Die Liste der Stolpersteine in Kerken enthält alle Stolpersteine, die im Rahmen des gleichnamigen Projekts von Gunter Demnig in Kerken verlegt wurden. Mit ihnen soll an Opfer des Nationalsozialismus erinnert werden, die in Kerken lebten und wirkten.
Verlegte Stolpersteine Adresse Verlege- datum Person, Inschrift Bild Anmerkung Hochstraße 35 Homepage des Heimatvereins Aldekerk e. V.Stolpersteine Pötterstraße 66 (PDF; 369 kB) moenchengladbach.de Hier wohnte Ludwig Mendel Jg. 1874 Deportiert 1942 Auschwitz ermordet Sept. 1942 mini|Stolpersteine in Kerken: Mendel, Ludwig Ludwig MendelLudwig Mendel. ushmm.org wurde im Jahr 1878 in Krefeld geboren. Er heiratete Adele Meyer (* 1879), aus der Ehe gingen vier Söhne hervor: Erich (* 1907), Arthur (* 1900), Otto (* 1904) und Karl (* 1902). Ludwig wurde wohl nach Auschwitz deportiert, er soll dort im September 1942 ermordet worden sein. Hier wohnte Erich Mendel Jg. 1907 Flucht Belgien Interniert Mechelen Deportiert 1943 Auschwitz ermordet Sept. 1942 mini|2017 07 16 Stolpersteine Kerken Mendel Erich Erich MendelErich Mendel. yadvashem.orgErich Mendel (2). yadvashem.orgErich Mendel (3). yadvashem.orgErich Mendel. ushmm.orgErich Mendel. bundesarchiv.de wurde am 23. August 1907 als Sohn von Ludwig Mendel (* 1878) und Adele Mendel, geb. Meyer (* 1879) in Aldekerk geboren, er hatte drei Brüder: Arthur (* 1900), Karl (* 1902) und Otto (* 1904). Nach der Flucht nach Belgien wurde er in Mechelen interniert, am 11. August 1942 mit dem Transport II von Caserne Dossin (Deportationsnummer 661) nach Auschwitz deportiert, wo er am 25. September 1942 ermordet wurde. Hier wohnte Adele Mendel geb. Maier Jg. 1875 Deportiert 1942 Schicksal unbekannt mini|Stolpersteine in Kerken: Mendel, Adele Adele Meyer (oder Meier)Adele Mendel. yadvashem.orgAdele Mendel. ushmm.orgAdele Mendel. bundesarchiv.de wurde am 18. April 1875 in Krefeld geboren. Sie heiratete Ludwig Mendel (* 1878), aus der Ehe gingen vier Söhne hervor: Erich (* 1907), Arthur (* 1900), Otto (* 1904) und Karl (* 1902). Adele wurde am 25. Juli 1942 über Düsseldorf mit dem Transport VII/2 Br663 ins Ghetto Theresienstadt verbracht, von dort aus am 26. September 1942 nach Treblinka deportiert, wo sie ermordet wurde. Hier wohnte Arthur Mendel Jg. 1900 Flucht 1938 China überlebt mini|Stolpersteine in Kerken: Mendel, Arthur Arthur MendelArthur mendel. ushmm.org wurde im Jahr 1900 als ältester Sohn von Ludwig Mendel (* 1878) und Adele Mendel, geb. Meyer (* 1879) geboren. Er hatte drei Brüder: Karl (* 1902), Arthur (* 1900) und Otto (* 1904). Im Jahr 1938 floh er vor den Nationalsozialisten nach Shanghai/China, wo er zehn Jahre lebte. Danach übersiedelte er in die USA, wo er 1982 verstarb. Hier wohnte Karl Mendel Jg. 1902 Verhaftet Ermordet in Buchenwald mini|Stolpersteine in Kerken: Mendel, Karl Karl MendelKarl Mendel. yadvashem.orgKarl Mendel (2). yadvashem.orgKarl Mendel. ushmm.orgKarl Mendel. bundesarchiv.de wurde am 12. Januar 1902 als Sohn von Ludwig Mendel (* 1878) und Adele Mendel, geb. Meyer (* 1879) in Aldekerk geboren, er hatte drei Brüder: Arthur (* 1900), Arthur (* 1900) und Otto (* 1904). Karl heiratet Paula Jülich (* 31. März 1901), aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor: Vera (* 18. April 1929) und Richard (* 12. Februar 1931). Karl, Paula, Vera und Richard emigrierten nach Belgien, Karl wurde vom 10.