zentriert|350x260pxMarlon Brando erhält seinen ersten Oscar für seine Rolle in Die Faust im Nacken. Insgesamt erhält der Film 8 Oscars. Dieser Artikel behandelt das Filmjahr 1955.

Ereignisse 29. Januar: Uraufführung von Die Teuflischen (Regie: Henri-Georges Clouzot). Dieser als Klassiker geltende Film wirkte stilbildend im Genre des Psychothrillers. 19. März: In New York hat der Film Blackboard Jungle (Die Saat der Gewalt) Premiere, durch den der Song Rock Around the Clock von Bill Haley zum Welterfolg wird. In New York hat der Film Blackboard Jungle (Die Saat der Gewalt) Premiere, durch den der Song Rock Around the Clock von Bill Haley zum Welterfolg wird. 30. März: Bei der 27. Oscarverleihung wird Elia Kazans Drama Die Faust im Nacken mit Marlon Brando und Eva Marie Saint mit acht Oscars ausgezeichnet. 13. April: Erstaufführung des Films Rififi (Regie: Jules Dassin), der für das Genre der Heist-Filme als stilbildend gilt. 14. Juli: Der Spielfilm Drei Männer im Schnee nach dem gleichnamigen Roman von Erich Kästner wird in Köln uraufgeführt. 11. August: Mit Angelika Meissner, Heidi Brühl und Christiane König in den Titelrollen hat Die Mädels vom Immenhof, der erste Teil der Immenhof-Filmreihe, Premiere. 21. Dezember: Uraufführung von Sissi (Regie: Ernst Marischka). Der erste Teil der Sissi-Trilogie mit Romy Schneider und Karlheinz Böhm in den Titelrollen gehört mit 20–25 Millionen Zuschauern – Kartenverkäufe wurden damals noch nicht vollständig erfasst – zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Filmproduktionen. 29. Dezember: In Köln wird der unter der Regie von Kurt Hoffmann entstandene Spielfilm Ich denke oft an Piroschka mit Liselotte Pulver in der Titelrolle uraufgeführt.

Erfolgreichste Filme

Top 10 in den USA Die zehn erfolgreichsten Filme an den US-amerikanischen Kinokassen nach Einspielergebnis. Platz Filmtitel Einspielergebnis in US-Dollar 1. Cinerama Holiday 10.000.000 2. Mister Roberts 8.500.000 3. Battle Cry 8.100.000 4. Oklahoma! 7.100.000 5. Guys and Dolls 6.801.000 6. Lady and the Tramp 6.500.000 7. Picnic 6.300.000 8. Not as a Stranger 6.200.000 9. Strategic Air CommandThe Seven Year ItchThe Sea Chase 6.000.000 10. I’ll Cry Tomorrow 5.873.000

Filmpreise Golden Globe Award Am 24. Februar wurden im Cocoanut Grove in Los Angeles die Golden Globe verliehen.

Bestes Drama: Die Faust im Nacken von Elia Kazan Bestes Musical: Carmen Jones von Otto Preminger Bester Schauspieler (Drama): Marlon Brando in Die Faust im Nacken Beste Schauspielerin (Drama): Grace Kelly in Ein Mädchen vom Lande Bester Schauspieler (Musical/Komödie): James Mason in Ein neuer Stern am Himmel Beste Schauspielerin (Musical/Komödie): Judy Garland in Ein neuer Stern am Himmel Bester Nebendarsteller: Edmond O’Brien in Die barfüßige Gräfin Beste Nebendarstellerin: Jan Sterling in Es wird immer wieder Tag Bester Regisseur: Elia Kazan für Die Faust im Nacken Bestes Drehbuch: Billy Wilder und Ernest Lehman für Sabrina Cecil B. DeMille Award: Jean Hersholt

Academy Awards mini|hochkant|Grace Kelly mit dem Oscar neben William Holden (1955) Die Oscarverleihung fand am 30. März im RKO Pantages Theatre in Los Angeles statt. Moderator ist Bob Hope.

Bester Film: Die Faust im Nacken von Elia Kazan Bester Hauptdarsteller: Marlon Brando in Die Faust im Nacken Beste Hauptdarstellerin: Grace Kelly in Ein Mädchen vom Lande Bester Regisseur: Elia Kazan für Die Faust im Nacken Bester Nebendarsteller: Edmond O’Brien in Die barfüßige Gräfin Beste Nebendarstellerin: Eva Marie Saint in Die Faust im Nacken Beste Drehbuch: Budd Schulberg für Die Faust im Nacken Beste Schwarz-Weiß-Kamera: Boris Kaufman für Die Faust im Nacken

