Stefanie Enzinger (* 25. November 1990 in Mittersill) ist eine österreichische Fußballspielerin auf der Position einer Stürmerin, die seit der Saison 2017/18 beim amtierenden österreichischen Fußballmeister der Damen, dem SKN St. Pölten, spielt und ab 2015 für die österreichische Nationalmannschaft spielte. Im Jänner 2023 wurde ihr Rückzug aus der Nationalmannschaft bekanntgegeben. Im Sommer 2023 beendete sie zudem die Vereinskarriere.

Vereinskarriere Karrierebeginn in der Heimat Stefanie Enzinger wurde am 25. November 1990 in der Stadt Mittersill im Bundesland Salzburg geboren und begann ihre Vereinskarriere im Fußball kurz vor ihrem neunten Geburtstag, als sie am 15. Oktober 1998 bei ihrem Heimatverein SC Mittersill angemeldet wurde. Davor spielte sie bereits seit ihrem fünften Lebensjahr Fußball, zu dem sie durch Nachbarskinder gekommen war.Frauenfussball in Österreich: 10 Fragen an Stefanie Enzinger, abgerufen am 29. Juli 2017 Hier kam sie in Bubenmannschaften zum Einsatz und wechselte im Sommer 2006 in die reine Damenmannschaft des USK Hof, wo sie von Johann Enzinger, der die Damenmannschaft im Juni 1999 gegründet hatte und zum Gründungszeitpunkt als Vereinsobmann fungierte, trainiert wurde. Mit der Mannschaft gewann sie in der Saison 2006/07 ungeschlagen die zweitklassige österreichische 2. Liga Mitte,, abgerufen am 29. Juli 2017 wobei die Mannschaft aus 14 Partien 13 Siege und ein Remis hervorbrachte und mit 68:9 Treffern die mit Abstand beste Tordifferenz der Liga verzeichnen konnte. Im Relegationsspiel um den Aufstieg in die ÖFB Frauen-Bundesliga unterlag die Mannschaft den Damen des FC St. Veit nach einem 3:2-Heimsieg im Rückspiel mit 1:2, was aufgrund der Auswärtstorregel den Aufstieg für das Team aus St. Veit an der Glan und den Verbleib in der Zweitklassigkeit für die Damen aus Hof bei Salzburg bedeutete., abgerufen am 29. Juli 2017

Zweiter Meistertitel und Aufstieg in die Bundesliga In der nachfolgenden Spielzeit 2007/08, nachdem die Liga um zwei weitere Teams erweitert wurde, erreichten die USK-Hof-Damen erneut den ersten Platz im Endklassement, abgerufen am 29. Juli 2017 und kamen bei 16 Meisterschaftsspielen auf eine Bilanz von 14 Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage, sowie auf eine Tordifferenz von 82:13. Mit ihren drei Treffern aus neun Partien blieb sie dabei weit hinter den 39 bzw. 25 Treffern ihrer Mannschaftskolleginnen Marina Aufschnaiter, die heute auch als Fußballschiedsrichterin, hierbei unter anderem auch im Herrenfußball, in Erscheinung tritt, bzw. Isabella Grössinger, einer späteren Bundesliga-Spielerin. Enzinger trat nur im Herbst in Erscheinung und war im Frühjahr aufgrund einer Verletzung nicht mehr verfügbar. In der Relegation um den Bundesligaaufstieg trat die Stürmerin mit ihrem Team gegen die Damen des SV Groß-Schweinbarth an und gewannen zuerst das Auswärtsspiel mit 6:1 und daraufhin auch noch die Heimpartie mit 4:0, was den Aufstieg in die höchste Frauenfußball-Liga des Landes bedeutete.

