mini|Ilse Stobrawa auf einer Fotografie von Alexander Binder Ilse Stobrawa (* 9. Februar 1908 in Deutschland; † 1987, vermutlich in der DDR) war bis 1945 eine deutsche Schauspielerin und nach 1945 eine Synchronregisseurin für die DEFA.

Leben und Wirken Über Herkunft und Werdegang Stobrawas ist kaum etwas bekannt. Bereits mit nicht einmal 19 Jahren trat sie in einigen späten Stummfilmen vor die Kamera. Ilse Stobrawa wurde zunächst auf Problem- und Jugendfilme festgelegt, spielte aber bis in die ausgehenden 1930er Jahre im Film mehr oder weniger brave Töchter aus gutem Hause sowie junge, hingebungsvolle Ehefrauen wie etwa in dem NS-Propagandafilm Die Reiter von Deutsch-Ostafrika, eine ihrer wenigen Hauptrollen. In der Spielzeit 1931/32 gab sie im Alter von 19 Jahren als Ensemblemitglied des Berliner Theaters in der Klosterstraße auch ihren Einstand auf der Bühne. Weitere Festengagements sind kaum mehr festzustellen.

Nach dem Krieg verschwand Ilse Stobrawa weitgehend aus dem Blickfeld. Sie spielte kein Theater mehr und übernahm beim Film lediglich 1956 eine Regieassistenz für ihren Schwager Fritz Genschow – er hatte 1939 ihre Schwester Renée Stobrawa geheiratet – bei dem bundesdeutschen Jugend- und Kinderfilm Kalle wird Bürgermeister. Stattdessen trat sie frühzeitig in die Dienste der Ostberliner DEFA, wo sie als Synchronregisseurin eingestellt wurde, obwohl sie im Westen der Stadt, in Friedenau, wohnte. Dokumentiert sind etwa anderthalb Dutzend Filme, überwiegend dem kommunistischen Herrschaftsbereich (Osteuropa und China) entstammend, für die Ilse Stobrawa von 1950 bis 1964 die deutschsprachigen DDR-Fassungen anfertigte. Zu einigen dieser Filme steuerte sie auch die deutschen Dialoge bei. auf defa-stiftung.de

Filmografie als Schauspielerin: 1928: Der Biberpelz 1928: Schneeschuhbanditen 1928: Die Republik der Backfische 1928: Der Kampf der Tertia 1929: Spuren im Schnee 1929: Sprengbagger 1010 1929: Revolte im Erziehungshaus 1930: Der Tanz ins Glück 1931: Feind im Blut 1933: Der Traum vom Rhein 1933: Das Lied vom Glück 1934: Die Reiter von Deutsch-Ostafrika 1936: Hier irrt Schiller (Kurzfilm) 1936: Der neue Schiffsjunge (Kurzfilm) 1937: Womit schnurrt die Katze? (Kurzfilm) 1937: Die Pfennigschlacht (Kurzfilm) 1939: Hurra! Ich bin Papa! 1940: Lauter Liebe 1942: Diesel 1943: Du gehörst zu mir

Synchronregie (kleine Auswahl): 1950: Sandor schafft es 1953: Frühling 1953: Die Ehre des Genossen 1954: Verbrannte Beweise 1955: Der Sohn 1955: Der Richter bin ich 1959: Die Kleine 1959: … und Frauen werden einen 1961: Die grüne Patrouille 1961: Das purpurrote Segel 1963: Schiffsjunge von der „Columbus“ 1964: Begegnung mit einem Spion

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