Vollständige Liste der Preisträger

Filmfestspiele von Cannes Das Festival fand vom 26. April bis zum 10. Mai statt. Die Jury unter Präsident Marcel Pagnol vergab folgende Preise: Goldene Palme: Marty von Delbert Mann Bester Schauspieler: Spencer Tracy in Stadt in Angst und das männliche Schauspielensemble aus dem russischen Film Eine große Familie Beste Schauspielerin: die Schauspielerinnen aus Eine große Familie Bester Regisseur: Jules Dassin (Rififi) und Sergej Wassiljew (Geroite na Schipka) Bestes Drama: Jenseits von Eden von Elia Kazan

Internationale Filmfestspiele Berlin 1955 Das Festival fand vom 24. Juni bis zum 5. Juli statt. Die Preise wurden nach einer Publikumsabstimmung vergeben. Goldener Bär: Die Ratten von Robert Siodmak Silberner Bär: Das Geheimnis des Marcellino von Ladislao Vajda Bronzener Bär: Carmen Jones von Otto Preminger

Filmfestspiele von Venedig Das Festival in Venedig fand vom 25. August bis zum 9. September statt. Die Jury wählte folgende Preisträger aus: Goldener Löwe: Das Wort (Ordet) von Carl Theodor Dreyer Bester Schauspieler: Kenneth More in The Deep Blue Sea und Curd Jürgens in Die Helden sind müde Beste Schauspielerin: nicht vergeben

Deutscher Filmpreis Bester Film: Canaris Beste Regie: Alfred Weidenmann für Canaris Beste Hauptdarstellerin: Therese Giehse für Kinder, Mütter und ein General Bester Hauptdarsteller: O. W. Fischer für Ludwig II. Beste Nebendarstellerin: Marianne Koch für Des Teufels General Bester Nebendarsteller: Martin Held für Canaris

British Film Academy Award Bester Film: Lohn der Angst von Henri-Georges Clouzot Bester britischer Darsteller: Kenneth More für Aber, Herr Doktor… Bester ausländischer Darsteller: Marlon Brando für Die Faust im Nacken Beste britische Darstellerin: Yvonne Mitchell für Das geteilte Herz Beste ausländische Darstellerin: Cornell Borchers für Das geteilte Herz

Étoile de Cristal Bester Film: Rot und Schwarz von Claude Autant-Lara Bester Darsteller: Gérard Philipe in Liebling der Frauen Beste Darstellerin: Danielle Darrieux in Rot und Schwarz Bester ausländischer Film: Die Müßiggänger von Federico Fellini Bester ausländischer Darsteller: Franco Fabrizi in Die Müßiggänger Beste ausländische Darstellerin: Leonora Ruffo in Die Müßiggänger

New York Film Critics Circle Award Bester Film: Marty von Delbert Mann Beste Regie: David Lean für Traum meines Lebens Bester Hauptdarsteller: Ernest Borgnine in Marty Beste Hauptdarstellerin: Anna Magnani in Die tätowierte Rose Bester ausländischer Film: Umberto D. von Vittorio De Sica und Die Teuflischen von Henri-Georges Clouzot

National Board of Review Bester Film: Marty von Delbert Mann Beste Regie: William Wyler für An einem Tag wie jeder andere Bester Hauptdarsteller: Ernest Borgnine in Marty Beste Hauptdarstellerin: Anna Magnani in Die tätowierte Rose Bester Nebendarsteller: Charles Bickford in … und nicht als ein Fremder Beste Nebendarstellerin: Marjorie Rambeau in Ein Mann namens Peter und Unvollendete Liebe Bester ausländischer Film: Der Gefangene von Peter Glenville

Weitere Filmpreise und Auszeichnungen Bodil: Das Wort von Carl Theodor Dreyer Deutscher Kritikerpreis: Charles Regnier Directors Guild of America Award: Elia Kazan für Die Faust im Nacken, Walt Disney (Lebenswerk) Louis-Delluc-Preis: Das große Manöver von René Clair Photoplay Award: Alle Herrlichkeit auf Erden von Henry King (Bester Film), William Holden (populärster männlicher Star), Jennifer Jones (populärster weiblicher Star) Writers Guild of America Award: Eine Braut für sieben Brüder (Bestes Musical), Die Faust im Nacken (Bestes Drama), Sabrina (Beste Komödie), Robert Riskin (Lebenswerk)

Geburtstage Januar bis März mini|125px|Rowan Atkinson (* 6. Januar) mini|125px|Kevin Costner (* 18. Januar) mini|125px|Ornella Muti (* 9. März) mini|125px|Bruce Willis (* 19. März)

Januar 6. Januar: Rowan Atkinson, britischer Schauspieler 8. Januar: Harriet Sansom Harris, US-amerikanische Schauspielerin 9. Januar: J. K. Simmons, US-amerikanischer Schauspieler 14. Januar: Jan Fedder, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher († 2019) 18. Januar: Kevin Costner, US-amerikanischer Schauspieler und Regisseur 18. Januar: Fernando Trueba, spanischer Regisseur 23. Januar: Hoyt Yeatman, US-amerikanischer Regisseur und Visuell-Effekt-Spezialist 25. Januar: Olivier Assayas, französischer Regisseur 26. Januar: Björn Andrésen, schwedischer Schauspieler und Musiker († 2025) 26. Januar: Lucía Méndez, mexikanische Schauspielerin, Sängerin und Model

