mini|Flämische Musiker im 17. Jahrhundert mini|Moderne alta capella Als alta musica (auch Bläser-Alta, alta capella, kurz alta, für „laute, helle Musik“) bezeichnet man Bläserensembles des 15. Jahrhunderts, die aus , also „starken Instrumenten“ bestanden und zur Tanz-, Turnier-, Mummenschanz- und Freiluftmusik,Hans Heinrich Eggebrecht (Hrsg.): Meyers Taschenlexikon Musik, Band 1. Meyers Lexikonverlag, Mannheim / Wien / Zürich 1984, ISBN 3-411-01996-4, S. 42. aber auch im Kirchenraum und bei höfischen Festen verwendet wurde. Im weiteren Sinne wird der Begriff auch für vergleichbare Besetzungen des 14. und 16. Jahrhunderts gebraucht.
Alta (musica) wurde um 1484 vom Musiktheoretiker Johannes Tinctoris als „das Zusammenwirken von Schalmei, Dulzian, Trombone und Zugtrompete“ bezeichnet. Heinrich Besseler führte den Begriff 1949 allgemein ein.
Typische Instrumente der alta waren Schalmeien, Pommern, Trompeten, Hörner, Sackpfeifen und Businen, aber auch Schlaginstrumente wie Trommeln und Becken. Im Gegensatz dazu setzte man die („stille Instrumente“) vorzugsweise in geschlossenen Räumen vor kleineren Hörerkreisen, auch bei Mysterienspielen ein. Dazu gehörten beispielsweise Querflöten, Blockflöten, Krummhörner oder Saiteninstrumente wie Lauten, Harfen, Psalterien oder Fideln.Carl Dahlhaus, Hans Heinrich Eggebrecht (Hrsg.): Brockhaus Riemann Musiklexikon, Band 2. Schott, Mainz 1989, ISBN 3-7957-8302-X, S. 182.
Siehe auch Stadtpfeifer
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Einzelnachweise
Kategorie:Ensembletyp Kategorie:Renaissance (Musik) Kategorie:Bläsermusik Kategorie:Musik des 15. Jahrhunderts