mini|Preisträger 2026: Marie-Janine Calic, Katerina Poladjan und Manfred Gmeiner (v. l.) Der Preis der Leipziger Buchmesse ist ein Literaturpreis, der seit 2005 im Rahmen der Leipziger Buchmesse von der Leipziger Messe mit Unterstützung der Stadt Leipzig und des Freistaates Sachsen und in Zusammenarbeit mit dem Literarischen Colloquium Berlin verliehen wird.
Der Preis ehrt nicht, wie der ehemalige Deutsche Bücherpreis, bereits erfolgreiche Bücher, sondern Neuerscheinungen des letzten Einjahres-Zeitraums vor der jeweiligen Messe.siehe Teilnahmebedingungen. Die Verleihung findet am ersten Messetag in der Glashalle des Leipziger Messegeländes statt. Der Jury gehören sieben Literaturkritiker und -fachleute an.
Geschichte Die am 17. März 2005 erstmals verliehene Auszeichnung geht wesentlich auf eine Initiative des Leiters des Literarisches Colloquium Berlin, Ulrich Janetzki, Gratulationsseite des LCB über für Ulrich Janetzki zum 75. Geburtstag. zurück und ist der Nachfolgepreis des Deutschen Bücherpreises, der an derselben Stelle mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels von 2002 bis 2004 vergeben wurde. Die Auszeichnung wird für Neuerscheinungen in den drei Kategorien „Belletristik“, „Sachbuch und Essayistik“ sowie „Übersetzung“ vergeben und ist in jeder Sparte mit 20.000 Euro dotiert (Stand: 2023). Eingereicht und prämiert wird je ein deutschsprachiges Werk, seine Autoren und ggf. seine Übersetzer sind folglich indirekt belobigt.: „Eingereicht werden können deutschsprachige Werke.“
Nach der Absage der Buchmesse wegen der Coronavirus-Pandemie wurden die Preisträger im Jahr 2020 live im Hörfunk bekannt gegeben. In: preis-der-leipziger-buchmesse.de, 6. März 2020; abgerufen am 12. März 2020.
Im Jahr 2021 wurde der Preis aufgrund der fortbestehenden Pandemie am 28. Mai in der Kongresshalle am Zoo Leipzig vergeben. Die Nominierungen waren am 13. April bekannt gegeben worden.
2022, zum dritten Mal in Folge, wurde die Buchmesse erneut abgesagt. Die Preisverleihung wurde via Webstream veröffentlicht.
Preisträger Belletristik mini|Katerina Poladjan, Gewinnerin des Preises der Leipziger Buchmesse 2026 (Belletristik)
Jahr Preisträger/-in Titel Verlag 2005 Alle Tage Luchterhand 2006 Der Weltensammler Hanser 2007 Handy. Dreizehn Geschichten in alter Manier Berlin Verlag 2008 Die Nacht, die Lichter S. Fischer 2009 Apostoloff Suhrkamp 2010 Roman unserer Kindheit Rowohlt 2011 Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes Suhrkamp 2012 Sand Rowohlt 2013 Leben Rowohlt 2014 Vor dem Fest Luchterhand 2015 Regentonnenvariationen. Gedichte Hanser 2016 Frohburg Schöffling & Co. 2017 Sie kam aus Mariupol Rowohlt 2018 Hain. Geländeroman Suhrkamp 2019 Schäfchen im Trockenen Verbrecher Verlag 2020 Stern 111 Suhrkamp 2021 Echos Kammern Droschl 2022 Eine runde Sache Droschl 2023 Unser Deutschlandmärchen mikrotext 2024 Minihorror Residenz Verlag 2025 Halbinsel Luchterhand 2026 Goldstrand S. Fischer
Sachbuch/Essayistik mini|Marie-Janine Calic, Gewinnerin des Preises der Leipziger Buchmesse 2026 (Sachbuch)