Februar 7. Februar: Miguel Ferrer, US-amerikanischer Schauspieler († 2017) 8. Februar: Bob Beemer, US-amerikanischer Tontechniker 8. Februar: John Grisham, US-amerikanischer Schriftsteller 8. Februar: Ethan Phillips, US-amerikanischer Schauspieler 11. Februar: Fritz Roth, deutscher Schauspieler († 2022) 12. Februar: Paul Geoffrey, britisch-US-amerikanischer Schauspieler († 2023) 12. Februar: Fraser Clarke Heston, US-amerikanischer Regisseur und Drehbuchautor 15. Februar: Christopher McDonald, US-amerikanischer Schauspieler 19. Februar: Jeff Daniels, US-amerikanischer Schauspieler 21. Februar: Kelsey Grammer, US-amerikanischer Schauspieler 24. Februar: Alessandro D’Alatri, italienischer Filmregisseur und Drehbuchautor († 2023) 25. Februar: Leann Hunley, US-amerikanische Schauspielerin 27. Februar: Rainhard Fendrich, österreichischer Liedermacher, Moderator und Schauspieler 28. Februar: Gilbert Gottfried, US-amerikanischer Schauspieler († 2022)

März 1. März: Pepe Danquart, deutscher Regisseur 4. März: Dominique Pinon, französischer Schauspieler 6. März: Steve Golin, US-amerikanischer Produzent († 2019) 6. März: James Saito, US-amerikanischer Schauspieler 6. März: Alberta Watson, kanadische Schauspielerin († 2015) 9. März: Ornella Muti, italienische Schauspielerin 10. März: Juliusz Machulski, polnischer Regisseur 11. März: Nina Hagen, deutsche Sängerin, Schauspielerin und Synchronsprecherin 13. März: Glenne Headly, US-amerikanische Schauspielerin († 2017) 16. März: Bruno Barreto, brasilianischer Regisseur 17. März: Mark Boone Junior, US-amerikanischer Schauspieler 17. März: Gary Sinise, US-amerikanischer Schauspieler 19. März: Bruce Willis, US-amerikanischer Schauspieler 22. März: Lena Olin, schwedische Schauspielerin 24. März: Charles H. Ferguson, US-amerikanischer Regisseur und Produzent 29. März: Christopher Lawford, US-amerikanischer Schauspieler († 2018) 29. März: Marina Sirtis, US-amerikanische Schauspielerin

April bis Juni mini|125px|Stephen Furst (* 8. Mai)

April 3. April: Tomas Arana, amerikanischer Schauspieler 4. April: Casey Biggs, US-amerikanischer Schauspieler 4. April: Armin Rohde, deutscher Schauspieler 6. April: Robert Epstein, US-amerikanischer Dokumentarfilmer 6. April: Michael Rooker, US-amerikanischer Schauspieler 7. April: Werner Stocker, deutscher Schauspieler († 1993) 12. April: Nils Gaup, norwegischer Regisseur 17. April: Kristine Sutherland, US-amerikanische Schauspielerin 23. April: Judy Davis, australische Schauspielerin 23. April: Sissy Höfferer, österreichische Schauspielerin 24. April: Michael O’Keefe, US-amerikanischer Schauspieler 24. April: Esther Orjuela, venezolanische Schauspielerin († 2017) 29. April: Kate Mulgrew, US-amerikanische Schauspielerin

Mai 8. Mai: Stephen Furst, US-amerikanischer Schauspieler, Regisseur und Produzent († 2017) 9. Mai: Kevin Peter Hall, US-amerikanischer Schauspieler († 2012) 11. Mai: Thomas Rühmann, deutscher Schauspieler und Musiker 14. Mai: Robert G. Tapert, US-amerikanischer Produzent 15. Mai: Lee Horsley, US-amerikanischer Schauspieler 16. Mai: Debra Winger, US-amerikanische Schauspielerin 17. Mai: Francesco Nuti, italienischer Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor († 2023) 17. Mai: Bill Paxton, US-amerikanischer Schauspieler († 2017) 20. Mai: Diego Abatantuono, italienischer Schauspieler und Drehbuchautor 20. Mai: Zbigniew Preisner, polnischer Komponist 25. Mai: Connie Sellecca, US-amerikanische Schauspielerin 26. Mai: Doris Dörrie, deutsche Regisseurin 27. Mai: Richard Schiff, US-amerikanischer Schauspieler

Juni 2. Juni: Dana Carvey, US-amerikanischer Schauspieler 6. Juni: Deborah McNulty, US-amerikanische Maskenbildnerin († 2011)