Klassenerhalt in der Bundesliga Nach dem Aufstieg in die ÖFB Frauen-Bundesliga war der Qualitätsunterschied in der Saison 2008/09 deutlich zu spüren. Während die Damen des USK Hof in der Zweitklassigkeit noch weitgehend über die Konkurrenz triumphierten, rangierte die Mannschaft am Ende des Grunddurchgangs im Herbst nach neun absolvierten Partien mit lediglich zwei erreichten Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz; nur die Frauen des ASV St. Margarethen/Lavanttal hatten eine noch schlechtere Leistung gezeigt. In den anschließenden unteren Play-offs konnten der USK Hof daraufhin eine deutlich bessere Leistung abliefern, was bei acht absolvierten Partien zwei Siege, zwei Unentschieden und vier Niederlagen bedeutete. Damit hatte das Team zwar zehn Punkte erreicht, rangierte damit jedoch immer noch auf dem vorletzten Tabellenplatz; abermals war der ASV St. Margarethen/Lavanttal der mit Abstand schwächste Verein der Liga und musste den direkten Abstieg antreten. Der USK Hof schaffte es mit dem vorletzten Platz in die Relegation und bezwang dort die Union Kleinmünchen Linz nach einer 2:3-Niederlage im Hinspiel mit einem klaren 4:0-Erfolg im Rückspiel, was den Klassenerhalt bedeutete. Im österreichischen Frauen-Fußballcup 2008/09 schafften es die Damen nach drei Siegen in Folge bis ins Halbfinale, wo sie dem FC Wacker Innsbruck deutlich mit 1:8 unterlagen und vom laufenden Turnier ausschieden. In dieser Saison kam Enzinger in sieben Spielen der Hinrunde zum Einsatz und blieb dabei torlos. Danach absolvierte sie lediglich die ersten drei Spiele der unteren Play-offs und erzielte am 29. März 2009 ihren ersten Treffer in der ÖFB Frauen-Bundesliga, als sie bei der 2:3-Heimniederlage gegen die SG Ardagger/Neustadtl in Minute 25 den 1:0-Führungstreffer erzielte.USK Hof : USG Haubis Ardagger/Neustadtl (2:3), abgerufen am 29. Juli 2017 Des Weiteren war sie in drei der vier Pokalspiele im Einsatz, blieb aber auch hier ohne Torerfolg.

Wechsel nach Innsbruck Obwohl sie im Herbstdurchgang der Saison 2009/10 noch für den USK Hof spielberechtigt gewesen wäre, kam sie für ebendiesen jedoch nicht mehr zum Einsatz und wechselte in der Winterpause nach Innsbruck, wo sie ab 12. Jänner 2010 beim Ligakonkurrenten FC Wacker Innsbruck angemeldet war. Nachdem die Innsbruckerinnen den Grunddurchgang im Herbst auf dem zweiten Tabellenplatz hinter dem SV Neulengbach beendet hatten, startete Stefanie Enzinger mit der Mannschaft im Frühjahr in die oberen Play-offs. Hierbei kam sie bereits im ersten Spiel gegen die Damen des SK Austria Kärnten zu ihrem Pflichtspieldebüt für die Tirolerinnen, als sie beim 2:2-Remis am 13. März 2010 von Trainer Robert Martini von Beginn an eingesetzt und zur Halbzeitpause durch Arbresha Jahaj ersetzt wurde.SK KELAG Kärnten Frauen : Wacker Innsbruck (2:2), abgerufen am 29. Juli 2017 Danach saß sie in drei weiteren Spielen auf der Ersatzbank und kam dabei in einer Begegnung zu einem Kurzeinsatz, als sie bei einem 1:1-Auswärtsremis im letzten Saisonspiel gegen Neulengbach am 3. Juni 2017 in Minute 20 eingewechselt und in Minute 56 wieder ausgewechselt wurde.NÖ-SV Neulengbach Pflegeheim Beer : Wacker Innsbruck (1:1), abgerufen am 29. Juli 2017 Am Ende wurden die Innsbruckerinnen Vizemeister hinter Neulengbach und schieden im Pokal 2009/10 gegen ebendiese Mannschaft mit 0:4 im Viertelfinale aus; Enzinger brachte es in dieser Saison auf keinen Pokaleinsatz. Auch für die zweite Kampfmannschaft der Damen in der 2. Liga Mitte/West kam Enzinger, die die Tourismusschule Bramberg und bereits während ihrer Zeit in der Tiroler Landeshauptstadt die Universität Innsbruck besuchte, in dieser Saison nach einem erneuten Kreuzbandriss zu keiner Spielpraxis.

Die Saison 2010/11 wurde in der Erstklassigkeit des österreichischen Frauenfußballs in einer gleich langen Hin- wie Rückrunde ausgetragen; Enzinger kam in dieser, vor allem bedingt durch ihr Vollzeittätigkeit und ihr unterbrochenes Studium an der Universität Innsbruck, in keinem einzigen Meisterschaftsspiel zum Einsatz und war auch in keinem Pokalspiel, als die Innsbruckerinnen im Cup 2010/11 erst im Halbfinale gegen LUV Graz ausschieden, im Einsatz. In dieser Saison brachte sie es lediglich auf einen Einsatz für die zweite Kampfmannschaft von Wacker Innsbruck mit Spielbetrieb in der zweitklassigen 2. Liga Mitte/West. Diesen absolvierte sie am 10. März 2011 bei einer 1:5-Auswärtsniederlage gegen den Heeres SV Wals, als sie von Trainerin Alexandra Bugl über die volle Spieldauer eingesetzt wurde und in Minute 60 den Treffer zum 1:1-Ausgleich beisteuerte.Heeres SV Wals : Wacker Innsbruck 1b (5:1), abgerufen am 30. Juli 2017 Mit dieser Mannschaft wurde sie am Ende der Saison Vizemeister hinter dem bereits genannten Heeres SV Wals.