Jahr Preisträger/-in Titel Verlag 2005 Schiller oder Die Erfindung des deutschen Idealismus Hanser 2006 Schwere Vorwürfe, schmutzige Wäsche Zsolnay 2007 Die Jahre der Vernichtung. Das Dritte Reich und die Juden 1939–1945 C.H.Beck 2008 Wäre es schön? Es wäre schön. Mein Vater Rudolf Herrnstadt Berlin Verlag 2009 Die Deutschen und ihre Mythen Rowohlt 2010 Kreis ohne Meister. Stefan Georges Nachleben. Eine abgründige Geschichte C.H.Beck 2011 Notizhefte Berlin Verlag 2012 Verbrannte Erde. Stalins Herrschaft der Gewalt C.H.Beck 2013 Die Gruppe 47. Als die deutsche Literatur Geschichte schrieb Deutsche Verlags-Anstalt 2014 Der Schatten des Fotografen Rowohlt 2015 Die neue Ordnung auf dem alten Kontinent. Eine Geschichte des neoliberalen Europa Suhrkamp 2016 Georg Forster. Zwischen Freiheit und Naturgewalt Matthes & Seitz Berlin 2017 Maria Theresia. Die Kaiserin in ihrer Zeit C.H.Beck 2018 Das sowjetische Jahrhundert. Archäologie einer untergegangenen Welt Edition der Carl Friedrich von Siemens Stiftung, C. H. Beck 2019 Wolfszeit. Deutschland und die Deutschen 1945–1955 Rowohlt Berlin 2020 Krebs fühlen – Eine Emotionsgeschichte des 20. Jahrhunderts Klett-Cotta 2021 Menschwerdung eines Affen Matthes & Seitz Berlin 2022 Etymologischer Gossip. Essays und Reden kookbooks 2023 Bittere Brunnen. Hertha Gordon-Walcher und der Traum von der Revolution Penguin Verlag 2024 ca. 1972 Gewalt – Umwelt – Identität – Methode Spector Books 2025 Pop-up-Propaganda. Epikrise der russischen Selbstvergiftung Matthes & Seitz Berlin2026Marie-Janine CalicBalkan-Odyssee. 1933 – 1941. Auf der Flucht vor Hitler durch SüdosteuropaC.H.Beck
Übersetzung mini|Manfred Gmeiner, Gewinner des Preises der Leipziger Buchmesse 2026 (Übersetzung)
Jahr Preisträger/-in Übersetztes Werk (Autor) Sprache Verlag 2005 Fredy Neptune (Les Murray) Englisch Ammann 2006 Aufbrüche (Antonio Moresco) Italienisch Ammann 2007 Ein grüner Junge (Fjodor Dostojewski) Russisch Ammann 2008 Roman vom Weißen Ritter Tirant lo Blanc (Joanot Martorell) Altkatalanisch S. Fischer 2009 Humboldts Vermächtnis (Saul Bellow) Englisch Kiepenheuer & Witsch 2010 Unendlicher Spaß (David Foster Wallace) Englisch Kiepenheuer & Witsch 2011 Krieg und Frieden (Lew Tolstoi) Russisch Hanser 2012 Parallelgeschichten (Péter Nádas) Ungarisch Rowohlt 2013 Die Cantos (Ezra Pound) Englisch Arche Literatur Verlag 2014 Europe Central (William T. Vollmann) Englisch Suhrkamp 2015 Judas (Amos Oz) Hebräisch Suhrkamp 2016 Die Tutoren (Bora Ćosić) Serbisch Schöffling & Co. 2017 Die Reise in den Westen (Anonymus) Chinesisch Reclam 2018 Juri Durkot Internat (Serhij Schadan) Ukrainisch Suhrkamp 2019 Verlorener Morgen (Gabriela Adameșteanu) Rumänisch Die Andere Bibliothek 2020 Oreo (Fran Ross) Englisch dtv 2021 Apropos Casanova. Das Brevier des Heiligen Orpheus (Miklós Szentkuthy) Ungarisch Die Andere Bibliothek 2022 Nevermore (Cécile Wajsbrot) Französisch Wallstein Verlag 2023 Die Cousinen (Aurora Venturini) Spanisch dtv 2024 Ki-Hyang Lee Der Fluch des Hasen (Bora Chung) Koreanisch CulturBooks 2025 Feuerdörfer. Wehrmachtsverbrechen in Belarus – Zeitzeugen berichten (Ales Adamowitsch, Janka Bryl, Uladsimir Kalesnik) Belarussisch Aufbau2026Manfred GmeinerUnten leben (Gustavo Faverón Patriau)SpanischDroschl
Jury
Über die Preisträger entscheidet jährlich eine siebenköpfige Jury, die sich aus Literaturkritikern, Journalisten oder Literaturwissenschaftlern zusammensetzt. Der Juryvorsitz wechselt alle drei Jahre. Auch die regulären Jurymitglieder wurden in der Vergangenheit nie länger als drei Jahre in Folge berufen. Bisher am häufigsten wurde die Literaturkritikerin Kristina Maidt-Zinke (Jurymitglied 2008–2010, Juryvorsitz 2016–2018) in die Jury berufen.
