: 8 min Fahrgeschwindigkeit Strecke: 2,5 m/s Förderseildurchmesser: 38 mm Spannstation Förderseil: Talstation (hydraulisch regelbar) Antriebsstation: Bergstation Antriebsart: elektrisch Betriebsmittelhersteller: Doppelmayr Betriebsmittel: 204 Doppelsessel ohne Sitzheizung Personen pro Betriebsmittel: 2 Fahrtrichtung: gegen den Uhrzeigersinn Saisonzeit: WinterbetriebDaten teilweise aus: Lift-World.info, Albonabahn II.Nachdem die Bahn 2017 abgetragen wurde, wurden ihre Einzelteile nach Eplény Ungarn verkauft, wo der alte Lift noch im Dezember des gleichen Jahres in Betrieb gegangen ist.

1er Sessellift aus den 50ern 294x294px|mini|Streckenverlauf auf den Albonagrat, alte Albonabahn II (1957–1985)Die erste Anlage Albonabahn II von 1956 ging erst im April 1957 in Betrieb. Es handelte sich um einen 1er Sessellift von der Firma Steurer, Doren. Der Lift wurde 1985 durch den 2er Sessellift ersetzt, welcher bis Frühling 2016 in Betrieb war. Die Bahn war die Fortsetzung der Albonabahn I (1956–1983) und führte vom Albona-Restaurant in südlicher Richtung auf den Albonagrat, sowohl die ehemalige Talstation als auch die ehemalige Bergstation blieben als Restaurants bis heute bestehen, wobei das Restaurant bei der ehemaligen Talstation in den 90ern neu gebaut wurde.

Skigebiet Die Albonabahn II gehört zum Skigebiet Ski Arlberg und liegt an der Landesgrenze der österreichischen Bundesländer Vorarlberg und Tirol. Seit der Saison 2016/17 handelt es sich dabei um das größte zusammenhängende Skigebiet Österreichs.Ski Arlberg: Flexenbahn ist eröffnet orf.at, 2. Dezember 2016, abgerufen am 2. Dezember 2016.

Trivia Links der Albonabahn II befindet sich der Lüftungsschacht des Arlbergstraßentunnels, der mit 736 m der tiefste Lüftungsschacht in Europa ist.

Weblinks

Verhandlungsschrift – Bauverhandlung Ski Arlberg investiert 45 Millionen Euro in vier neue Seilbahnprojekte, Vorarlberg Online, 18. Februar 60 Jahre Albonabahn: Erich Berthold war von Anfang an dabei, Stuben Tourismus

Einzelnachweise

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