–15. Mai 1940 im Lager Saint Cyprien interniert. Am 10. Oktober 1942 wurde er ab Mechelen nach Auschwitz verbracht, am 10. Februar 1945 weiter nach Buchenwald deportiert und dort umgebracht. Hier wohnte Otto Mendel Jg. 1904 Verhaftet 1938 Oranienburg Flucht 1938 Kuba überlebt mini|Stolpersteine in Kerken: Mendel, Otto Otto Mendel im Jahr 1904 als Sohn von Ludwig Mendel (* 1878) und Adele Mendel, geb. Meyer (* 1879) geboren, er hatte drei Brüder: (* 1900), Arthur (* 1900) und Karl (* 1902). Otto wurde im Jahr 1938 verhaftet und nach Oranienburg deportiert, wo ihm die Flucht gelang – er konnte nach Kuba fliehen. Hochstraße 112 Hier wohnteWilhelm BosseljoonJg. 1866Eingewiesen 26.1.1936Heilanstalt Bedburg-Hau'Verlegt' 6.3.1940GrafeneckErmordet 7.3.1940'Aktion T4' mini|Stolpersteine in Kerken: Bosseljoon, Wilhelm Wilhelm Booseljoon lebte in Aldekerk und wurde im Januar 1936, nachdem er laut Krankenakte zu einer Bedrohung für sein Umfeld geworden war, in die Provinzial-Heil- und Pflegeanstalt Bedburg-Hau eingeliefert. Dort verbrachte er vier Jahre bis zum März 1940. Die Absicht der Nazis, die Anstalt in ein Lazarett umzuwandeln, erforderte die Räumung der Einrichtung. Fast 2000 kranke und behinderte Menschen wurden zur Vergasung in die Vernichtungsanstalt Grafeneck in Württemberg überführt. Unter ihnen war auch Wilhelm Bosseljoon, der bereits einen Tag nach seiner Ankunft in einer Gaskammer ermordet wurde. Hochstraße 139 Hier wohnte Felix GersonJg. 1890Flucht 1938 BelgienInterniert MechelenDeportiert 1942AuschwitzErmordet Okt. 1942 mini|Stolpersteine in Kerken: Gerson, Felix Felix GersonFelix Gerson bundesarchiv.deFelix Gerson yadvashem.orgFelix Gerson yadvashem.org (2)Felix Gerson yadvashem.org (3)Felix Gerson yadvashem.org (4)Felix Gerson ushmm.orgFelix Gerson beeldbank.kazernedossin.eu wurde am 27. August 1890 in Aldekerk geboren. Er heiratete Johanna Anna Kaufmann, drei Kinder (Ingeborg, Helga und Hans Josef) sind bekannt. Weihnachten 1938 flieht die gesamte Familie Gerson zu Annas Bruder Karl Leyser Kaufmann ins belgische Elen. Nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht in Belgien flieht die ganze Familie nach Südfrankreich. Hier wurden sie von den französischen Behörden im Camp de Gurs interniert. Die Familie Gerson zog zurück in ein Nachbardorf von Elen (in Belgien). Von dort aus wurde die gesamte Familie Gerson (mit dem letzten Transport aus Belgien) ins KZ Auschwitz deportiert, wo alle ermordet wurden. Hier wohnte Anna GersonGeb. KaufmannAlter UnbekanntFlucht 1938 BelgienInterniert MechelenDeportiert 1942AuschwitzErmordet Okt. 1942 mini|Stolpersteine in Kerken: Gerson, Anna Johanna Anna KaufmannAnna Gerson bundesarchiv.deAnna Gerson, geb. Kaufmann yadvashem.org wurde am 10. August 1897 als Tochter von Benjamin Kaufmann und seiner Ehefrau Johanna Kaufmann, geb. Frank in Neukirchen-Vluyn geboren, ein Bruder (Karl Leyser) ist bekannt. Anna heiratete Felix Gerson, drei Kinder (Ingeborg, Helga und Hans Josef) sind bekannt. Weihnachten 1938 flieht die gesamte Familie Gerson zu Annas Bruder Karl Leyser Kaufmann ins belgische Elen. Nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht in Belgien flieht die ganze Familie nach Südfrankreich. Hier wurden sie von den französischen Behörden im Camp de Gurs interniert. Die Familie Gerson zog zurück in ein Nachbardorf von Elen (in Belgien). Von dort aus wurde die gesamte Familie Gerson (mit dem letzten Transport aus Belgien) ins KZ Auschwitz deportiert, wo alle ermordet wurden. Hier wohnte Ingeborg GersonJg. 