mini|Nadeschda Andrejewna Obuchowa, 1916

Nadeschda Andrejewna Obuchowa (; * in Moskau; † 14. August 1961 in Feodossija) war eine russisch-sowjetische Opernsängerin (Mezzosopran).Obuhova, Nadežda Andreevna (1886–1961). BnF; abgerufen am 23. Juli 2017.Обухова Надежда Андреевна. In: Andrea Suhm-Binder: Obukhova, Nadezhda abgerufen am 24. Juli 2017.

Leben Nadeschda Obuchowa stammte aus einer wohlhabenden Adelsfamilie. Sie war die Großnichte des Dichters Jewgeni Abramowitsch Baratynski und Cousine des Komponisten Nikolai Borissowitsch Obuchow. Sie wuchs in Chworostjanka bei Dobrinka (Lipezk) auf dem Landsitz ihres Großvaters Andrian Semjonowitsch Masaraki auf, der sich als Musiker und Mäzen betätigte.

Nadeschda Obuchowa studierte am Moskauer Konservatorium Gesang in der Klasse Umberto Masettis. Nach dem Studiumabschluss 1912 trat sie als Konzertsängerin auf. 1916 debütierte sie als Polina in Tschaikowskis Pique Dame. Bald wurde sie Solistin am Moskauer Bolschoi-Theater, an dem sie bis 1943 blieb. 1922 beteiligte sie sich am ersten Hörfunkkonzert der Sowjetunion mit der Arie der Polina aus Pique Dame. Sie übernahm Partien vom Kontra-Alt bis zu hohem Mezzosopran. Sie füllte ihre Rollen mit einzigartigem Charme aus. Zu den Opern mit ihr gehörten Carmen, Samson et Dalila, Rimski-Korsakows Die Zarenbraut, Sadko und Schneeflöckchen, Der Ring des Nibelungen (als Fricka), Emilio Arrietas Marina und Die Liebe zu den drei Orangen. Bühnenpartner waren insbesondere Pjotr Slowzow, Leonid Sobinow und Wassili Petrow. Die Zarenbraut mit ihr, Antonina Neschdanowa und Wassili Petrow war auch die erste Hörfunkübertragung aus dem Bolschoi-Theater. Einen großen Raum nahmen ihre Konzerte ein, wobei ihr Repertoire mehr als 300 Romanzen und Lieder umfasste.

Während des Deutsch-Sowjetischen Krieges blieb Obuchowa in Moskau und trat weiter auf einschließlich Hörfunkübertragungen. Ihr letztes Konzert gab sie im Juni 1961 auf der Krim.

Obuchowas Grab befindet sich auf dem Moskauer Nowodewitschi-Friedhof. (abgerufen am 23. Juli 2017). Der Asteroid (9914) Obukhova ist nach ihr benannt ebenso wie ein Venuskrater.

Ehrungen Verdiente Künstlerin der RSFSR (1928) Volkskünstler der RSFSR (1933) Leninorden (1937) Volkskünstler der UdSSR (1937) Stalinpreis I. Klasse (1943) Medaille „Für heldenmütige Arbeit im Großen Vaterländischen Krieg 1941–1945“ Orden des Roten Banners der Arbeit (1951, 1961)

Weblinks

Marina Lobanova: Artikel „Nadeshda Obuchowa“. In: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 29. Januar 2019.

Einzelnachweise

Kategorie:Opernsänger Kategorie:Person als Namensgeber für einen Asteroiden Kategorie:Person als Namensgeber für einen Venuskrater Kategorie:Träger des Leninordens Kategorie:Träger des Ordens des Roten Banners der Arbeit Kategorie:Träger des Stalinpreises Kategorie:Volkskünstler der UdSSR (Darstellende Kunst) Kategorie:Träger der Medaille „Für heldenmütige Arbeit im Großen Vaterländischen Krieg 1941–1945“ Kategorie:Russe Kategorie:Sowjetbürger Kategorie:Geboren 1886 Kategorie:Gestorben 1961 Kategorie:Frau