Jahr Juryvorsitz Weitere Jurymitglieder 2005– 2006 (SWR) (SZ) (FAZ) (NZZ) (Literaturen) (TU Berlin) (MDR) 2007 (SWR) (SZ) (Die Zeit) (MDR) (FAZ) (Literaturen) (NZZ) 2008– 2009 (Die Zeit) (MDR) (FR) (Die Welt) (SZ) (FAS) (NZZ) 2010 (freie Literaturkritikerin) (SZ) (FR) (Die Welt) (SZ) (Die Zeit) (FAS) 2011– 2012 (freie Literaturkritikerin) (FAZ) (SZ) (TA, Zürich) (freier Literaturkritiker) (freie Literaturkritikerin) (Die Zeit) 2013 (DLF/Die Zeit) (DLR Kultur) (TA, Zürich) (freier Literaturkritiker) (freie Literaturkritikerin) (SZ) (Universität Wien) 2014 (DLF, Die Zeit) (DLR Kultur) (FAZ) (taz) (freie Literaturkritikerin) (SZ) (Universität Wien) 2015 (DLF, Die Zeit) (DLR Kultur) (SZ, Der Tagesspiegel, DLR Kultur/DLF) (FAZ) (taz) (SZ) (Universität Wien) 2016 (SZ, Die Zeit) (DLF/DLR Kultur, NZZ, Der Tagesspiegel, FR, SZ) (Die Zeit) (SZ, Der Tagesspiegel, DLR Kultur/DLF) (FAZ) (taz) (FAZ, BLZ, SZ) 2017 (SZ, Die Zeit) (DLF/DLR Kultur, NZZ, Der Tagesspiegel, FR, SZ) (Die Zeit) (Der Tagesspiegel) (SZ, Der Tagesspiegel, DLR Kultur/DLF) (FAZ, BLZ, SZ) (Philosophie Magazin) 2018 (SZ, Die Zeit) (DLF/DLR Kultur, NZZ, Der Tagesspiegel, FR, SZ) (Die Zeit) (Der Tagesspiegel) (FAZ, BLZ, SZ) (Philosophie Magazin) (FAZ, Zeit) 2019 (Süddeutsche Zeitung) (Der Tagesspiegel) (freier Literaturkritiker) (freie Literaturkritikerin) (FAZ, BLZ, SZ) (Der Spiegel) (MDR, 3Sat) 2020 (Süddeutsche Zeitung) (Autorin und Bloggerin) (freier Literaturkritiker) (Deutschlandradio) (Literarische Welt) (MDR, 3Sat) (freie Literaturkritikerin) 2021 (Journalist) (rbbKultur) (freier Literaturkritiker) (FAZ) (Literarische Welt) (MDR, 3Sat) (freie Literaturkritikerin) 2022 (freie Literaturkritikerin) (rbbKultur) (Literaturwissenschaftler) (FAZ) (Literaturkritikerin) (Literatur- und Theaterkritikerin) (freie Literaturkritikerin) 2023 (freie Literaturkritikerin) (rbbKultur) (Literaturwissenschaftler) (FAZ) (Literaturredakteurin) (Literatur- und Theaterkritikerin) (freie Literaturkritikerin) 2024 (freie Literaturkritikerin) (Die Zeit) (Literaturwissenschaftler) (SZ) (Literaturredakteurin) (Literatur- und Theaterkritikerin) (freie Literaturkritikerin) 2025 (Literaturkritikerin, MDR) (Die Zeit) (Moderatorin) (Deutschlandfunk Kultur) (Literaturredakteurin) (freier Journalist) (Frankfurter Rundschau) 2026 (Literaturkritikerin, MDR) (Moderatorin, Jury Österreichischer Buchpreis) (Kulturjournalist, ARD und andere) (Autorin, freie Kritikerin Deutschlandfunk) (Literatur- und Filmkritiker) (Autor, Redakteur) (Redakteurin, Frankfurter Rundschau)
Siehe auch Deutscher Buchpreis
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Kategorie:Literaturpreis (Sachsen)
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