Pokalfinalist 2011/12 Nachdem sie die ersten paar Saisonspiele versäumt hatte, startete Enzinger erst etwas verspätet in die Spielzeit 2011/12, in der sie es bis zum Saisonende auf elf Ligaeinsätze und drei -treffer brachte und mit ihrer Mannschaft im Endklassement auf dem dritten Tabellenplatz rangierte. Im Pokal 2011/12 zogen die Tirolerinnen bis ins Finale ein, wo sie, nach anfänglichen Kantersiegen im Turnier, mit 0:4 dem SV Neulengbach unterlagen. In der zweiten Mannschaft kam die Stürmerin ebenfalls in einem Meisterschaftsspiel zum Einsatz, in dem sie selbst allerdings torlos blieb. Mit dem FC Wacker Innsbruck II rangierte sie am Saisonende auf dem ersten Tabellenplatz der 2. Liga Mitte/West, wobei das Team nur eines seiner 18 Ligapartien verloren hatte. Da die Mannschaft als zweites Team der Innsbrucker nicht für die höchste Spielklasse spielberechtigt war, durfte der zweitplatzierte Heeres SV Wals an der nachfolgenden Relegation teilnehmen. Dieser trat daraufhin jedoch nicht zum Spiel gegen den SKV Altenmarkt an, woraufhin Altenmarkt/Triesting in die höchste Liga im österreichischen Frauenfußball aufstieg.SKV Altenmarkt – Saisonausblick ÖFB-Frauenliga 1. Teil, abgerufen am 30. Juli 2017

2012/13 war Enzinger als Stammspielerin angekommen und absolvierte alle 18 Meisterschaftsspiele, wobei sie fünf Mal zum Torerfolg kam und die Saison mit der Mannschaft auf dem dritten Platz hinter dem ASV Spratzern (Vizemeister) und SV Neulengbach (Meister) beendete. Auch in allen vier Cuppartien kam die gebürtige Salzburgerin 2012/13 zum Einsatz, wobei sie einen Treffer erzielte und mit dem Team im Halbfinale mit 0:3 gegen den SV Neulengbach ausschied. In der zweiten Kampfmannschaft kam Enzinger in dieser Saison gar nicht zum Einsatz.

Erfolgreichste Innsbrucker Torschützin 2013/14 Zu einer Torgarantin entwickelte sich Stefanie Enzinger daraufhin in der Spielzeit 2013/14, als sie es bei 15 von 18 möglich gewesenen Meisterschaftsspielen auf insgesamt zwölf Treffer brachte. Damit war sie mannschaftsinterne Torschützenkönigin und rangierte in der Torschützenliste der ÖFB Frauen-Bundesliga zusammen mit Marlies Hanschitz vom SV Neulengbach auf dem dritten bzw. vierten Platz hinter Nina Burger (22 Tore, 2. Platz) und ihrer ehemaligen Mannschaftskollegin Nicole Billa (24 Tore, 1. Platz). Mit den Innsbruckerinnen beendete sie die Saison auf Rang 4 und schied auch im österreichischen Frauen-Fußballcup 2013/14 noch frühzeitig im Viertelfinale gegen St. Pölten aus. In diesem Turnier steuerte sie bei drei Einsätzen zwei Tore bei. Für die zweite Mannschaft kam sie abermals nicht mehr zum Einsatz.

In der Saison 2014/15 blieb Enzinger weiterhin torgefährlich und steuerte bei neun Einsätzen im Herbst achte Tore bei, darunter am 6. September 2014 ein Hattrick bei einem 6:0-Heimerfolg über den USC Landhaus Wien.FC Wacker Innsbruck : USC Landhaus (6:0), abgerufen am 30. Juli 2017 Zudem absolvierte sie noch alle drei Spiele ihrer Mannschaft im österreichischen Frauen-Fußballcup 2014/15, als der FC Wacker Innsbruck abermals bereits im Viertelfinale ausschied; diesmal mit 0:1 gegen den SKV Altenmarkt.

Torjägerin in der Steiermark