Die kinetische Monte-Carlo-Methode ist eine hybride Monte-Carlo-Methode und besitzt als Input die Raten von Zustandsübergängen, womit (indirekt) die Zeit modelliert wird. Die kinematische Monte-Carlo-Methode und die dynamische Monte-Carlo-Methode sind weitgehend ident. Verwandt ist auch der Gillespie-Algorithmus.

Für die Phasenübergangsrate wird die sogenannte Mastergleichung verwendet:

Dabei sind Pα, Pβ die Wahrscheinlichkeiten für bestimmte Konfigurationen α und β und Wαβ und Wβα die entsprechenden Übergangswahrscheinlichkeiten.

Zurückweisungslose kinetische Monte-Carlo-Simulation Vorgangsweise bei der zurückweisungslosen kinetischen Monte-Carlo-Simulation: Man definiert die Ausgangslage der Atome zum Zeitpunkt Von allen möglichen Übergängen in den nächsten Zustand werden die Übergangsraten berechnet, wobei für Übergänge, die nicht eintreten, gilt. Man bildet die Partialsumme der Übergangsraten: . Die Gesamtsumme der Übergangsraten ist . Die Zustände werden mit einer Wahrscheinlichkeit von angenommen. Man bestimmt eine Zufallszahl , es wird jener Übergang gewählt, für den gilt: Die Zeit wird auf gesetzt, mit wobei eine Zufallszahl zwischen 0 und 1 ist. Man wiederholt die Schritte 2–5, bis das Abbruchkriterium erfüllt ist.

Einzelnachweise

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