1924Flucht 1938 BelgienInterniert MechelenDeportiert 1942AuschwitzErmordet Okt. 1942 mini|Stolpersteine in Kerken: Gerson, Ingeborg Ingeborg GersonIngeborg Gerson bundesarchiv.deIngeborg Gerson yadvashem.orgIngeborg Gerson yadvashem.org (2)Ingeborg Gerson ushmm.org wurde am 10. Juli 1924 als Tochter von Felix Gerson und seiner Ehefrau Johanna Anna Gerson, geb. Kaufmann in Aldekerk geboren, zwei Geschwister (Helga und Hans Josef) sind bekannt. Weihnachten 1938 flieht die gesamte Familie Gerson zu Annas Bruder Karl Leyser Kaufmann ins belgische Elen. Nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht in Belgien flieht die ganze Familie nach Südfrankreich. Hier wurden sie von den französischen Behörden im Camp de Gurs interniert. Die Familie Gerson zog zurück in ein Nachbardorf von Elen (in Belgien). Von dort aus wurde die gesamte Familie Gerson (mit dem letzten Transport aus Belgien) ins KZ Auschwitz deportiert, wo alle ermordet wurden. Hier wohnte Helga GersonJg. 1927Flucht 1938 BelgienInterniert MechelenDeportiert 1942AuschwitzErmordet Okt. 1942 mini|Stolpersteine in Kerken: Gerson, Helga Helga GersonHelga Gerson bundesarchiv.deHelga Gerson yadvashem.orgHelga Gerson yadvashem.org (2)Helga Gerson ushmm.orgHelga Gerson beeldbank.kazernedossin.eu wurde am 27. April 1927 als Tochter von Felix Gerson und seiner Ehefrau Johanna Anna Gerson, geb. Kaufmann in Aldekerk geboren, zwei Geschwister (Ingeborg und Hans Josef) sind bekannt. Weihnachten 1938 flieht die gesamte Familie Gerson zu Annas Bruder Karl Leyser Kaufmann ins belgische Elen. Nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht in Belgien flieht die ganze Familie nach Südfrankreich. Hier wurden sie von den französischen Behörden im Camp de Gurs interniert. Die Familie Gerson zog zurück in ein Nachbardorf von Elen (in Belgien). Von dort aus wurde die gesamte Familie Gerson (mit dem letzten Transport aus Belgien) ins KZ Auschwitz deportiert, wo alle ermordet wurden. Hier wohnte Hans GersonJg. 1930Flucht 1938 BelgienInterniert MechelenDeportiert 1942AuschwitzErmordet Okt. 1942 mini|Stolpersteine in Kerken: Gerson, Hans Hans Josef GersonHans Josef Gerson bundesarchiv.deHans Josef Gerson yadvashem.orgHans Josef Gerson yadvashem.org (2)Hans Josef Gerson ushmm.orgHans Josef Gerson beeldbank.kazernedossin.eu wurde am 2. September 1930 als Sohn von Felix Gerson und seiner Ehefrau Johanna Anna Gerson, geb. Kaufmann in Aldekerk geboren, zwei Geschwister (Ingeborg und Helga) sind bekannt. Weihnachten 1938 flieht die gesamte Familie Gerson zu Annas Bruder Karl Leyser Kaufmann ins belgische Elen. Nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht in Belgien flieht die ganze Familie nach Südfrankreich. Hier wurden sie von den französischen Behörden im Camp de Gurs interniert. Die Familie Gerson zog zurück in ein Nachbardorf von Elen (in Belgien). Von dort aus wurde die gesamte Familie Gerson (mit dem letzten Transport aus Belgien) ins KZ Auschwitz deportiert, wo alle ermordet wurden.
Weblinks
Stolpersteine auf Initiative des Heimatvereins verlegt. Website des Heimatvereins Aldekerk e. V. Jonathan Thompson: The Stumbling Stones For The Mendel Family. YouTube-Video stolpersteine.eu
Einzelnachweise
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