Das Albrecht-Altdorfer-Gymnasium Regensburg (AAG) ist ein Gymnasium im Osten der Innenstadt von Regensburg, das seit 1962 nach dem deutschen Maler und Baumeister Albrecht Altdorfer benannt ist.

Geschichte Von 1864 bis 1884 war das städtische Gymnasium unter dem Namen Königliches Realgymnasium im Thon-Dittmer-Palais untergebracht. Seit 1880 nannte es sich auch Neues Gymnasium, um sich eindeutig vom 1872 auf dem Ägidienplatz erbauten katholisch geprägten „Alten Gymnasium“ abzugrenzen. Als sich zeigte, dass die räumlichen Verhältnisse im Thon-Dittmer-Palais für den Schulbetrieb zu beengt wurden, fiel auf Anregung von Bürgermeister Oskar von Stobäus der Entschluss, ein neues Schulgebäude auf einem städtischen Grundstück am Minoritenweg, zu errichten, wo nach dem Abbruch der Stadtmauer viel Platz für Neubauten entstanden war. mini|Albrecht-Altdorfer-Gymnasium am Minoritenweg Am Minoritenweg gab es ein großes städtisches Grundstück. Nachdem im Laufe des Dreißigjährigen Krieges bei den Kämpfen um Regensburg das städtische Lazarusspital westlich außerhalb der Altstadt zerstört worden war, hatte der Rat der Stadt im Osten der Altstadt beim Minoritenweg ein neues Haus erbauen lassen, in dem körperlich und geistig kranke und arme Einwohner der Stadt untergebracht werden konnten, den sogenannten Pestinhof. Die Bewohner des Pestinhofs wurden in einer ähnlichen städtischen Versorgungsanstalt in Kumpfmühl (genannt „Saurer Gockel“) untergebracht. Auf dem Gelände des Pestinhauses am Minoritenweg, das auf einem Stadtplan von 1812 als „Irrenhaus“ bezeichnet ist, wurde das Gebäude für das von Bürgermeister Stobäus erwünschte neue Königliche Neue Gymnasium gebaut. Der Neubau erfolgte auf Fundamenten der abgebrochenen Stadtmauern nach Plänen von Stadtbaumeister Adolf Schmetzer. 1894 wurde das neue Schulgebäude fertig gestellt und behielt den bereits ab 1880 gebräuchlichen Namen „Neues Gymnasium“

Seit 1962 trägt das Gymnasium den Namen des berühmten Malers Albrecht Altdorfer.deutsche-digitale-bibliothek.dedigital.ub.uni-duesseldorf.de In den von Beginn an herausgegebenen Jahresberichten des Gymnasiums kann die Entwicklung der Schule nachvollzogen werden.

Architektur Prägende Elemente der Architektur des Schulgebäudes im Stil der Neurenaissance (1892/94, Adolf Schmetzer) sind sowohl der winkelförmige, dreigeschossige Walmdachbau mit Eckpavillons und Zwerchhausgiebel als auch Fundamente der Stadtmauer und eines Zwingermauertürmchens (um 1330).Liste der Baudenkmäler in Regensburg-Ostnerwacht

Ausbildungsrichtungen humanistisches Gymnasium, Sprachenfolge Englisch, Latein, Griechisch bzw. Latein, Englisch, Griechisch sprachliches Gymnasium, Sprachenfolge Latein, Englisch, Französisch bzw. Englisch, Latein, Französisch naturwissenschaftlich-technologisches Gymnasium, Sprachenfolge Englisch, Latein bzw. Latein, Englisch Es besteht die Möglichkeit, Spanisch als spätbeginnende Fremdsprache ab der 11. Jahrgangsstufe zu lernen. Vielfältige Wahlangebote werden jahrgangsstufenübergreifend angeboten und schulintern aufgeführt.

Auszeichnungen und Projekte Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage (2006) Fairtrade School (2015)mittelbayerische.de Gute Gesunde Schule Bayern Umweltschule in Europa MINT - Into a new generation Welterbe in jungen Händen Partnerschule Universität Regensburg Jugend Debattiert Klimaschule Bayern Erasmus+ Periodically Die Schule nimmt zudem an Wettbewerben und Projekten besonders im naturwissenschaftlichen Spektrum teil.

Fahrtenprogramm Jahrgangsstufe Thema 5 Schullandheim 7 Skikurs 8 Englandfahrt10NTG-Fahrt (nur naturwissenschaftlicher Zweig) 11 Berlinfahrt 12 Studienfahrt 13 Orientierungstage

Schüleraustausch Jahrgangsstufe Land/Region 8 England 9 Französische Schweiz (nur sprachlicher Zweig) 10 Griechenland (nur humanistischer Zweig)

Mittelstufe Plus Das Gymnasium nahm mit 47 weiteren bayerischen Gymnasien am Pilotprojekt „Mittelstufe Plus“ teil. Im Schuljahr 2015/16 bot die Schule anstelle des seit dem Schuljahr 2010/11 üblichen achtjährigen Gymnasiums ein freiwilliges, zusätzliches Schuljahr in der Mittelstufe an, welches die Schule auf das G9-Abitur vorbereiten und den Schüler entlasten sollte. Knapp die Hälfte aller Schüler nahmen die Klasse „9+“ zwischen der neunten und zehnten Klasse an. Das Pilotprojekt endete mit der in ganz Bayern erfolgten stufenweisen Wiedereinführung des regulären neunjährigen Gymnasiums ab dem Schuljahr 2018/19.

Ehemalige Schüler Gernot Krankenhagen (* 1941), Abitur 1961, Museumsdirektor in Hamburg Hannes Jaenicke (* 1960), Schauspieler, Autor und Umweltaktivist Thomas Rudner (* 1961), Abitur 1980, Politiker (SPD) Thomas Mergel (* 1960), Abitur 1979, Historiker, Professor an der Humboldt-Universität zu Berlin

Siehe auch Liste der Baudenkmäler in Regensburg-Ostnerwacht, Akten-Nr. D-3-62-000-795

Weblinks

Homepage des Gymnasiums

Einzelnachweise

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