Emma Planck, fälschlicherweise auch Emma Plank (* 23. April 1837, wohl in Seehausen, Altmark, Provinz Brandenburg; † 5. Januar 1923 in Rom), war eine deutsche Malerin und Fotografin. Neben Emilie Bieber zählt sie zu den ersten Berufsfotografinnen Deutschlands.Bodo von Dewitz: Das Agfa-Foto-Historama im Wallraf-Richartz-Museum/Museum Ludwig der Stadt Köln. Museum Ludwig, Köln 1986, S. 121
Leben mini|Siegesfeier der Preußischen Truppen vor dem Alten Dom, Berlin 1871, Fotografie von Emma Planck mini|Plancks Grab auf dem Nichtkatholischen (Protestantischen) Friedhof Rom Nach eigenen Angaben bildete sich Planck als Autodidaktin in der Fotografie aus. In Berlin, in der Leipziger Straße 31, später in der Mohrenstraße 8,Der Bazar, XIII. Jahrgang, Ausgabe Nr. 28 vom 23. Juli 1867 (Digitalisat) und Der Bazar, XIII. Jahrgang, Ausgabe Nr. 22 vom 8. Juni 1867 (Digitalisat) (seit 18. August 2025 amtliche Umbenennung in Anton-Wilhelm-Amo-Straße), betrieb sie – ab 1866 zusammen mit Maria GubitzAnnonce in der National-Zeitung, viertes Beiblatt, Ausgabe Nr. 152 vom 1. April 1866 (Google Books)Maria (Marie) Gubitz war ab 1866 Mitglied im Ausschuss des Lette-Vereins. – Jenny Hirsch: Festschrift zur 25jährigen Jubiläumsfeier des Lette-Vereins. 1866–1891. Berlin 1891, S. 114 (Google Books) – ein Fotoatelier, das ihr bescheidene Einkünfte sicherte. Als Mitglied des Vereins zur Förderung höherer Bildung und Erwerbsfähigkeit des weiblichen Geschlechts empfahl sie sich dessen Gründer Wilhelm Adolf Lette für die Ausbildung von Fotografinnen, woraufhin dieser Verein ihr ab 1866 Schülerinnen zur Ausbildung schickte.Photographische Lehranstalt des Lette-Vereins, Webseite im Portal digitales-deutsches-frauenarchiv.de, abgerufen am 15. März 2022
Im Jahr 1869 war Emma Plan[c]k die einzige Frau unter den damals 120 Mitgliedern des Berliner Bezirks-Vereins Deutscher Photographen und betrieb ein photographisches Atelier in der Werderstraße 8.Photographische Mittheilungen. Zeitschrift des Deutschen Photographen-Vereins. Herausgegeben von Dr. Hermann Vogel. Fünfter Jahrgang. (No. 49-60 der ganzen Reihenfolge.) Berlin, Louis Gerschel Verlagsbuchhandlung. 1869, A. W. Schade's Buchdruckerei (L. Schade) in Berlin, S. 156 (Nr. 89), (Digitalisat)
Ab 1870 wohnte Emma Planck in der Via Avignonesi 70 in Rom.Friedrich Noack: Das Deutschtum in Rom seit dem Ausgang des Mittelalters. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1927, Band 2, S. 454 (Digitalisat) An der Rheinisch-Westfälischen Industrie- und Gewerbeausstellung 1880 in Düsseldorf, wo sie Mitte der 1880er Jahre neben Laura Lasinsky als eine von zwei Berufsfotografinnen ansässig war,Adressbuch aller Länder der Erde. Band 7: Rheinpreussen, Luxemburg und Birkenfeld. Verlag von C. Leuchs & Co., Nürnberg 1885, S. 629 (Google Books) beteiligte sie sich mit „Photographische[n] Studien nach der Natur“Officieller Katalog der Gewerbe-Ausstellung in Düsseldorf 1880. Zweite Auflage, Düsseldorf 1880, S. 151, Nr. 2031 (Digitalisat) und erhielt dafür eine silberne Ausstellungsmedaille.Düsseldorfer Volksblatt, Ausgabe Nr. 265 vom 2. Oktober 1880 (Digitalisat)
In Rom zählten die Malerinnen Charlotte Popert, Biografie im Portal bloges.wiki, abgerufen am 15. März 2022 und Helene Richter zu ihren Freundinnen. Über ihr Leben in Rom und ein Kinderporträt ihrer Freundin Helene Richter schrieb Planck 1874 in einem Beitrag für die Zeitschrift Die Gartenlaube. Die Malerin Sabine Lepsius, die Emma Planck um die Jahrhundertwende in einem römischen Atelierhaus begegnete, beschrieb die Künstlerin als „als höchst originelle, hinkende Alte (…), eine Gestalt, wie sie sich nur in Rom erhalten konnte. Sie tat von Zeit zu Zeit geistvolle Aussprüche, rauchte von früh bis spät Zigaretten und war schrecklich unordentlich.“Sabine Lepsius: Ein Berliner Künstlerleben um die Jahrhundertwende. Erinnerungen von Sabine Lepsius. Georg Müller Verlag, München 1972, S. 106 1907 feierte die deutsche Künstlerkolonie in Rom ihren 70. Geburtstag festlich.Kunstchronik. Wochenschrift für Kunst und Kunstgewerbe. Neue Folge, Heft 27 (31. Mai 1907), Sp. 441 (Digitalisat)
Ihre Grabstätte liegt auf dem Protestantischen Friedhof von Rom (Grabstelle 1392). Diese teilt sie mit ihrer Freundin Charlotte Popert. acdan.it; abgerufen am 15. März 2022
Literatur Lilly Hauff: Der Lette-Verein in der Geschichte der Frauenbewegung. Eine Chronik J. Jastrow, Berlin 1928, S. 45, 93.
Weblinks
Emma Planck. Auktionsresultate im Portal artnet.de
Einzelnachweise
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