Archignat () ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand: ) im Département Allier in der Region Auvergne-Rhône-Alpes.

Lage Die Gemeinde Archignat liegt nahe der Grenze zwischen den historischen Provinzen Berry und Bourbonnais, 16 Kilometer westlich von Montluçon auf einer Anhöhe oberhalb des Flüsschens Magieure auf einer Höhe von rund .Archignat – Karte mit Höhenangaben

Klima Das Klima ist gemäßigt und wird gleichermaßen vom Atlantik wie von den Bergen des Zentralmassivs beeinflusst; Regen fällt übers ganze Jahr verteilt.Montluçon/Archignat – Klimatabellen

Geschichte Die Region um Montluçon spielte schon in römischer und fränkischer Zeit eine Rolle in der französischen Geschichte. Um das Jahr 1000 wurde die Region mit dem Bourbonnais vereinigt. Im 13. Jahrhundert entstand eine einfache Pfarrkirche.

Im Jahr 1802 wurden der heute verlassene Weiler Frontenat und umliegende Gehöfte mit Archignat vereinigt.

Bevölkerungsentwicklung Der kontinuierliche Bevölkerungsrückgang in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist im Wesentlichen auf die Reblauskrise und die zunehmende Mechanisierung der Landwirtschaft sowie den damit einhergehenden Verlust an Arbeitsplätzen zurückzuführen. Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2014 2022 Einwohner 384 345 306 271 275 350 344 342 336 Quellen: Cassini und INSEE

Wirtschaft Die Bewohner der Gemeinde lebten jahrhundertelang als Selbstversorger von den Erträgen ihrer Felder und Gärten; daneben wurden auch Viehzucht und ein wenig Weinbau betrieben. Im Ort selbst siedelten Handwerker, Kleinhändler und Dienstleister. Auch heute noch spielt die Landwirtschaft die dominante Rolle im Wirtschaftsleben der Gemeinde. Seit den 1960er Jahren werden einige der leerstehenden Häuser als Ferienwohnungen (gîtes) genutzt.

Sehenswürdigkeiten Die Pfarrkirche Saint-Pardoux et Saint-Sulpice wurde im 13. Jahrhundert aus Bruchsteinen erbaut, später jedoch verputzt und im 19. Jahrhundert gründlich überarbeitet. Das Kirchenschiff ist von einer gewölbten Holzdecke überspannt; die neogotische Apsis zeigt hingegen ein im Trompe-l’œil-Stil gemaltes Rippengewölbe und ein echtes Maßwerkfenster. Der Glockenturm-Aufsatz über der Fassade ist ein Werk des 19. Jahrhunderts. Ein um das Jahr 1500 entstandenes steinernes Wegkreuz mit oktogonalem Schaft (Croix des Âges) befindet sich circa einen Kilometer nordwestlich beim gleichnamigen Ortsteil. Es wurde im Jahr 1969 als Monument historique klassifiziert. Die romanische Kapelle Saint-Pardoux im etwa fünf Kilometer südwestlich gelegenen Weiler Frontenat hat einen zweigeteilten Glockengiebel. Auch ihr Kirchenschiff mitsamt der flach schließenden Apsis ist von einer gewölbten Holzdecke überspannt. Seit dem Jahr 1970 ist der während der Französischen Revolution verkaufte und immer noch in Privatbesitz befindliche Kirchenbau als Monument historique klassifiziert. Beim nahegelegenen Flurstück von Jarges-Frontenat finden sich größere Steinplatten, die als Reste von Dolmen angesehen werden. Auch Urnen wurden entdeckt.

Literatur Le Patrimoine des Communes de l’Allier. Flohic Editions, Band 1, Paris 1999, ISBN 2-84234-053-1, S. 469–471.

Belege

Weblinks

Notice Communale - EHESS Archignat, Sehenswürdigkeiten – Fotos + Kurzinfos (französisch)

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