Kappersberg ist ein Gemeindeteil des Marktes Markt Erlbach im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern). Kappersberg liegt in der Gemarkung Kotzenaurach.
Geografie Das Dorf liegt 2,5 km nördlich von Markt Erlbach. 0,25 km südlich befindet sich der Bach Schlegelgründel, 0,25 km nördlich das Zedergründlein, 0,5 km östlich liegt das Lebkuchner Holz. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Oberulsenbach zur Staatsstraße 2255 (1,4 km südwestlich), nach Kotzenaurach (1,2 km nördlich) und zur Staatsstraße 2244 (2,2 km östlich).
Geschichte Der Ort wurde 1299 als „Capsberch“ erstmals urkundlich erwähnt.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Kappersberg 7 Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Stadtvogteiamt Markt Erlbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte die Herrschaft Wilhermsdorf. Grundherren waren die Herrschaft Wilhermsdorf (4 Güter, 2 Halbgüter) und die Pfarrei Linden (1 Gut).H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 106.
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justizamt Markt Erlbach und Kammeramt Neuhof. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Kappersberg dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Buchklingen und der 1813 gebildeten Ruralgemeinde Buchklingen zugeordnet. 1815 entstand die Ruralgemeinde Kappersberg, zu der Knochenhof und Ziegelhütte gehörten.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 223. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Markt Erlbach zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Ipsheim. Die freiwillige Gerichtsbarkeit und die Polizei hatte jedoch das Patrimonialgericht Wilhermsdorf bis 1839 inne. Am 9. November 1824 wurde die Gemeinde Kappersberg in die neu gegründete Gemeinde Kotzenaurach integriert.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 202.
Bei der Landwirtschafts- und Gewerbeschau im Oktober 1928 erhielt der Ackerbauverein Kappersberg und Umgebung für die beste Gesamtleistung die Goldene Medaille des Staatsministeriums für Landwirtschaft und Arbeit.
Am 1. Juni 1968 wurde Kappersberg nach Markt Erlbach eingemeindet.
Baudenkmal Steinkreuz
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2017 2023Einwohner 48 39 52 35 40 29 41 65 37 41 38 40 48HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 7 8 8 7 7 8 8 10 Quelle
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Kilian (Markt Erlbach) gepfarrt. Die Katholiken gehören zur Kirchengemeinde Maria Namen (Markt Erlbach), die ursprünglich eine Filiale von St. Michael (Wilhermsdorf) war und seit 2019 eine Filiale von St. Johannis Enthauptung (Neustadt an der Aisch) ist.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ortsteil von Markt Erlbach Kategorie:Ort im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim) Kategorie:Ersterwähnung 1299 Kategorie:Gemeindegründung 1815 Kategorie:Gemeindeauflösung 1824